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"Müssen wieder siegen lernen!"

Kommt Altach wieder auf die Siegesstraße zurück?
Kommt Altach wieder auf die Siegesstraße zurück? ©APA
Für die nächsten Schritte aus der Krise muss sich bei Cashpoint Altach noch einiges ändern.
Altach gelingt Befreiungsschlag

(VN/Christian Adam)

“Wir leben noch. Dieser Sieg war ganz wichtig für die Moral“, kam Georg Zellhofer (58) nach dem 4:2 bei der Admira zufrieden wieder im Ländle an. Alles eitel Wonne? Von wegen. Nicht nur Altachs Sportdirektor ist klar: Das kann nur der erste Schritt aus der Krise gewesen sein. Der nächste muss bereits am Samstag (17 Uhr) im Heimspiel gegen die Austria erfolgen. „Wir sind noch immer Letzter. Jetzt heißt es rasch punkten, auch damit wir Platz sieben nicht aus den Augen verlieren. Sollten wir im unteren Play-off landen, bleibt das schon ein Stück weit das Ziel“, schielt Trainer Werner Grabherr (33) in der Tabelle bereits vorsichtig nach oben. Immerhin liegt alles so eng zusammen, dass den Zwölften nur fünf Punkte auf die siebtplatzierten Mattersburger fehlen. Um dorthin zu gelangen, muss sich im Spiel der Altacher aber langfristig einiges ändern. Dessen sind sich alle Verantwortlichen allzu bewusst.

Heimschwäche ablegen. Saisonübergreifend die letzten acht Liga-Heimspiele nicht gewonnen, fünf in Folge verloren. Tut man sich auswärts leichter, wenn man das Spiel nicht machen muss? Das wäre als Erklärung zu einfach, mangelte es zuletzt gerade daheim doch an grundlegenden Tugenden. „Die Aggressivität und Laufbereitschaft muss da sein. Dann kommt auch das Spielerische“, ist sich Stefan Nutz sicher. Gerade er könnte dabei eine Schlüsselrolle einnehmen, weiß Zellhofer: „Er kann uns als Spielmacher extrem helfen, aber wir müssen ihm Anspielstationen liefern.“ Der Geschäftsführer Sport ist überzeugt: „Das Glück musst du dir hart erkämpfen. Das kommt nur, wenn du rackerst und beißt!“

Bei Standards aktiver sein. Erschreckende Schwächen zeigten sich zuletzt bei Standardsituationen. Bei der Admira kassierte man zwei Tore aus Ecken, doch man hätte gut und gerne fünf oder sechs bekommen können. Zellhofer: „Da war unser Verhalten mehr als fragwürdig. Das geht so nicht. Wir brauchen da eine klarere Ordnung und Zuteilung. Jede Flanke war eine Riesenchance für den Gegner. Das müssen wir klar ansprechen, sonst hauen wir uns viel Arbeit zusammen.“ Und Grabherr warnt: „Wir waren da zu passiv. Es reicht nicht, wenn wir die Riesen im Strafraum haben, wenn dann keiner zum Ball springt.“

Zu Null spielen. Neun Runden sind bereits gespielt und in keiner einzigen gelang es den Altachern die Null zu halten. 17 Gegentore in neun Spielen sind fast ein Schnitt von zwei Gegentreffern pro Partie. Viel zu viel, wenn man sich wirklich nach oben orientieren will. „Hinten die Null halten, wäre ganz wichtig“, bestätigt Grabherr. „Immerhin haben wir gegen die Admira nur aus Standards Tore erhalten und in den letzten Runden aus dem Spiel heraus wenig zugelassen. Da wollen wir uns weiter stabilsieren.“

Eigenfehler abstellen. „Mit ein zwei Aktionen im Spiel haben wir uns immer wieder selbst gekillt und abgeschossen“, kennt Hannes Aigner die Gründe für die magere Punkteausbeute heuer. „Mit Eigenfehlern haben wir die Gegner stark gemacht. Du kommst dann in eine Spirale rein, wo dir Woche für Woche Kleinigkeiten das Spiel kosten, obwohl dich der Gegner nicht einmal ausgespielt hat. Das ist schwer für den Kopf.“ So fielen in den letzten vier Runden drei Gegentreffer erst in der Nachspielzeit: „Da müssen wir cleverer und abgezockter sein“, stellt Grabherr fest.

Kaderqualität ausspielen. Spätestens mit der Rückkehr der Verletzten Samuel Oum Gouet (20) und Philipp Netzer (32) nach der Länderspielpause kann er kadermäßig aus dem Vollen schöpfen, so wie nie zuvor. Freilich gilt es bei den vielen Optionen dann die richtige Mischung zu finden „Im Kader steckt viel Qualität. Die haben wir aber am Platz oft vermissen lassen. Die Tabelle lügt nicht.“ Zur Not müsse man, so Grabherr, es eben erzwingen: „Weil ohne Ergebnisse geht dir irgendwann der Schmäh aus.“ Brisanter Schlusssatz: „Siegen ist schon etwas, was wir wieder lernen müssen.“ Bei den Erfolgen zuletzt im Cup und bei der Admira hat man sich zumindest schon lernwillig gezeigt.

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