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Lehrer bewerten: "Lernsieg" kehrt am Montag zurück

die App "Lernsieg" ging zuletzt nur vier Tage nach ihrer Veröffentlichung offline.
die App "Lernsieg" ging zuletzt nur vier Tage nach ihrer Veröffentlichung offline. ©APA
Die Lehrerbewertungs-App "Lernsieg" dürfte wieder ihren Weg in die App-Stores finden. Die Präsentation der Neuerungen ist bei einer Pressekonferenz am Montag in Wien geplant.
Lernsieg nach Hassnachrichten offline
Lernsieg will keine Daten verkaufen

Die Lehrerbewertungs-App "Lernsieg", die nur vier Tage nach dem Start Mitte November wegen eines Shitstorms gegen ihren Erfinder Benjamin Hadrigan wieder offline genommen wurde, steht vor ihrem Comeback. Am Montag soll eine neue Version präsentiert werden. Gleichzeitig soll die Bewertungsplattform, bei der Lehrer und Schulen mit ein bis fünf Sternen bewertet werden können, wieder aufs Netz gehen.

Die Macher von "Lernsieg" hatten zuletzt angekündigt, das Projekt künftig breiter aufzustellen. Ein neues Schülergremium soll in alle kaufmännischen Entscheidungsprozesse eingebunden werden und etwa mitentscheiden, ob und welche Werbung in der App akzeptiert wird und ob neue zahlungspflichtige Tools eingeführt werden. Ein Verkauf der Daten von Schülern, die sich bei der App mit Telefonnummer registrieren müssen, sei auch in Zukunft ausgeschlossen.

Hassnachrichten gegen "Lernsieg"-Erfinder

Nach dem Start der App hatte nicht nur ihr 18-jähriger Erfinder Hadrigan mit Hassnachrichten gegen ihn zu kämpfen. Bildungsministerium und Lehrergewerkschaft hatten auch infrage gestellt, ob bei "Lernsieg" die Persönlichkeitsrechte der beurteilten Lehrer gewahrt und alle Datenschutz-Bestimmungen eingehalten werden. Ein von ihnen beauftragtes Gutachten ergab schließlich, dass Lehrerbewertungsplattformen im Internet grundsätzlich zulässig sind.

Autor Nikolaus Forgo, Professor für Technologie- und Immaterialgüterrecht der Uni Wien, äußerte allerdings "erhebliche Bedenken" bei der Verarbeitung von Schülerdaten. Die Datenschutzbehörde hat die Plattform ebenfalls unter die Lupe genommen, das Verfahren allerdings eingestellt. Die Verarbeitung der Lehrerdaten stehe im Einklang mit den Grundsätzen der Datenschutz-Grundverordnung, so ihr Befund. Noch keine Entscheidung gibt es über Musterklagen, die die Lehrergewerkschaft gegen die Betreiber der App angestrengt hat.

Datenbank mit rund 90.000 Lehrern

Für die App wurde eine Datenbank mit rund 90.000 Lehrern und den entsprechenden Schulen angelegt. Dort können Schüler ihre Pädagogen ab der AHS-Unterstufe bzw. Neuen Mittelschule (NMS) in Kategorien wie Unterricht, Fairness oder Pünktlichkeit bewerten und bei weniger als fünf Sternen in vorgegeben Unterkategorien konkretisieren, welche Mängel es gibt. Für jede Schule gibt es dann ein Ranking der "besten" Lehrer und neben dem jeweiligen Schulprofil auch ein Ranking der zehn besten Schulen in Kategorien wie Lehrangebot oder Neue Medien. Eine Kommentarfunktion hat die Anwendung nicht, um Diffamierung auszuschließen.

(APA/Red)

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