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"Modellregion heißt nicht zuschauen"

Landeshauptmann Markus Wallner war am Montagabend zu Gast in der "ZiB 2" und sprach über die neuen Maßnahmen in Vorarlberg.

Seit Mitternacht gelten die neuen Maßnahmen im Bregenzerwald und in Lustenau. So gilt eine Masken- und Testpflicht in zwölf Bregenzerwälder Gemeinden sowie im Ortszentrum von Lustenau. Die genauen Zonen sollen am Dienstag noch definiert werden. Landeshauptmann Markus Wallner verteidigte am Abend im Gespräch mit Armin Wolf die gesetzten Maßnahmen.

Man könne die Situation in Vorarlberg aktuell und zum Zeitpunkt der Öffnungsschritte Mitte März nicht mit der in anderen Bundesländern vergleichen. Während die Verbreitung der britischen Mutation vor einem Monat noch bei etwa 60 Prozent lag, sei man nun bei fast 100 Prozent angelangt. In anderen Bundesländern habe man die Variante "bereits durch". Den Vorwurf Vorarlberg habe die Öffnungsschritte nicht wissenschaftlich begleitet, weist Wallner zurück. Das Land habe genaue Daten, es sei bereits eine Befragung in Vorarlberg durch die MedUni Wien in Auftrag.

Sperrstunde verlängern

Der Vorarlberger Landeshauptmann spricht sich auch im ZiB-Interview nochmals für die Verlängerung der Sperrstunde aus. "Die Gastronomie ist ein kontrollierter Raum mit strengen Regeln." Eine Sperrstunde um 22 Uhr würde verhindern, dass die Gäste das Lokal verlassen und im Privaten weiterfeiern.

Wallner sieht den Versuch der Modellregion trotz erneuter Verschärfungen nicht als gescheitert an. "Modellregion heißt nicht nur zuschauen, sondern eingreifen, wenn es nötig ist." So habe man sich nach Clustern aufgrund privater Feiern im Bregenzerwald für eine Testpflicht im öffentlichen Raum entschieden. "Wir wollen Positive finden und absondern." Interessant sei in Vorarlberg aber, dass die Zahl der Infektionen in den vergangenen Wochen stark anstieg, die Zahl der Intensivbetten jedoch nicht. "Der starre Blick auf die Inzidenz ist zu wenig", so Wallner.

In den betroffenen Gemeinden werden ab Dienstag die Oberstufen - außer den Maturaklassen - wieder auf Distance Learning umgestellt, die Lokale bleiben aber offen. Für den Landeshauptmann ist das ein logischer Schritt, da besonders im Bregenzerwald die Schule als "Verteilmechanismus" fungiert. "Schüler aus Kleingemeinden besuchen dieselbe Schule, wir wollen den Sammelpunkt unter Kontrolle bringen." In der Gastronomie trete das nicht in diesem Ausmaß auf.

(VOL.AT)

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