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Quarantäne über Nenzing und Arlberg wird aufgehoben

Landeshauptmann Markus Wallner als Krisenmanager
Landeshauptmann Markus Wallner als Krisenmanager ©APA/HERBERT NEUBAUER
Die Quarantänegebiete in Nenzing und am Arlberg werden in der Nacht auf Samstag um 0 Uhr aufgehoben. In Lech gilt allerdings noch eine Sonderregelung für Saisonarbeiter und Hotelgäste.
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Gesamte Vorarlberger Arlbergregion isoliert

Die Quarantäne für die Vorarlberger Arlbergregion und Ortsteile von Nenzing ist am Freitag aufgehoben worden. Ab Samstag, 0.00 Uhr, dürfen alle Einheimischen ihre Orte wieder verlassen, informierte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Freitag in einer Video-Pressekonferenz. Für die rund 1.000 Saisonarbeiter, die noch in Lech sind, gilt ein strenges Abreisemanagement.

Neben der Arlbergregion mit den Orten Lech, Stuben (als Ortsteil von Klösterle), Schröcken und Warth (seit 17. März) standen seit 22. März auch zwei Ortsteile der Gemeinde Nenzing (seit 22. März) unter Quarantäne. Insgesamt waren 7.443 Personen betroffen. Grundlage für die nunmehrige Aufhebung der Isolation war die Testung von 288 Personen in den Quarantänegebieten, die Anfang dieser Woche vorgenommen wurde. Zur Testung aufgerufen waren Personen, die Symptome zeigten. Nach Angaben von Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher brachten neun von 82 in Lech und Zürs genommenen Proben ein positives Ergebnis sowie acht von 125 Tests in Nenzing. In allen anderen Orten traten keine Coronavirus-Infektionen auf.

Sondersendung nach der Landes-PK

17 von 288 Getesteten positiv

Da der Prozentsatz der positiven Tests (17 von 288, 5,9 Prozent) deutlich unter dem Landesschnitt der vergangenen drei Wochen lag (727 von 4.673 Tests, 15,5 Prozent), konnte es für Wallner "nur eine klare Schlussfolgerung geben: Die Quarantäne wird aufgehoben." Das Ende der Isolation bedeutet, dass Einheimische ab Samstag ihre Orte wieder frei verlassen und betreten dürfen, das gilt aber nicht für die noch rund 1.000 verbliebenen Saisonarbeiter in Lech.

Sonderregelung für Saisonarbeiter

Diese dürfen einer neuen Verordnung zufolge nur nach einem bestandenen Gesundheitstest aus Lech und ihre Heimat reisen. "Es gilt ein sehr striktes Ausreisemanagement, um einerseits chaotische Zustände zu verhindern und aus Verantwortung den Heimatregionen der Saisonarbeiter gegenüber", sagte Sicherheitslandesrat Christian Gantner (ÖVP). Es sei nicht auszuschließen, dass manche der abreisewilligen Saisonarbeiter infiziert seien, an der Testung aber nicht teilgenommen haben.

Konkret heißt das, dass in Zürs ein Checkpoint eingerichtet wird. Wer seinen Hauptwohnsitz nicht in Lech hat und ausreisen möchte, muss zunächst ein Formular der Gemeinde ausfüllen, das in weiterer Folge an das Zielland übermittelt wird. Zudem muss ein Gesundheitscheck mit Fiebermessung bestanden werden. Möglich wird die Ausreise für Saisonarbeiter ab Montag, 7.00 Uhr.

Dank an die Bevölkerung

Sowohl Wallner als auch Grabher zollten den Bürgern in den Quarantänegebieten großes Lob und Dank. "Ich werte diese Zahlen als Signal dafür, dass die Bevölkerung die Maßnahmen ernst genommen hat. Die Leute haben verstanden, dass die Situation ernst ist und haben sich entsprechend diszipliniert verhalten", so Wallner. Grabher stellte fest: "Es gab offenbar keine häufigen Zweitinfektionen. Die Personen, die jetzt positiv getestet wurden, haben sich während der Quarantänezeit angesteckt."

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(Red.)

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