US-Wahl: Trump und Biden siegessicher

©APA
Angesichts schwindender Chancen auf einen Sieg bei der US-Präsidentenwahl lässt Amtsinhaber Donald Trump seine Anwälte aufmarschieren.
Alle News zur US-Wahl 2020

Der Republikaner kündigte am Donnerstag Klagen in allen US-Staaten an, in denen Biden "jüngst" den Sieg für sich reklamierte. Er führte wie am Tag zuvor Wahlbetrug zur Begründung an, lieferte für die Behauptung aber erneut keine Belege.

Das Lager seines Herausforderers Joe Biden gab sich unbeeindruckt. Der Sieg stehe unmittelbar bevor, sagte dessen Wahlkampfmanagerin Jen O'Malley Dillon. Trumps Vorgehen nannte sie verzweifelt.

Anhäger gehen auf die Straßen

Auch zwei Tage nach der Abstimmung stand der Gewinner noch immer nicht fest. Die unklare Lage verschärfte die angespannte Stimmung in dem tief gespaltenen Land. In mehreren Städten zogen sowohl Trump- als auch Biden-Anhänger den zweiten Tag in Folge auf die Straßen. Es blieb überwiegend friedlich, auch wenn einige Teilnehmer mit Waffen erschienen.

Fünf hart umkämpfte Staaten

Im Fokus der Auszählung standen fünf hart umkämpfte Staaten. Biden lag in Nevada und Arizona leicht vorne, während Trumps knappe Führung in Pennsylvania und Georgia dahinschmolz, je mehr die Auszählung der zahlreichen Briefwahlstimmen vorankam. Auch Trumps Vorsprung in North Carolina fiel knapp aus.

Er muss jedoch in allen diesen drei Staaten sowie entweder in Arizona oder Nevada gewinnen, um zu verhindern, dass er als erster Amtsinhaber seit George H.W. Bush 1992 nicht wiedergewählt wird.

Die wichtigsten Ereignisse des Tages

  • 2.30 Uhr (MEZ): Trump versucht auch im Bundesstaat Georgia, gerichtlich in die Auszählung der Stimmen eingreifen zu lassen. Er und die Republikanische Partei reichten Klage ein. Im Bezirk Chatham County soll ein Gericht für die strikte Abtrennung von Briefwahlunterlagen sorgen, die erst nach Schließung der Wahllokale eingetroffen sind.
  • 3.15 Uhr: Die Demokraten verteidigen einen Sitz im US-Senat, bei dem sie zuletzt deutlich im Nachteil gesehen wurden. Senator Gary Peters setzte sich laut Nachrichtenagentur AP am Ende doch gegen den Republikaner John James durch.
  • 7.49 Uhr: Vor einem Behördengebäude in Arizona, in dem Stimmen ausgezählt werden, hat sich laut Medienberichten eine Gruppe von Trumps Anhängern versammelt. Mehrere tragen Waffen. In Portland an der Westküste kommt es am Rande einer Demonstration zu Ausschreitungen. Auch in New York, Chicago, Philadelphia und Detroit gibt es Proteste.
  • 13.48 Uhr: Biden holt bei der Auszählung in mehreren Schlüsselstaaten weiter auf. In Pennsylvania hat er seinen Rückstand auf Trump von zehn Prozentpunkten auf weniger als drei verkleinert. Grund sind die später ausgezählten Stimmen der Frühwähler, die wohl eher für Biden stimmten. In Georgia liegt Trump nur noch mit 0,4 Prozentpunkten in Führung. In Nevada ist es weiter knapp, Biden liegt wenige Tausend Stimmen vor Tump.
  • 15.12 Uhr: Trump verlangt abermals den sofortigen Stopp der Auszählung. Auf Twitter schreibt er in Großbuchstaben: "STOP THE COUNT!"
  • 17.31 Uhr: Die Behörden im Bundesstaat Georgia haben bei der Stimmauszählung Ruhe angemahnt. Dort ist das Rennen extrem eng. Ein Mitarbeiter des Staatsekretärs wies Vorwürfe Trumps zurück, der angesichts der Verzögerungen von "massivem Betrug" gesprochen hatte.
  • 17.48 Uhr: Zwei Tage nach der Wahl sind sowohl Trump als auch Biden nach Angaben ihrer Wahlkampfmanager siegessicher.
  • 17.56 Uhr: Entgegen der Aussagen von Verantwortlichen für die US-Wahl sieht Trump "reichlich Beweise" für Wahlbetrug.
  • 18.09 Uhr: Der Justizminister im umkämpften Pennsylvania, der Demokrat Josh Shapiro, sagt in Richtung Trump: "Das Erste, was ich sage, ist, dass der Wahlkampf vorbei ist". Die Auszählung der Briefwahlstimmen werde trotz wiederholter Beschwerden des Wahlkampfteams von Trump weitergehen.

Liveblog zur US-Wahl

(APA)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • USA-Wahlen 2020
  • US-Wahl: Trump und Biden siegessicher
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen