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Schweiz Tourismus foppt Kanzler Kurz

Fotomontage
Fotomontage ©Schweiz Tourismus - SBB - Swiss Travel System By-line - swiss-image.ch - Dominik Baur
Pikanter Seitenhieb der Eidgenossen auf Kanzler Kurz, um die Schweizer Urlauber im eigenen Land zu behalten: "Wir brauchen keine Kurz- sondern Weitsicht".
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Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (33) ist unfreiwillig zum Werbetestemonial für "Urlaub in der Schweiz" geworden. Denn "MySwitzerland.com" spielt im Rahmen seiner Newsjacking-Kampagne "Ich brauch Schweiz" auch folgenden Slogan auf den Sozialen Medien aus:

"Wir wollen keine Kurz- sondern Weitsicht."

Zusammen mit diesem Bild hier:

Foto: Schweiz Tourismus / Blick.ch

"In der Schweiz kommt das Sujet medial sehr gut an", berichtet Urs Weber, Marktmanager Österreich beim Schweiz Tourismus, gegenüber VOL.AT.

Das Bild sei Teil einer groß angelegten neuen Kampagne, die Schweiz Tourismus im In- und Ausland lanciert, um den Tourismus im Land anzukurbeln. Die neue Kampagne ziele zunächst auf einheimische Gäste. 

Hintergrund des "Scherzes" mit Kanzler Kurz

Kanzler Kurz hat seit Donnerstag alle rot-weiß-roten Grenzen zu unseren Nachbarländern wieder geöffnet (mit Ausnahme Italien). Kurz lädt damit Millionen ausländische Gäste ein, ihren Urlaub doch bereits dieser Tage im schönen Österreich zu verbringen. Indes lässt die Schweiz noch keine Österreicher wieder ohne gesundheitliche Kontrollchecks ins Land hinein (erst ab 15. Juni wieder). Ein Marktnachteil im umkämpften Tourismus.

Die Schweizer werden daher aufgefordert, das eigene Land zu entdecken.

Urlaub in der Schweiz, nicht in Österreich

Wir rufen uns den Slogan in Erinnerung: "Wir wollen keine Kurz- sondern Weitsicht." Urs Weber wollte den Hintergrund zu diesem pikanten Spruch mit Augenzwinkern zwar nicht erläutern. Man könnte ihn zwischen den Zeilen lesend aber so interpretieren:

"Lieber Schweizer, nicht jetzt sofort nach Österreich Urlaub machen gehen, nur weil Kurz die Grenzen aufmacht. Sondern besser mit patriotischer Weitsicht die Wertschöpfung in der Schweiz behalten und hier die Schönheiten des Landes besuchen."

Schweiz Tourismus appelliert damit mutmaßlich an die Eidgenossen, ihren Urlaub in Zeiten der wirtschaftlichen Krise doch bitte im eigenen Land zu verbringen - und nicht in Österreich.

Die Kampagne von Schweiz Tourismus ist seit geraumer Zeit geplant. Sie wird viele Millionen Franken kosten und ist auf mehrere Jahre angelegt. 

Schweizer Tourismus in schwerer Krise

Der Schweizer Tourismus hat in den letzten Monaten (wie andere Länder auch) schwer unter der Coronapandemie gelitten. Die Prognose des Schweizer Tourismusdirektors Martin Nydegger für das Jahr 2020 ist düster: "Alle Regionen sind davon betroffen, der Geschäftstourismus, der Freizeittourismus, aus allen Herkunftsländern, alle Gästegruppen. Und darum erwarten wir in diesem Jahr Umsatzeinbußen von bis zu 35 Prozent."

(Red.)

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