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Vorarlberg: Landeskrankenhäuser zum Thema "Wartezeiten"

Landeskrankenhäuser informieren zum Thema Wartezeiten
Landeskrankenhäuser informieren zum Thema Wartezeiten ©KHBG
Die Vorarlberger Landesregierung und die Landeskrankenhäuser wehren sich mit einem Maßnahmenkatalog gegen den Vorwurf zu langer OP-Wartezeiten.
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Vor allem bei Grauer Star-Operationen, Wirbelsäulen-Eingriffen und bei Gelenkimplantaten seien die Wartezeiten "außerhalb des akzeptierbaren Bereichs", räumten die Verantwortlichen am Donnerstag ein. Vor allem SPÖ und FPÖ hatten Maßnahmen gefordert.

Die mittleren Wartezeiten bei Wirbelsäuleneingriffen im LKH Feldkirch betragen nach Angaben der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) 18 Wochen, jene bei Endoprothesen (Gelenkersatz) bei 25 Wochen, bei Katarakt-Operationen (Grauer Star) müsse man bis zu 47 Wochen warten. "Wir wollen die Wartezeiten in diesen Bereichen weder schön- noch schlechtreden, sondern sachlich informieren, um Verständnis in der Öffentlichkeit zu schaffen", so KHBG-Direktor Gerald Fleisch. Das Wartezeiten-Thema beschränke sich auf wenige Fachbereiche und spezielle Eingriffe im Schwerpunktkrankenhaus Feldkirch, in 24 der 27 Fachbereiche seien die Wartezeiten auf planbare Operationen dagegen für die Patienten vertretbar. Notfälle würden grundsätzlich sofort behandelt, betonte Fleisch.

Mehr Patienten und Fachkräftemangel

Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) hatte das Thema nach monatelangen Angriffen der Opposition zur "Chefsache" erklärt. Sie wolle sich "aktiv darum kümmern", die Situation für die betroffenen Patienten wesentlich zu verbessern, so Rüscher am Donnerstag. Gründe für Wartezeiten sind laut KHBG ein erhöhtes Patientenaufkommen aufgrund der Demografie, etwa bei Katarakten, der Fachkräftemangel und eine OP-Planung, die auch Notfallkapazitäten berücksichtigen muss.

Laut KHBG-Qualitätsmanager Wolfgang Bohner sind Schmerzen bei chronischen Erkrankungen kein zwingender Indikator für eine Operation, da es hier zunächst andere Behandlungsmöglichkeiten auszuschöpfen gelte. Man nehme aber Beschwerden von Patienten mit chronischen Schmerzen "sehr ernst", versicherte Bohner. Weil eine sich verschlechternde Sehleistung eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität bedeute, sei man besonders bei Katarakt-Operationen mit Hochdruck um Verbesserung bemüht, erklärte Fleisch.

Acht-Punkte-Plan soll es richten

Richten soll es nun ein Acht-Punkte-Plan, der laut den Verantwortlichen bereits teilweise in Umsetzung begriffen ist. So sollen ab Februar Katarakt-Operationen auch in grenznahen Augenkliniken, ab März vorübergehend am LKH Feldkirch auch an Samstagen durchgeführt werden. Damit schaffe man auch Kapazitäten für die Voruntersuchungen, bisher Nadelöhr in der Versorgung, so Fleisch. Der Neubau einer Makula-Ambulanz im LKH Feldkirch bis Herbst um 1,4 Mio. Euro soll 5.000 Behandlungen pro Jahr ermöglichen. Zudem werde man mehr Augenärzte zu Katarakt-Operateuren weiterbilden. Die Zusammenlegung von Orthopädie und Unfallchirurgie mit Ende 2019 bringe Synergien in der Organisation von geplanten Gelenksersatz-Operationen. Weiters soll mehr medizinisches und pflegerisches Fachpersonal rekrutiert werden.

Insgesamt wurden 2019 an den Vorarlberger Landeskrankenhäusern Feldkirch, Bregenz, Hohenems, Rankweil und Bludenz in 46 medizinischen Fachbereichen 87.800 Patienten in 1.543 Betten stationär behandelt, die Ambulanzen zählten 440.000 Patienten. 37.900 Operationen wurden durchgeführt, davon mit 23.700 der Großteil in Feldkirch. Von den 4.990 Mitarbeitern zählen 2.240 zum Pflegepersonal, 820 sind Ärzte, 1.930 sind in der Verwaltung und im medizinisch-technischen Dienst tätig.

8-Punkte-Maßnahmenplan zur Reduktion von Wartezeiten

  • Seit Mitte 2019: erfolgreiche Rekrutierung von 27 Fachkräften in der OP-Pflege. Derzeit Einarbeitung der neu rekrutierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und im Laufe 2020 Vollbetrieb im OP-Zentrum
  • Ende 2019: Zusammenlegung der Unfallchirurgie und Orthopädie unter einer Leitung. Vorteile: Synergieeffekte in OP-Planung und Personaleinsatz
  • Ende 2019: Nachbesetzung vier offener Stellen im fachärztlichen Bereich mit hochkarätigen Spezialisten mit großer OP-Erfahrung im Bereich Orthopädie
  • Ende 2019: Bewilligung einer weiteren ärztlichen Stelle in der Neurochirurgie; Bewerbungen laufen derzeit
  • Ab März 2020: vorübergehender Betrieb des Augen-OP an Samstagen auf Überstundenbasis
  • Ab Februar 2020: Verlagerung eines Kontingents an Kataraktoperationen ins grenznahe Ausland: aktive Kontaktaufnahme mit den dafür in Frage kommenden Patienten
  • Bis Herbst 2020: Neubau einer Makula-Ambulanz im LKH Feldkirch mit 5.000 Patientenbehandlungen pro Jahr
  • Herbst 2020: mit Inbetriebnahme der Makula-Ambulanz Aufstockung der personellen Kapazität in der Augenabteilung (Ambulanz und OP)

(Red)

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