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Microsoft stellt die neue Xbox vor

So sieht die neue Xbox aus.
So sieht die neue Xbox aus. ©microsoft
Viele Jahre hat sich bei den großen Spielekonsolen kaum noch etwas getan. Jetzt will auch Microsoft mit einer neuen Xbox an den Start gehen. Erste Details der neuen Generation sollen am Dienstag verraten werden.
Sony schickt Playstation 4 ins Rennen

Mit einer neuen Xbox forciert Microsoft den Wettbewerb bei Spielkonsolen. Rund acht Jahre nach dem Marktstart der Xbox 360 im Jahr 2005 soll die neue Spielkonsole noch vor dem Weihnachtsgeschäft in den Handel kommen. Der Hersteller wollte am Dienstagabend erste Details der neuen Xbox vorstellen. In den Startlöchern ist auch die Playstation 4 von Sony.
 
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Tablets und Smartphones machen Konkurrenz

Die Branche der Computerspiele befindet sich in einem massiven Strukturwandel. Neue Tablets und leistungsfähige Smartphones haben sich zunehmend als beliebte Spieleplattform etabliert. Inzwischen hat sich neben den grafisch und technisch aufwendigen Spielen für Konsole und PC ein Markt mit einer Vielzahl mobiler Gelegenheitsspiele etabliert.

Konkurrenz am Spielemarkt lässt Konsolen schwächeln

“Wir sehen eine dramatische Wende in der Art und Weise, wie Menschen mit Technologie interagieren, nicht nur auf Spiele bezogen”, sagte Andrew House Playstation-Manager bei Sony dem “Wall Street Journal”. “Der Konsument verändert uns.”

Auch Nintendo lag mit seinen Verkäufen der neuen Wii U, die das Unternehmen im November auf den Markt gebracht hatte, unter den Erwartungen. Mit einem weltweiten Umsatz von 27 Milliarden Dollar sei der Konsolen-Markt aber weiter sehr erfolgreich, schreibt der als Major Nelson bekannte Microsoft-Mitarbeiter Larry Hryb in einem neuen Blog zur Xbox. “Mehr Menschen als jemals zuvor spielen heute Videospiele.”

Auch Browserspiele naschen am Kuchen mit

Von den 65 Milliarden Dollar, die weltweit für Spiele ausgegeben werden, entfallen nach Angaben von Microsoft inzwischen aber auch 8 Milliarden Dollar auf die relativ neue Kategorie der Browserspiele, die am PC gespielt werden, ebenfalls 8 Milliarden entfallen auf Spiele für Handhelds und 10 Milliarden Dollar auf Spiele für Tablets.

“Das Ding braucht mehr Power”

Als sicher gilt, dass die nächste Generation der Xbox eine nochmals verbesserte Version der Bewegungssteuerung Kinect nutzen wird. Auch Speicher und Prozessorleistung dürften deutlich leistungsfähiger werden. Alternativ zur Installation von Spielen sollen Spieletitel ähnlich wie bei Sonys neuer Playstation auch per Streaming zur Verfügung stehen. Spannend könnte auch werden, ob Microsoft die Nutzung von zweiten Bildschirmen wie Smartphones und Tablets beim Spielen auf der neuen Xbox über die Software SmartGlass weiter ausbaut. MS-Insider Paul Thurrot will hingegen wissen, dass dieses Feature wieder auf Eis gelegt wurde.

Verwendung als Settop-Box?

Wie der Fachdienst “Ars Technica” berichtet, soll die Xbox auch über eine HDMI-Schnittstelle verfügen, über die sich eine Settop-Box für den Fernsehempfang anschließen lässt. Damit soll die Xbox enger an die Unterhaltung am Fernseher rücken. Ein Nutzer könne dann zum Beispiel während des Fernsehens einfach die Einladung zu einem Spiel annehmen, schreibt das “Wall Street Journal”. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, führt Microsoft derzeit auch Gespräche mit TV-Kabel-Betreibern wie Time Warner Cable, damit die Xbox künftig die Settop-Box fürs Fernsehen ersetzen könnte.

Wahrscheinlich keine Online-Pflicht

Dass die neue Xbox zwingend eine Internet-Verbindung erfordert, selbst wenn nur offline gespielt wird, ist hingegen unwahrscheinlich. Nach einem Bericht von Polygon dürfte Microsoft es den Spiele-Herstellern offen lassen, ob sie solch eine Pflicht einführen. Eine mögliche “Online-Pflicht” war bereits im Vorfeld von Nutzern massiv kritisiert worden. Es hieß, Microsoft könnte damit verhindern wollen, dass Nutzer gebrauchte oder selbst kopierte Spiele auf der Konsole installieren und abspielen.

Microsoft: “Richten uns nach den Usern”

Microsoft habe sich in dieser Frage eindeutig nach den Wünschen der Nutzer gerichtet, berichtet das Technologie-Blog “Ars Technica” unter Berufung auf eine interne E-Mail an alle Mitarbeiter. Wer etwa nur über eine Blu-ray-Disc ein Spiel spielen oder Fernsehen schauen wolle, solle dies mit der neuen Xbox auch unabhängig von einer Internet-Verbindung tun können.

Live-Abo macht die Konsole billiger

Betrachtet man vorangegangene Konsolenstarts, dürfte der Preis zum Launch zwischen 300 und 500 Dollar liegen. Dies wurde bisher auch so aus informierten Kreisen berichtet. Dabei würde die 300-Dollar-Variante durch eine monatliche Gebühr für ein Zweijahres-Abo von Xbox Live gestützt.

Abschließend seien noch die letzten Informationen bezüglich des Names erwähnt: Laut “glaubwürdigen Gerüchten” wird weder der Codename während der Entwicklung, “Durango”, noch “Xbox 720” auf der Verpackung stehen. Stattdessen soll ein schlichtes “Xbox” genügen. (dpa/red)

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