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200.000 Masken für Spitäler: Ländle-Textilbranche stemmt sich gegen Covid-19

Günter Grabher erklärt, wie in Vorarlberg Schutzmasken hergestellt werden.
Günter Grabher erklärt, wie in Vorarlberg Schutzmasken hergestellt werden. ©VOL.AT/Mayer, Symbolbild: Pixabay
Seit Freitag werden in Vorarlberg Schutzmasken hergestellt. Wie die Produktion abläuft und was dabei zu beachten ist, erklärt Textilunternehmer Günter Grabher im VOL.AT-Gespräch.
Stickerei Hämmerle in Lustenau
NEU
Betriebe produzieren Schutzmasken

Auch die Vorarlberger Textilbranche leistet ihren Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus. Mehrere Unternehmen, darunter auch die Grabher Group, Bandex Textil, Getzner Textil, Wolford, Tecnoplast und die Stickerei Hämmerle, haben sich unter Koordination der Smart Textile Plattform und der WISTO zusammengeschlossen und produzieren seit Freitag dringend benötigte Schutzmasken. Unterstützung bekommen sie von der Fachgruppe Textilindustrie der Wirtschaftskammer, dem Ölz Meisterbäcker, der die Verschlussclips liefert und rund 80 Änderungsschneidereien im Ländle. Die Taskforce "Schutzmaske" wurde bereits vor vier Wochen ins Leben gerufen, daher kann jetzt schnell reagiert werden.

Aus diesem Material entstehen die Schutzmasken. VOL.AT/Mayer

Mehrwegmasken für Spitäler

"Wir hatten ein Riesenproblem, das eigentlich im ersten Moment als fast unlösbar galt", erklärt Günter Grabher, Geschäftsführer der Grabher Group gegenüber VOL.AT. Man habe zwar alle Teile herstellen können, aber die Zusammenführung sei schwierig gewesen. Die Lösung habe man schließlich in der Stickereitechnologie, wie etwa in der Stickerei Harald Hämmerle in Lustenau eingesetzt wird, gefunden. Ein Teil der Konfektion läuft nun automatisiert mit Stickmaschinen. Produziert werden derzeit Mund-Nasen-Masken für Krankenhäuser. "Das sind die Masken, die man kennt, die man heutzutage im Spital hat oder die Ärzte tragen", so Grabher. Man produziert derzeit ausschließlich Mehrwegmasken für Spitäler. Es gebe einen Großauftrag vom Vorarlberger Krankenhausverband über 200. 000 Stück, so der Textilunternehmer.

Klare Arbeitsteilung

Jedes der Vorarlberger Unternehmen übernimmt einen ganz bestimmten Bereich der Herstellung der Schutzmasken. Die Firma Getzner produziert die Stoffe und Bandex die Bänder. Die Stickerei Hämmerle ist zuständig für den Stickereiprozess und Grabhers Unternehmen für die Veredelungsschritte. "Es ist ganz wichtig, dass diese Stoffe eine hydrophobe Schicht haben, dass auch tatsächlich ein Schutz gegen Tropfen besteht", Gibt Grabher gegenüber VOL.AT zu verstheen. Tecnoplast übernimmt die Entwicklung der Maskenventile für Schutzmasken der Stufen FFP2 und FFP3, die im nächsten Schritt hergestellt werden sollen.

Die Stickerei Hämmerle in Lustenau ist zuständig für Stickereiprozesse. VOL.AT/Mayer

Masken nicht selbst herstellen

"Es hat sehr sehr wenig Sinn oder ist mitunter auch gefährlich, wenn man jetzt zu Hause Stoffe sucht und versucht daraus eine Mundmaske zu machen", appelliert Grabher an alle Vorarlberger. Es brauche eine gewisse Filterleistung, bei den Schutzmasken etwa durch zweilagigen Stoff, und eine Hydrophobie. "Nur dann erreichen wir eine Schutzwirkung", verdeutlicht der Textilunternehmer. Die Produktion sei bis dato gut und problemlos angelaufen, so Grabher. "Das ist Dank dessen, das diese Unternehmen, eben auch die Konfektionäre - die Änderungsschneidereien - eng mit uns zusammenarbeiten und wir eigentlich jetzt in wenigen Tagen, wenn nicht Stunden von null auf hundert mit der Produktion gehen konnten", erklärt Günter Grabher.

Heimische Produktion von Schutzausrüstung wird forciert

(Red.)

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