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Millionen-Auftrag für Häusle

Die Sortenreinheit ist ganz wichtig für die Rückführung der Abfälle.
Die Sortenreinheit ist ganz wichtig für die Rückführung der Abfälle. ©Häusle
Lustenau - Sieben Millionen Euro Umfang – „Gelber-Sack-Sammlung“ wieder in Vorarlberger Hand.

Die „Gelber-Sack-Sammlung“, also die regelmäßige Abholung der Kunststoffverpackungsabfälle bei den heimischen Haushalten, ist wieder in Vorarlberger Hand. Der Lustenauer Entsorger Häusle konnte diesen Großauftrag in der Höhe von rund sieben Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre nach Vorarlberg zurückholen. Zuvor war zehn Jahre lang ein deutsches Unternehmen in diesem Bereich in Vorarlberg tätig.

Von diesem Auftrag der ARA, der Altstoff Recycling Austria AG, profitieren auch die Unternehmer in den Vorarlberger Talschaften, weil Häusle dabei mit regionalen Sammelpartnern zusammenarbeitet. Insgesamt sind es 10.000 Tonnen Kunststoffverpackungen, die pro Jahr bei den Vorarlberger Haushalten und beim Kleingewerbe gesammelt werden.

Häusle-Geschäftsführer

Mag. Martin Bösch erklärt dazu gegenüber den VN: „Es freut uns, dass wir diesen Auftrag zurückbekommen haben, denn diese Sammeltätigkeit gehört zu unserem Kerngeschäft. Damit werden längerfristig 15 Arbeitsplätze gesichert und die Wertschöpfung im Land erhalten. Die ARA hat sich für uns entschieden, weil sie neben einem guten Preis in uns auch einen zuverlässigen Partner sieht.“

Flächendeckende Sammlung

Gesammelt wird flächendeckend in ganz Vorarlberg, von allen Haushalten werden mindestens einmal im Monat die Kunststoffabfälle abgeholt. Täglich sind dafür fünf Lkw im Einsatz. „Für diesen Auftrag haben wir eigens Öko-Lkw angeschafft, die besonders leise sind und modernsten Abgasnormen entsprechen“, so Bösch.
Und weiter: „Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit Sammelpartnern in den verschiedenen Vorarlberger Regionen wie Ennemoser im Bregenzerwald und Burtscher im Raum Montafon, Walgau und Bludenz, und im Oberland gibt es eine Zusammenarbeit mit der Firma Branner. Damit partizipieren auch die kleineren Unternehmen im Land an diesem Großauftrag.“

Die Kunststoffverpackungen werden in der Sortieranlage in Lustenau sortiert und zur Wiederverwertung vorbereitet. Dabei steht die Sortenreinheit im Vordergrund.

Der Kreislauf schließt sich, weil auf diese Weise wertvolle Rohstoffe entstehen, die wieder von der Vorarlberger Verpackungsindustrie verarbeitet werden. Der Grund für den steigenden Kunststoffverbrauch in der Verpackungswirtschaft liegt in der zunehmenden Miniaturisierung und in den immer mehr werdenden Einzelverpackungen. „Daher sehen wir uns zunehmend auch als Rohstofflieferant für die heimische Wirtschaft, weil wir so viel wie möglich sortenrein zurückführen. Das ist gerade in Zeiten einer zunehmenden Rohstoffknappheit von immer größerer Bedeutung“, so Bösch abschließend.

Häusle-Gruppe

  • Mitarbeiter: 150 in Vorarlberg, 300 insgesamt
  • Umsatz: 100 Mill. Euro/Jahr
  • Standorte: Lustenau, Gersthofen bei Lindau, Rheineck, St. Gallen, Winterthur.
  • Die Kunststoffanlage in Lustenau kann bis zu 30.000 t Material jährlich verarbeiten.
  • 10.000 Tonnen Verpackungskunststoff werden in Vorarlberg allein jährlich durch den gelben Sack gesammelt. Rund 50 Prozent davon können als artenreine Kunststoffe zurückgeführt werden. 35 Prozent des Inputmaterials wird als Mischkunststoff verarbeitet (Rasengitter, Ziegelsteine).
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