"Inakzeptabel" - Egger ist sauer auf Rüdisser

Egger unzufrieden mit Anfrage-Beantwortung.
Egger unzufrieden mit Anfrage-Beantwortung. ©VOL.AT/Steurer
Lech - Die Causa um die Lecher Ferienwohnungen - VOL.AT berichtete - sorgt nach wie vor für Zündstoff. Den Zorn der in der Agenda besonders beharrlichen FPÖ bekommt nun Landestatthalter Karlheinz Rüdisser zu spüren. Dieser hat eine Anfrage aus Sicht der Landesfreiheitlichen ungenügend beantwortet.
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Ferienwohnungen als Politikum: Das Interesse an Immobilien in Lech oder Zürs durch gut betuchte Zeitgenossen ist ungebrochen groß. Das Erwerben oder Mieten von Wohnungen und Häusern für die Nutzung als Zweitwohnsitz bleibt eine gefragte Sache. Dem wollte die Gemeinde einen Riegel vorschieben – und Ferienwohnungswidmungen massiv reduzieren und sogar aussetzen: So seien in den letzten 10 Jahren keine Ferienwohnungswidmungen mehr erteilt worden.

FP wittert “Promi-Bonus”

Doch genau hier ortet die FPÖ Ungereimtheiten: Es seien sehr wohl Bewilligungen erteilt worden. Nicht nur das, es gebe sogar Hinweise auf einen “Promi-Bonus”. Die Freiheitlichen stellten eine Anfrage – und genau die – beziehungsweise deren Beantwortung – sorgt nun für neuen Wirbel.

Konkret wäre diese nur “äußerst oberflächlich” beantwortet worden – wenn überhaupt auf die gestellten Fragen eingegangen worden sei, so der Vorwurf von FP-Chef Dieter Egger an Landestatthalter Rüdisser. Von “inakzeptablem” Verhalten ist die Rede, ebenso von “Geringschätzung”. Egger hatte ja um genaue Auflistung der einzelnen Ferienwohnungen und Anführung der Bewilligungsgründe ersucht.

Egger stellt erneut Anfrage

Und Egger setzt nach: “Aus meiner Sicht ebenfalls bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Gemeinde Lech nach außen mehrfach betont hat, dass sie in den letzten 10 Jahren keine Ferienwohnungsbewilligung erteilt habe und Ihre (Rüdissers, Anm.) Anfragebeantwortung nun zu einem gegenteiligen Ergebnis kommt.”

20 Wohnungen wurden jedenfalls von der Gemeinde Lech zwischen 2002 und 2014 als Ferienwohnungen aufgrund besonders berücksichtigungswürdiger Gründe genehmigt. Egger will nun in einer erneuten Anfrage wissen, welche Umstände im Einzelfall besonders berücksichtigungswürdig waren. Überdies sollen die Grundstücke konkret genannt werden, sowie deren Eigentümer. Außerdem will Egger Auskunft, ob das Land über Widmungen nicht verständigt werden musste.

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