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"Kraftlackel" Söder - Rauch ortet Revanche an Kurz

Landesrat Johannes Rauch im Studio von "Vorarlberg Live".
Landesrat Johannes Rauch im Studio von "Vorarlberg Live". ©Screenshot Video
Wenn der bayerische Ministerpräsident Söder Skifahren verbieten will, dann ortet Landesrat Johannes Rauch eine politische "Retourkutsche" dafür, dass Kanzler Kurz im Frühjahr "das Maul ziemlich voll" genommen habe.
"Weihnachten mit der Familie möglich"

Kanzler Kurz habe im Frühjahr "getönt" wie gut Österreich die Corona-Pandemie im Griff habe, andere Länder als "böse" kritisiert und Reisebeschränkungen verhängt. Das habe zu entsprechenden Gegenreaktionen geführt, so Rauch im "Vorarlberg Live"-Studio.

Rauch nennt Söder "Kraftlackel"

In diesem grenzüberschreitenden politischen Spiel sei es schon immer so "wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" kommentiert Rauch nicht nur die Wortmeldungen des bayerischen Ministerpräsidenten Söder, sondern übt auch Kritik an Bundeskanzler Kurz.

Kann nicht auf Dauer zusperren

Rauch sprach sich im Gespräch mit VOL.AT-Chefredakteur Marc Springer ganz klar für die beschlossene Öffnung der Skigebiete am 24. Dezember aus. Man könne nicht auf Dauer alles zusperren. Bei der Bekämpfung einer solchen Pandemie, wie wir sie heuer erleben, müsse bei allen Entscheidungen der Politik immer drei Aspekte gegeneinander abgewogen werden, so Rauch: der wirtschaftliche, der gesundheitliche, und der soziale Aspekt. Unter dem sozialen Gesichtspunkt habe er sich auch direkt bei Gesundheitsminister Anschober für eine Ausnahmeregelung von Ein- und Wiedereinreise in Vorarlberg stark gemacht. Speziell damit Familien gemeinsam Weihnachten feiern könne.

Braucht es mehr Verordnungen?

Mehr Verordnungen seien nicht die Lösung für die Probleme in der Corona-Pandemie. Johannes Rauch setzt klar auf die Eigenverantwortung und Disziplin jedes Bürgers. Aber man müsse es den Leuten in aller Deutlichkeit sagen, wie wichtig es ist, sich an die Maßnahmen zu halten. Es gehe nicht darum Panik oder Angst zu schüren, aber Vorarlberg habe diesmal Glück gehabt. Hätte man den Lockdown, der richtig und wichtig gewesen sei, eine Woche später verhängt, hätte man auf den Intensivstationen Probleme bekommen, ist sich Rauch sicher.

Abgesehen davon könne man "so viele Paragrafen gar nicht machen", dass alles auf Punkt und Beistrich geregelt sei. Ohne die Eigenverantwortung der Leute werde es nicht gehen, meint der Landesrat.

"Kein Recht auf eigene Fakten"

Im ausführlichen Interview kamen außerdem Querdenker, Impfungen und die S18 zur Sprache. Wie Johannes Rauch zu diesen Themen steht, gibt es hier nachzusehen:

Das ganze Gespräch mit Landesrat Johannes Rauch bei "Vorarlberg Live" gibt es ganz oben im Artikel zum Nachsehen.

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(VOL.AT)

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