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Mordfall Lustenauer Ried: 19-Jähriger bleibt vorerst auf freiem Fuß

Laut Mag. Sanjay Doshi, der den 19-jährigen, mutmaßlichen Mittäter vertritt, bleibt sein Mandant auf freiem Fuß.
Laut Mag. Sanjay Doshi, der den 19-jährigen, mutmaßlichen Mittäter vertritt, bleibt sein Mandant auf freiem Fuß.
Joachim Mangard (VOL.AT) joachim.mangard@russmedia.com
Nach der umfassenden Erstaussage des 25-jährigen, mutmaßlichen Haupttäters ändert sich für den 19-Jährigen, der aufgrund fehlenden, dringenden Tatverdachts freigelassen wurde, vorerst nichts.

Mordfall im Lustenauer Ried: Vergangene Woche sorgte die Erstaussage des von Rechtsanwalt Mag. German Bertsch vertretenen, 25-jährigen Hauptverdächtigen für Wirbel. Zwar wird laut Mag. Karin Dragovits, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, inhaltlich nichts preisgegeben. Bis auf die Tatsache, dass der 25-Jährige den Mord an der 30-jährigen Dornbirnerin bestreitet. „Die Ermittlungen laufen und es wird sicherlich noch einige Zeit dauern, bis sie zu einem Abschluss kommen“, informiert die Pressesprecherin gegenüber VOL.AT.

Aufgrund fehlenden, dringenden Tatverdachts wurde der 19-jährige mutmaßliche Mittäter bereits im Mai vom Oberlandesgericht Feldkirch enthaftet. Diese würde sich auch durch die Aussage des mutmaßlichen Haupttäters, der laut seinem Rechtsbeistand Mag. German Bertsch den Tathergang auch in Bezug auf den 19-Jährigen umfassend geschildert habe, nicht ändern.

Rechtsanwalt Sanjay Doshi möchte weitere Ermittlungen abwarten

„Mein Mandant befindet sich nach wie vor auf freiem Fuß. Das hat sich bis dato auch nicht verändert“, informiert dessen Anwalt Mag. Sanjay Doshi auf VOL.AT-Anfrage. Ob und inwiefern die Aussagen des mutmaßlichen Haupttäters den in Verdacht der Mittäterschaft stehenden 19-Jährigen belasten, werden die Haftrichter wohl neu zu bewerten haben. „Wir warten ebenfalls weiterhin die Ermittlungen ab und wollen uns nicht weiter äußern“, schließt Doshi.

Schreckliche Bluttat endet in einem Lustenauer Riedgraben

Das Opfer, eine 30-jährige Frau, hatte in der Nacht auf den 4. März gemeinsam mit dem 25-Jährigen und dem 19-Jährigen in einer Wohnung in Lustenau gefeiert. Dabei kam es zu Gewalt, in weiterer Folge soll der 25-Jährige die Frau gewürgt haben, bis sie sich nicht mehr regte.

19-Jähriger bestreitet eine Beteiligung an der Tötung

Der 19-Jährige bestreitet eine Beteiligung an der Tötung und belastete seinen 25-jährigen Bekannten schwer. Dieser soll den 19-Jährigen auch genötigt haben, bei der Wegschaffung der Leiche zu helfen. Am Nachmittag des 5. März wurde die Frau in einem Riedgraben entdeckt, zuvor war sie von ihrem Vater als vermisst gemeldet worden. Am 8. März wurden die beiden Verdächtigen festgenommen, zwei Tage später verhängte der Haftrichter die Untersuchungshaft.

(VOL.AT)

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