Krise beim FC Bayern: Trainer Kovac rechnet mit Kritikern ab

Pressekonferenz des FC Bayern.
Pressekonferenz des FC Bayern. ©YouTube
Am Freitagvormittag fand eine Pressekonferenz der FC Bayern-Bosse statt. Zuerst hatte Trainer Niko Kovac das Wort, bevor dann Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic am Mikro waren.
Bayern-Krise verschärft
Bayern kassierten 0:3 gegen Gladbach

Schlechte Stimmung beim FC Bayern München. Vier Spiele ohne Sieg stürzen den FC Bayern in eine Krise. Die Bayern-Bosse versuchten am Freitag Erklärungen für die Niederlagen-Serie zu finden.

Trainer Niko Kovac sieht die Behebung der aktuellen sportlichen Krise des FC Bayern München nicht in tiefgreifenden Eingriffen in Spielsystem und Personal. «Man darf nicht alles auf den Kopf stellen, weil das purer Aktionismus ist», sagte der 47-Jährige am Freitag in München. «Es ist nicht alles so schwarz, wie es gemalt ist», erklärte der Kroate nach vier sieglosen Pflichtspielen am Stück und dem Sturz auf Platz sechs der Fußball-Bundesliga.

“Quäntchen fehlt”

«Das Quäntchen fehlt», glaubt Kovac, der mit seiner Mannschaft am Samstag (15.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg «den Bock umstoßen» will. Zwei konkrete Mängel benannte Kovac, die in den anstehenden vier Auswärtspartien in Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal unbedingt behoben werden müssten: «Wir müssen unsere Fehler hinten minimieren. Und vorne vor dem Tor müssen wir die Chancen nützen.»

Gegen Wolfsburg seien bis auf die langzeitverletzten Franzosen Kingsley Coman und Corentin Tolisso alle Spieler einsatzbereit. Er hoffe, «den Schlüssel» für die Aufstellung zu finden, die zu drei Punkten in Wolfsburg führe, sagte Kovac. Die Arbeitsatmosphäre mit der Mannschaft sei positiv, die negativen Ergebnisse vor der Länderspielpause müssten ausgeblendet werden: «Wir können nicht negativ sein. Das Jetzt und das Morgen können wir beeinflussen.»

Danach sind die FC Bayern-Bosse am Wort. Rummenigge zu der Niederlage der Nationalelf gegen Holland: “Wir sind übereingekommen, dass wir das in diesem Stil nicht mehr akzeptieren werden. Das war eine Abrechnung mit einzelnen Spielen – natürlich in erster Linie des FC Bayern.”

“Unverschämtheit und Respektlosigkeit”

Weiter verteidigt Rummenigge Star-Torhüter Manuel Neuer und rechnet mit den Medien ab: “Bei dem, was ich über Neuer lesen musste, fehlen mir die Worte. Er is vierfacher Welttorhüter. Das was er als Spiel neu kreiert hat, darüber kann und darf es keine zwei  Meinungen geben.”

Auch zur Berichterstattung über Ribery und Robben spricht der Vorstandsvorsitzende. Der Umgang mit ihnen sei “an Unverschämtheit und Respektlosigkeit nicht zu überbieten.”

“Suchen Schuld nicht bei Medien”

Die Kritik sei keine Ausrede für die Krise: “Wir suchen die Schuld nicht bei den Medien. Wer nicht gut spielt, hat kein Lob verdient. Aber wir wollen eine Berichterstattung faktischer Natur haben.”

Bayern-Präsident Uli Hoeneß unterstützt Rummenigge: “Was Karl-Heinz sagt, kann ich zu hundert Prozent unterstreichen. Dieser Verein wird sich in der Öffentlichkeit jetzt wieder zu einer Einheit formieren, wie sie es lange nicht erlebt haben.”

(APA/Red.)

 

 

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