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KaDeWe in Lech? Handelsbetriebe wehren sich

Bürgermeister Muxel (links) und Investor René Benko.
Bürgermeister Muxel (links) und Investor René Benko. ©Lerch/Muxel/APA
Die Gemeinde Lech soll ein Einkaufszentrum mitten im Ort planen - die Handelsbetriebe gehen auf die Barrikaden.
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Offener Brief des Handels

In Lech gibt es derzeit 16 Handelsbetriebe - viele davon sind seit Jahrzehnten familiengeführte Unternehmen. Nun soll aber die internationale KaDeWe-Group auf einer Fläche von 2.510 Quadratmetern nach Lech kommen - den Handelsbetrieben stößt das sauer auf.

Konzept für 2.510 Quadratmeter

In einem offenen Brief an die Gemeinde und den Bürgermeister Ludwig Muxel machen die Handelsbetriebe ihrem Ärger Luft. Besonders die Vorgehensweise bei der Vergabe der Handelsfläche sorgt für Verwunderung. Die Betriebe erklären in ihrem Brief, dass es am 26. März 2020 eine Ausschreibung für eine Handelsfläche mit rund 510 Quadratmetern im Erdgeschoss des geplanten Dorfzentrums gab.

Als zusätzliche Option konnte auch ein Nutzungs-Konzept für weitere 2.000 Quadratmeter im Untergeschoss des Gebäudes eingereicht werden. Die Frist für die Ausschreibung wurde mit 30. April datiert. Aufgrund der Coronakrise gab es aber eine Verlängerung bis 30. Mai 2020.

Die Betriebe kritisieren die kurze Frist, vor allem in einer derart "krisenreichen Zeit". Umso überraschter sei man gewesen, dass die KaDeWe-Group ein so kurzer Zeit ein ausgefertigtes Konzept für ein Einkaufszentrum mit 2.510 Quadratmetern vorlegte. Die Gemeinde habe gegenüber den Handelsbetrieben angegeben, dass das Konzept von der Gemeindevertretung befürwortet wird und die Detailverhandlungen rasch durchgeführt werden sollen. Bürgermeister Muxel wolle den Vertragsabschluss noch vor der Gemeinderatswahl am 13. September 2020 vollziehen.

"Existenzbedrohender Wettstreit"

Laut den Handelsbetrieben sei im räumlichen Entwicklungskonzept die wesentlichen Grundsätze und Erfolgsfaktoren von Lech angeführt. Dort seien unter anderem folgenden Punkte angeführt:

  • Lech soll Dorf bleiben: Ursprünglichkeit und Authentizität; Erhaltung des gewachsenen dörflichen Charakters
  • Lech ist zukunftsfähiger Lebensraum
  • Lech setzt auf Wachstum von innen: Im Mittelpunkt steht ein nachhaltiges und ortsverträgliches Wachstum. Wachstum bedeutet nicht nur Quantität. Qualität hat Vorrang.
  • Lech ist Gastgeber: Das Fundament bilden Familienbetriebe, Bergbahnen, Skigebiete und die starke traditionelle Verwurzelung einer Gastgeberkultur. Die Gemeinde Lech sieht es als Verpflichtung an, den langfristigen Erhalt der Familien- und Gastgeberkulutr zu unterstützen.

Für die Handelsbetriebe ist die Ansiedelung der international agierenden KaDeWe-Group - 50,1 Prozent gehören der thailändischen Central Group, 49,9 Prozent der Signa Holding von Rene Benko - nicht mit diesen Grundsätzen vereinbar. Ein Dialog mit den ortsansässigen Unternehmen habe es im Vorhinein nicht gegeben. So sei man einem "existenzbedrohenden Wettstreit machtlos ausgeliefert".

Keine Antwort der Gemeinde

Sorge lösen dabei auch die Entwicklungszahlen der vergangenen Jahren aus. Seit 2011 gab es in Lech einen Rückgang von drei Prozent bei den Nächtigungen - die Corona-Auswirkungen sind dabei noch nicht eingerechnet. Dadurch sei es auch zu einem Rückgang der Kaufkraft gekommen, gleichzeitig gebe es aber immer wieder neue Handelsflächen. Eine Ansiedelung des KaDeWe-Einkaufszentrums würde die Handelsfläche in Lech mit rund 80 Prozent fast verdoppeln. Die Betriebe hätten mehrfach angefragt, woran es den Gästen in Lech fehle und seien bereit eine qualitative Handelsflächenerweiterung mit der Gemeinde umzusetzen - eine Antwort sei bislang ausgeblieben.

(VOL.AT)

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