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Neuinfektionen: Laut Land oft Migrationshintergrund

SARS-Cov-2-Fälle in Vorarlberg lassen verhältnismäßig oft auf Migrationshintergrund schließen, heißt es aus dem Landhaus.
SARS-Cov-2-Fälle in Vorarlberg lassen verhältnismäßig oft auf Migrationshintergrund schließen, heißt es aus dem Landhaus. ©VOL.AT/Lerch/Paulitsch
Aus dem Landhaus kamen zuletzt wiederholt Informationen, wonach der Anteil von Personen mit Migrationshintergrund und einem positiven Covid-Test mitunter bei über 70 Prozent liege.
Neue Corona-Maßnahmen des Landes
155 Neuinfektionen am Montag

Von: Günther Bitschnau (WPA)

Offiziell bestätigen will man das beim Land nicht, gibt aber zu, dass es immer wieder Familiencluster mit migrantischem Hintergrund gebe - Landesrat Gantner erwartet von allen hier lebenden Menschen, dass sie sich an die Regeln halten.

Die Verteilung der positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Personen auf verschiedene Bevölkerungsgruppen in Vorarlberg ist ein Thema, das man aus politischen Gründen nicht so gerne auf der öffentlich-medialen Agenda hat. Trotzdem sickern aus dem Landhaus in Bregenz immer wieder bemerkenswerte Zahlen heraus: So heißt es dort seit längerer Zeit wiederholt, dass in der jüngeren Vergangenheit mehr als 70 Prozent der positiv getesteten Fälle (mit oder ohne Symptome) einen Migrationshintergrund hätten, etwa mit Bezug auf Südosteuropa und vor allem die Türkei sowie auf den arabisch-afrikanischen Raum. Sehr ähnliche Informationen erhält man hinter vorgehaltener Hand auch aus dem Infektionsteam, das für die Kontaktverfolgungen zuständig ist.

Migrationshintergrund ein Thema

Beim Amt der Vorarlberger Landesregierung heißt es auf wpa-Anfrage: "In den letzten Wochen war es so, dass wir immer wieder mit Familienclustern zu tun hatten, die aufgrund ihrer Namen einen migrantischen Hintergrund vermuten lassen. Ausschließlich aufgrund der Nachnamen ist es jedoch nur sehr bedingt möglich, auf die Herkunft der Personen zu schließen. Daher können wir diesbezüglich auch nicht mit einer konkreten Prozentzahl aufwarten", sagt Florian Themeßl-Huber, der Leiter der Landespressestelle. 

Cluster innerhalb von Großfamilien

Betont werden müsse in diesem Zusammenhang auch, dass es in den allermeisten Fällen Cluster innerhalb von Familien waren – und zwar von großen Familien, in denen mehrere Generationen im selben Haushalt leben würden. "Eine Verbreitung über diese Familien hinaus kommt nur in Ausnahmefällen vor. In den letzten Tagen hat diese Entwicklung allerdings wieder abgenommen."

Gantner: Regeln gelten für alle

Bereits in der Vorwoche hat Landesrätin Martina Rüscher in einem Interview gesagt hat, dass es ausgeprägte Familiencluster im Bezirk Feldkirch mit vorwiegend migrantischem Hintergrund gebe. Deshalb lege man jetzt auch vermehrt mehrsprachige Informationsfolder auf. Landesrat Christian Gantner teilte jetzt mit: "Klar ist, dass wir von allen im Land lebenden Menschen erwarten, dass sie sich an die geltenden Regeln was Abstand, Hygiene, etc. betrifft halten."

Man sei seit Ausbruch der Pandemie unabhängig davon mit den Volksgruppen in Vorarlberg in Kontakt. Hier sei von den Vereinen und Verbänden von Beginn an großartige Arbeit in der Verbreitung der Informationen über die Covid-19-Schutzmaßnahmen geleistet worden. Zudem gebe es laufend persönliche Treffen mit den jeweiligen Vertretern.

Verhaltensregeln in neun Sprachen

Dass Menschen mit Migrationshintergrund offenbar einen vergleichsweise hohen Anteil unter den positiv Getesteten in Vorarlberg haben und dies sehr wohl ein Thema für die Politik ist, zeigt auch der am Montag versendete WKV-Newsletter. Dort wurde darüber informiert, dass das Land Vorarlberg gemeinsam mit "okay.zusammen leben" zusätzlich zur allgemeinen Information der Bevölkerung auch aktuelle mehrsprachige Informationen in neun Sprachen in Kooperation erstelle und verbreite. Denn man wolle mit den wichtigsten Verhaltensregeln alle Bevölkerungsgruppen erreichen.

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(Wirtschaftspresseagentur)

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