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"Pro Gymnasium" hält an Kritik an gemeinsamer Schule fest

©VOL.AT/Lerch
Bregenz. Die Initiative "Pro Gymnasium" sieht in der Studie des Landes Vorarlbergs zur Gemeinsamen Schule die Thesen der Gegner nicht berücksichtigt. Aus ihrer Sicht spricht auch weiterhin alles gegen die Gesamtschule.
"Pro Gymnasium" gibt nicht auf

Die Entscheidung für die Gemeinsame Schule sei bereits vor dem Auftrag zur Studie gefallen, vermutet ÖAAB-Lehrerobmann Wolfgang Türtscher. So habe man mit der Studienerstellung Befürworter der Gemeinsamen Schule beauftragt, die die Thesen der Gegner nicht weiter untersucht hätten. Aus Sicht der Initiative gäbe es jedoch keinen wissenschaftlichen Beleg, dass eine Abschaffung der Gymnasiumsunterstufe die Chancen der Schülern verbessern würde. Vielmehr habe sich gezeigt, dass ohne die frühe Selektion gute Schüler unter- und schlechte Schüler überfordert werden.

Deutschland als Vorbild mit Gymnasium

Derzeit besuchen zwischen einem Drittel und einem Viertel aller Schüler die Unterstufe eines Gymnasiums. Mit der Gemeinsamen Schule würde man sich aus Türtschers Sicht von einem Erfolgsmodell verabschieden, ohne den Ausgang zu kennen. Deutschland, das Österreich bei den PISA-Ergebnissen überholt hat, kenne sogar eine stärkere Selektierung als Österreich und denke nicht an eine Gesamtschule.

Lehre verliere weiter an Stellenwert

Einen Verbündeten weiß er im Bundesobmann des freiheitlichen Lehrerverbands Siegfried Neyer. Mit der Gemeinsamen Schule käme eine weitere Entwertung des dualen Ausbildungsweges, befürchtet er. Dies brächte eine Verschärfung des Lehrlingsmangels mit sich. Dass sich die Landesfreiheitlichen für die Gemeinsame Schule aussprechen, stehe im Widerspruch zur Bundeslinie der Partei, dies müsse man aber zur Kenntnis nehmen.

Polytechnische Schule als Beispiel

Als Beispiel für eine Gemeinsame Schule und deren Probleme sieht Herwig Orgler, Direktor der Polytechnischen Schule Bregenz, seine eigene Schule. Aufgrund des aus seiner Sicht unbegründet schlechten Rufs des Schulzweigs würden sich viele lieber für eine weitere Schullaufbahn entscheiden. Erst wenn diese scheitere, käme die Lehre als Alternative auf den Plan. Als Hauptgrund für Schulversagen sieht er daher elterliche Fehlentscheidungen aufgrund mangelnder Information. Schließlich gäbe es auch über die Lehre Wege zur Matura, mahnt er die Eltern.

Widerstand in ÖVP sei groß

Dass die Gemeinsame Schule unvermeidbar ist, zweifelt man bei “Pro Gymnasium” an. Das Gymnasium genieße schließlich einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung, Türtscher sieht auch in der ÖVP einen starken Widerstand gegen die aktuellen Pläne. Eine Frage des Prestiges der AHS-Lehrer sei der Widerstand jedoch nicht, betont der ÖAAB-Lehrerobmann.

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