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Jetzt werden die Zeugen befragt

Gericht rollt heute die Fälle Isele und Rusch auf, morgen „Aufdeckerin“ Amann und Ex-Gerichtspräsident Dür im Zeugenstand.
Tag 13: Ratz vor Gericht
Tag 13: Jürgen H. vor Gericht
Tag 13: Kurt T. und Peter H. vor Gericht
Tag 12: Rückblick und Ausblick
Tag 12: Zäher als erwartet
Kontrastprogramm in Salzburg
Bischof Kräutler als Scheinerbe
Alle Infos zum Fälscher-Prozess

Eine kurze Verhandlungswoche steht im großen Testamentsprozess am Landesgericht Salzburg bevor. Heute geht es mit den Einvernahmen der Angeklagten weiter, morgen werden dann die ersten Zeugen befragt. Auch die suspendierte Vizepräsidentin des Landesgerichts Feldkirch, Kornelia Ratz, muss nach einwöchiger Prozesspause wieder im Schwurgerichtsaal Platz nehmen. Ganz oben auf der „Abarbeitungsliste“ des vorsitzenden Richters Andreas Posch steht heute der Erbschaftsfall Anna Isele. Die 2002 verstorbene Lustenauerin hatte ein Vermögen von über 1,5 Millionen Euro hinterlassen. Drei Monate nach ihrem Tod tauchte plötzlich ein gefälschtes Testament auf. Als Alleinerbin setzten die Fälscher die demente Edeltraud A. ein – eine Frau, die keiner der 18 gesetzlichen Erben kannte. Auf Rat von Kornelia Ratz verzichtete die geprellte Verwandtschaft von Anna Isele – darunter auch die Mutter und die Tante der Richterin – auf eine Erbrechtsklage. Und das, obwohl es massive Zweifel an der Echtheit des Testaments gab.

Juristischer Schachzug

Stattdessen konnte man im Einvernehmen mit dem Sachwalter der Frau A. und dessen Anwalt sowie dem Pflegschaftsgericht eine „Schenkung auf den Todesfall“ erreichen. Das bedeutet: Sobald Frau A. stirbt, geht der Nachlass an die Gesetzeserben. Das „Filetstück“ des Liegenschaftsvermögens, ein 1800 Quadratmeter großer Baugrund direkt neben dem Lustenauer Feuerwehrhaus, wurde noch vor Rechtskrafterlangung dieses Vertrages zu einem „Spottpreis“ an die Gemeinde verkauft. Richterin Ratz ist im Fall Isele nicht angeklagt, muss aber für die Beantwortung etwaiger Fragen zur Verfügung stehen.
Beim zweiten großen Fall, der heute beleuchtet werden soll, geht es um das Millionenerbe des Dornbirners Ernst Rusch. Der Großteil seines Vermögens wurde laut Anklage über zwei Scheinerben dem Fälscher-Strohmann Peter H. zugeschanzt. Am Mittwoch, dem 14. Prozesstag, marschieren dann die ersten von insgesamt 25 Zeugen auf. Die junge Bezirksrichterin Isabelle Amann, die als Aufdeckerin der Testamentsaffäre gilt, wird ebenso aussagen wie der ehemalige Landesgerichtspräsident Alfons Dür. Letzterer wurde im Fall Mutschler von seiner Kollegin Kornelia Ratz kontaktiert und um Rat gefragt. Die weiteren Zeugen – darunter ehemalige Bedienstete des Bezirksgerichts Dornbirn sowie Ermittler Gerhard Mair – werden ab kommendem Montag gehört.

Weitere Prozesstage

Nach dem ursprünglichen Prozessfahrplan war der 6. Juni als letzter Verhandlungstag vor der Urteilsverkündung anberaumt. Da die bisherigen Einvernahmen länger gedauert haben als vorgesehen, wird nun voraussichtlich von 25. bis 27. Juni weiterverhandelt. Die Urteile für die sechs Angeklagten Jürgen H., Clemens M., Kurt T. , Walter M., Peter H. und Kornelia Ratz könnten dann frühestens vier Wochen später ergehen.

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(VPI)

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