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Neue Mundschutz-Pflicht - Was Sie jetzt wissen müssen

Was Sie jetzt beachten müssen.
Was Sie jetzt beachten müssen. ©APA
Die Bundesregierung hat angekündigt, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Bevölkerung etablieren zu wollen. Bereits ab Mittwoch sind solche Masken beim Einkauf in Supermärkten verpflichtend. VOL.AT erklärt, welche Unterschiede es bei den Masken gibt und ob selbst gebastelte oder genähte Varianten auch nützlich sein können.
Ab Mittwoch Maskenpflicht beim Einkaufen

Gleich eines vorweg: Der Mund-Nasen-Schutz (auch Mundschutz) schützt den Träger NICHT zuverlässig vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Der Mindestabstand von 1,5 Metern zu den Mitmenschen ist trotzdem jederzeit einzuhalten. Was der Mundschutz aber kann, ist das Risiko zu minimieren, andere Menschen anzustecken, sollte man selbst infiziert sein. Auch greift sich der Träger durch die Maske nicht unbewusst an die Nase und den Mund und reduziert so auch sein Risiko ein wenig.

Wer eine Maske trägt, kann Leben retten

Wer so eine Maske also beispielsweise beim Einkaufen oder an anderen belebten Plätzen anzieht, trägt dazu bei, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Denn auch wenn Sie sich nicht krank fühlen, können Sie unter Umständen Überträger der Krankheit sein und Menschen anstecken, die das Virus härter trifft.

Produkte auf dem Weltmarkt schnell vergriffen

Wie die Bundesregierung in der Pressekonferenz am Montag mitteilte, sind medizinische Produkte gerade sehr gefragt auf dem Weltmarkt. Deshalb wird die Versorgung mit den Mund-Nasen-Masken am Mittwoch noch nicht flächendeckend gegeben sein.

Maske selbst herstellen, geht das?

Deshalb werden jetzt auch viele auf die Idee kommen, sich solche Masken selbst zu basteln oder zu nähen. Doch helfen solche DIY-Exemplare überhaupt? Einen industriell hergestellten und nach verschiedenen Richtlinien geprüften Mund-Nasen-Schutz, kann ein selbstgebasteltes Exemplar natürlich nicht ersetzen. Aber einer Studie aus dem Jahr 2008 zufolge soll jede Art von Mund-Nasen-Schutz, auch selbstgemachter oder schlechtsitzender Art, das Infektionsrisiko senken. Im Internet kursieren bereits viele Anleitungen. Wir haben hier eine Anleitung, die einfach klingt und von Deutschlands bekanntestem Virologen, Prof. Christian Drosten, auf Twitter geteilt wurde.

Selbstgebastelte Mund-Nase-Maske: So geht's

Sie brauchen:

  • 2 Lagen Küchenrollen-Papier
  • 1 Papier-Taschentuch
  • Breites Klebeband, am besten Maler-Krepp
  • 4 Gummibänder
  • Ein Stück Draht oder ähnliches
  • Eine Schere
  • Einen Büro-Locher
VOL.AT

In unserem Selbstversuch hat das Basteln der behelfsmäßigen Maske nur 5 Minuten gedauert. Hier die Anleitung:

  1. Waschen Sie sich sorgsam die Hände (Anleitung zum Händewaschen). Nehmen Sie zwei Blatt Küchenrollenpapier und legen sie die Blätter übereinander (drehen Sie das obere Blatt um 90 Grad).
  2. Breiten Sie ein Papiertaschentuch aus und legen Sie es auf die beiden ersten Blätter. Das Papiertaschentuch wird später die Innenseite der Schutzmaske sein.
  3. Schneiden Sie die Ränder ab, sodass alle drei Blätter gleich groß sind.
  4. Schneiden Sie den Stapel der drei Papierblätter in der Mitte durch.
  5. Kleben Sie an beiden kurzen Rändern beidseitig einen Klebestreifen, zum Beispiel aus Malerkrepp.
  6. Machen Sie mit dem Büro-Locher auf beiden kurzen Seiten zwei Löcher in die Klebestreifen.
  7. Nehmen Sie ein Stück Draht, legen Sie es mittig an den oberen Rand der Maske und fixieren Sie den Draht mit Klebeband. Der Draht wird später zum Nasenbügel der Maske.
  8. Befestigen Sie nun an allen vier Löchern jeweils ein Gummiband (mittels Schlaufe).
  9. Ziehen Sie erst die oberen Gummibänder, dann die Unteren über Ihre Ohren. Biegen Sie auch den Nasenbügel (den eingearbeiteten Draht) zurecht, damit die Maske angenehm sitzt.

Eine Mund-Nase-Maske - ob gekauft oder selbst gemacht - sollte nur einmal zum Einsatz kommen.

Unterschied zu anderen Schutzmasken

Der Mund-Nasen-Schutz darf nicht verwechselt werden mit den Schutzmasken, die das medizinische Personal im Kampf gegen Covid-19 benutzt, um sich selbst nicht anzustecken. Die Rede ist von den Masken mit den Bezeichnungen FFP1, FFP2 und FFP3. Diese schützenden Masken sollen den Menschen vorbehalten bleiben, die in engem Kontakten mit infizierten Personen stehen. In Vorarlberg arbeiten bereits mehrere Unternehmen zusammen, um die Versorgung mit den FFP2- und FFP3-Masken zu sichern (VOL.AT berichtete).

APA

(Red.)

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