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Lawinenunglück des Prinzen Friso in Lech jährt sich zum ersten Mal

Prinz Friso wurde am 17. Februar 2012 in Lech von Lawine verschüttet und liegt seither im Koma
Prinz Friso wurde am 17. Februar 2012 in Lech von Lawine verschüttet und liegt seither im Koma ©VOL.AT-Leserreporter; EPA
Lech, Den Haag - Am heutigen Sonntag jährt sich das tragische Lawinenunglück um den niederländischen Prinzen Friso zum ersten Mal. Friso geriet am 17. Februar 2012 im freien Skigelände von Lech am Arlberg bei großer Lawinengefahr unter ein Schneebrett.
Lawinenunglück: eine Chronologie
Friso bei "minimalem Bewusstsein"
Lech freut sich auf Königsfamilie

Seine Rettung aus den Schneemassen dauerte 20 Minuten, anschließend musste er 50 Minuten lang reanimiert werden. Der Prinz liegt heute mit schwersten Gehirnschäden in einer Londoner Spezialklinik, ohne das Bewusstsein je wiedererlangt zu haben.

Gedenkmesse ohne Königsfamilie

Die niederländische Königsfamilie, seit 1959 in Lech zu Gast, verbringt ihren alljährlichen Winterurlaub trotz des Unglücks weiter im Nobelskiort am Arlberg. In der regulären Sonntagsmesse in Lech am späten Nachmittag wird auch für Friso gebetet, die Königsfamilie wird daran aber wahrscheinlich nicht teilnehmen. Am Montag steht für die Familie ein offizieller Fototermin an.

20 Minuten unter Schneemassen begraben

Die Oranjes verbrachten im Februar 2012 wie seit Jahrzehnten ihren alljährlichen Winterurlaub in dem Vorarlberger Nobelskiort am Arlberg. Gemeinsam mit seinem Begleiter, einem befreundeten Lecher Hotelier, fuhr Prinz Friso gegen 12.15 Uhr bei Lawinenwarnstufe 4 in einen Hang im freien Skiraum ein. Dabei löste sich ein Schneebrett, das den Prinzen verschüttete. Nach rund 20 Minuten wurde er aus den Schneemassen gerettet, reanimiert und in kritischem Zustand in die Universitätsklinik Innsbruck geflogen. Tage zwischen Hoffen und Bangen begannen.

50 Minuten andauernden Herzstillstand erlitten

Die Königsfamilie, allen voran Königin Beatrix und Prinz Frisos Frau Mabel, besuchte den in Lebensgefahr schwebenden Prinzen täglich auf der Intensivstation. Am 24. Februar gab das behandelnde Ärzteteam bei einer Pressekonferenz schließlich die schlechten Nachrichten bekannt: Der Prinz habe bei dem Unglück einen 50 Minuten andauernden Herzstillstand erlitten. Es könne nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob der Patient jemals wieder das Bewusstsein erlangen werde, so die Ärzte. Eine neurologische Behandlung werde Monate, wenn nicht Jahre dauern. Am 1. März 2012 wurde Prinz Friso mit einem Ambulanzflugzeug ins Wellington Hospital nach London verlegt.

“Ich hoffe, dass wir in Zukunft mit einem positiven Bericht kommen können”, so Kronprinz Willem-Alexander noch im Juli über den Zustand seines Bruders. In Prinz Frisos Fall erfüllten sich die Hoffnungen bisher kaum. Im November 2012, also neun Monate nach dem Unglück, wurde bekannt, dass Prinz Friso erstmals Anzeichen von Bewusstsein gezeigt habe. Dabei handle es sich um das sogenannte Minimalbewusstsein, die weitere Entwicklung sei ungewiss, so die Ärzte.

Ermittlungen gegen Skibegleiter

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hatte nach dem Unfall Ermittlungen gegen den Skibegleiter des Prinzen wegen fahrlässiger Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen aufgenommen. Mitte Oktober 2012 wurde das Verfahren jedoch eingestellt. Beiden Skifahrern hätte das Risiko bewusst sein müssen, so die Begründung. In Lech, wo man mit tiefer Bestürzung auf den Unfall reagiert hatte, zeigte man sich erleichtert. Der Unfall tat der Liebe der Oranjes zu dem Vorarlberger Skiort übrigens keinen Abbruch: Kronprinz Willem-Alexander war im August auf Kurzurlaub in Lech, zudem werden die Oranjes auch 2013 ihre Winterferien dort verbringen.

Prinz Friso ist der zweite Sohn von Königin Beatrix. Nach seiner von Regierung und Parlament nicht gebilligten Hochzeit schied er aus der Thronfolge aus. Mit seiner Frau Mabel hat er zwei Kinder, die beiden Gräfinnen Zaria und Luana wurden 2005 und 2006 geboren. Vor seinem Unfall arbeitete er bei der US-Investmentbank Goldman Sachs und bei einem britischen Lieferanten für atomare Brennstoffe. (APA)

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