AA

Kanzler in der Kritik: Kontroverse um Armut und Arbeitslosigkeit

Kanzler-Sager sorgt für Empörung.
Kanzler-Sager sorgt für Empörung. ©APA; Canva
Bundeskanzler Karl Nehammer gerät nach einem Interview mit Armin Wolf in der ZiB 2 in die Schlagzeilen. Seine Äußerungen zu Armut und Arbeitslosigkeit sorgen für heftige Kritik und eine hitzige Debatte über soziale Gerechtigkeit und angemessene Gehälter.
Nehammer weicht FPÖ-Koalitionsfrage aus

Im Interview äußerte sich Kanzler Nehammer zur aktuellen Teuerung und Armut in Österreich. Er räumte ein, dass es unerträglich sei, wenn Kinder keine warme Mahlzeit bekämen. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass Arbeitslose derzeit gute Chancen hätten, Arbeit zu finden und Leistung sowie Arbeit Armut verhindern könnten. "Man muss auch dazu sagen, Arbeit ist der beste Schutz vor Armut", betonte Nehammer. ZiB 2-Moderator Armin Wolf warf ihm daraufhin Zynismus vor.

Kritik und Reaktionen auf Twitter

Die Reaktionen auf Nehammers Äußerungen ließen nicht lange auf sich warten. Auf Twitter musste sich der Kanzler nicht nur Vorwürfe zu seinem Gehalt gefallen lassen, sondern wurde auch für seine Haltung zur Armut kritisiert. Kolumnistin Elfriede Hammerl warf ihm vor, dass viele Menschen trotz Arbeit nicht mehr von ihrem Einkommen leben können. Das Momentum-Institut wies darauf hin, dass 50 Prozent der Armen zwar Jobs hätten, die Gehälter jedoch nicht ausreichten.

Politische Reaktionen und geplante Maßnahmen

Angesichts der aufgeheizten Stimmung in der Bevölkerung bringt die ÖVP ein Gesetz in den Nationalrat ein, das Stromkonzerne dazu verpflichten soll, ihre Tarife rasch zu senken oder andernfalls Gewinnabschöpfungen zu riskieren. Die Maßnahme soll ab dem 1. Juli in Kraft treten. VP-Klubchef August Wöginger betonte, dass die Kunden nicht die Leidtragenden sein dürfen und forderte: "Preise runter, oder Abschöpfung."

Das Interview mit Armin Wolf:

(VOL.AT)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Österreich
  • Kanzler in der Kritik: Kontroverse um Armut und Arbeitslosigkeit