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Rauch schießt gegen Brändle - A14-Anschluss lässt die Wogen hochgehen

Streit um Autobahnanschluss
Streit um Autobahnanschluss ©VOL.AT | Paulitsch
Landesrat Rauch lässt mit scharfer Kritik am Vorgehen in Altach aufhorchen: Das Versprechen eines Autobahnanschlusses sei in keiner Weise abgesprochen gewesen.
Kiesstreit biegt auf Autobahn ab
Autobahnanschluss für Kieswerk vom Tisch
Keine Verkehrslösung ohne Kiesabbau

Eigentlich sollte eine Autobahnanbindung des Kopf-Kieswerks in Altach die heilbringende Lösung sein, um die Lkw-Lawine in der Kummenberg-Gemeinde einzudämmen. Vielfach wurden die Straßenbaupläne propagiert und im Vorfeld der Kiesabbau-Volksabstimmung als vermeintlicher Trumpf ausgespielt. Das Verkehrsministerium hat dem Vorhaben Autobahnanschluss allerdings eine klare Absage erteilt.

Verkehrslösung in Altach

Nach dem klaren „Ja“ der Altacher zur Erweiterung des Kiesabbaus bei der Volksabstimmung im Dezember, lehnt die ASFINAG einen Autobahnanschluss beim Kieswerk in Altach nun ab.

Die Fraktion „Bürgerliste Altach + Die Grünen“ hatte am Wochenende ein entsprechendes Schreiben öffentlich gemacht und zugleich Bürgermeister Gottfried Brändle attackiert. Dieser habe die Gemeindevertretung und die Bevölkerung wissentlich falsch informiert.

Bürgermeister Gottfried Brändle wies die Vorwürfe zurück: „Seitens der Gemeinde wurde schon im Rahmen der Volksabstimmung darauf hingewiesen, dass Gespräche auf politischer Ebene notwendig sind" Brändle glaubt fest an eine „Sonderlösung“.

Altach glaubt weiter an Autobahnanschluss

Aus Sicht der Gemeinde Altach ist der geplante Autobahnanschluss beim Kieswerk noch nicht vom Tisch – trotz einer negativen Bewertung der ASFINAG. Laut Bürgermeister Gottfried Brändle (ÖVP) ist der Bau eines Autobahnanschlusses aufgrund des öffentlichen Interesses gerechtfertigt.

Rauch kritisiert Vorgehen von Brändle

Auch beim Arbeitsgespräch von Landesrat Johannes Rauch bei Bundesministerin Leonore Gewessler war der in Aussicht gestellte Autobahnanschluss Thema.

Landesrat Johannes Rauch (Grüne) lässt nach dem Treffen mit scharfer Kritik am Vorgehen in Altach aufhorchen: Das Versprechen eines Autobahnanschlusses sei mit dem dafür zuständigen Ministerium in keiner Weise vorbesprochen oder gar abgesprochen gewesen.

"Jetzt wird die Ministerin vom Bürgermeister über die Medien aufgefordert, eine politische Lösung dafür zu finden, weil die Kriterien für einen eigenen Autobahnanschluss schlicht nicht erfüllt werden", kritisiert Rauch den Altacher Bürgermeister.

Die Irritationen im Ministerium und in der ASFINAG über die Wortmeldungen aus Vorarlberg in dieser Sache seien deutlich spürbar, so der Landesrat.

Landes-ÖVP spricht sich für Anschluss aus

ÖVP-Raumplanungssprecher Clemens Ender und ÖVP-Verkehrssprecher Patrick Wiedl sprechen sich in einer Aussendunf für die Realiserung des Autobahnanschlusses aus: "Die Bevölkerung in Altach hat das Projekt gutgeheißen. Insofern ist es nun Aufgabe der Politik, dieses Votum zu respektieren und nach Lösungen zu suchen, die den LKW-Verkehr möglichst geringhalten und die Anrainer bestmöglich entlasten."

(red)

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