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Jungdealer wollte kein Geld verdienen

Das Cannabis bezog der 13-Jährige von vielen Dealern.
Das Cannabis bezog der 13-Jährige von vielen Dealern. ©APA
Hard - Motiv des 13-Jährigen ist fraglich. Seine Mutter half bei der Aufklärung mit.

Einen ungewöhnlichen Ermittlungserfolg konnten Beamte der Polizeiinspektion Hard feiern. Ein 13-jähriger Drogendealer wurde ermittelt. „Erhebungen im Suchtmittelmilieu ­haben uns auf die Spur des Jungen gebracht“, erklärt Manuel Winkel, Polizist in Hard. Anfänglich sei der Harder nicht geständig gewesen. Doch nach mehrmaligen Befragungen konnte er seiner kriminellen Machenschaften überführt werden. „Es ist leider nicht außergewöhnlich, dass in diesem Alter bereits erste Kontakte zu Drogen gemacht werden. Dass mit 13 Jahren allerdings schon verkauft wird, ist sehr wohl außergewöhnlich“, zeigt sich der 29-jährige Beamte erstaunt. Das Motiv des Jungkriminellen ist fraglich. Reich sei er damit nicht geworden. Er hätte die Drogen eins zu eins weiterverkauft. Daher schließen die Ermittler Geldgier oder Gewinnsucht gänzlich aus. „Vielleicht war es der Reiz des Unerlaubten. Der Junge hat ganz gezielt schlechten Umgang gesucht und gefunden.“ Über verschiedenste Dealer wurde er mit Cannabis versorgt. An viele unterschiedliche Abnehmer hat er den „Stoff“ dann weiterverkauft – und seinen Eigenbedarf gedeckt.  

Mutter hilft bei Aufklärung

Auf die Aufklärung der Dealereien hatte seine Mutter erheblichen Einfluss. „Sie hat sich im Freundeskreis umgehört und uns die Arbeit erheblich erleichtert“, hebt Winkel die vorbildliche Einstellung der Mutter hervor. Sowieso sollten alle Eltern aufmerksam werden, wenn ihre Kinder plötzlich Besuch von vielen fremden „Freunden“ bekommen würden.

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