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Stirbt die Kirche "langsamen Tod"?

Gibt es noch eine Zukunft für die Kirche?
Gibt es noch eine Zukunft für die Kirche? ©APA
"Mafia-Organisation", "Kirchensteuer" oder "Missbräuche" sind einige der Begriffe, die beim Thema Kirche fallen. Da verwundert es nicht, dass fast 70.000 Österreicher letztes Jahr aus der Kirche ausgestiegen sind.
Religion für Jugendliche langweilig
Zahl der Kirchenaustritte steigt

In absoluten Zahlen traten laut vorläufigen Daten der Bischofskonferenz 67.583 Personen im vergangenen Jahr aus der römisch-katholischen Kirche aus. 2018 waren es laut amtlicher Statistik 58.807.

Neuer Tiefpunkt

Jährlich treten tausende Menschen in Österreich aus der Kirche aus. Mittlerweile zählt die römisch-katholische Kirche unter fünf Millionen Mitglieder. Ein neuer Tiefpunkt, was die Mitgliederzahl hierzulande anbelangt. Man kann von einer Krise für die Kirche sprechen.

Michael Prüller, Pressesprecher der Erzdiözese Wien, sieht die Zahl als "beträchtlich" an. Die Austritte würden immer passieren, wenn es "besonders viele negative Schlagzeilen" gäbe. "Auf die Dauer gesehen, wenn wir da nichts tun, werden wir halt jedes Jahr ein bisschen weniger, bis wir irgendwann gar nichts mehr sind", sorgt sich Prüller.

Kein Bezug zur Jugend

Geheimhaltung, Stillschweigen und Tolerieren von Missbrauchsfällen seien die Hauptursache für den Vertrauensverlust. Um dem entgegenzuwirken, gewährte Papst Franziskus Zugang zu den internen Akten für die Justiz. Somit würde man aktiv zur Aufklärung von Verbrechen beitragen. Michael Prüller meint, "dass die meisten Menschen, die austreten, nicht gehen, weil sie enttäuscht sind von der Kirche, sondern die gehen, weil sie uns nie richtig kennengelernt haben".

Besonders schmerzhaft für die Kirche ist außerdem, dass die Jugendlichen den Bezug zur Kirche verlieren bzw. nie aufbauen. Laut dem Theologen Wolfgang Treitler liegt die Schuld hier bei der Kirche. "Das, was wir von der Kirche aus anbieten, trifft die Lebenswelt der Jugendlichen kaum."

(Red./APA)

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