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Pipeline-Verbote wirken - Verlagert sich das Problem?

Der Samstag an der Pipeline war ruhig - Am Freitagabend soll es laut Anrainern aber ganz anders ausgesehen haben.
Der Samstag an der Pipeline war ruhig - Am Freitagabend soll es laut Anrainern aber ganz anders ausgesehen haben. ©Sams, handout: privat
Seit Freitag gilt an der Pipeline ein Alkohol- und Musikboxen-Verbot. Verlagert sich dadurch das Problem der Müllberge und Lärmbelästigung an eine andere Stelle am See?
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Seit vergangenem Freitag gibt es an der Pipeline in Bregenz ein Alkohol- und Musikboxen-Verbot. Zumindest am Samstag scheinen diese Verbote Wirkung gezeigt zu haben: Es war an der Pipeline laut Anrainerberichten so ruhig wie schon lange nicht mehr. Das bestätigen auch die Stadt Bregenz: Insgesamt war das Wochenende auffallend ruhig, man sei extrem überrascht gewesen, wie wenig los gewesen sei, heißt es von der Stadt.

Durch die strengen Regeln kam es aber wie erwartet auch zu einer Verlagerung: Einige Jugendliche wichen auf den sogenannten "Wiking"-Hafen aus. Auch dort soll alles im ordentlichen Rahmen geblieben sein.

Anrainer erfreut über Wirkung

Die Anrainer freuen die neuen Regeln und ihre beruhigende Wirkung auf die Situation: "Alkohol- und Boxenverbot und tatsächliche Kontrollen durch Polizei und Securities sowie Streetworkerunterstützung rund um die Uhr wirken", so Pipeline-Anrainer Pius Schlachter. Am Samstag sei die breite Öffentlichkeit an den See zurückgekehrt. "Bade- und Stranderlebnisse am Strandjuwel im friedlichen Nebeneinander" seien nun wieder möglich. "Litteringexzesse konnten ebenfalls gestoppt werden."

Trotzdem sieht er die Verantwortlichen weiterhin gefordert: "Jetzt sind Stadt und Land gefordert zeitnah ein Gesamtkonzept zu erarbeiten und umzusetzen."

"Horror-Menschenmassen" am Freitag

Andere Anrainer sehen die Lage weniger positiv: So soll es am Freitag ganz anders und weniger ruhig zugegangen sein: Sie sprechen von "absoluten Horror-Menschenmassen". Zudem verlagere sich das Problem durch die Verbote auch auf die Tankstelle und hin zum Seehofweg. Dort werde auf und neben Autos gepinkelt und es gebe Müll ohne Ende. Dass es am Samstag ruhiger gewesen sei, habe wohl am EURO-Match zwischen Österreich und Italien gelegen. "Von besser keine Rede", meint ein betroffener Anrainer. "Jetzt trinken sie bei uns vor der Tür."

Von Seiten der Stadt heißt es am Freitag sei es zwar nicht ganz so ruhig wie am Samstag gewesen, es habe aber keine auffälligen Vorkommnisse gegeben. Insgesamt sei es recht ruhig gewesen.

(VOL.AT)

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