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In Bregenz bleibt kein Stein auf dem anderen

Michael Ritsch zu Gast in "Vorarlberg Live"
Michael Ritsch zu Gast in "Vorarlberg Live" ©Screenshot Video
Bürgermeister Michael Ritsch hat am Montagabend in "Vorarlberg Live" sowohl über umfassende Personalrochaden in der Bregenzer Stadtführung, als auch über anstehende Bauprojekte gesprochen.
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Im Gespräch mit VOL.AT-Chefredakteur Marc Springer, sprach der seit 21 Tagen im Amt befindliche neue Bregenzer Bürgermeister über anstehende Bauprojekte in der Landeshauptstadt, wie die Seestadt oder den Bahnhof, und über Personalrochaden in der Stadtverwaltung, die bereits gerüchteweise die Runden machen.

In Bregenz wird gebaut

Schon länger viel diskutiert in Bregenz ist der Trainingsplatz von Schwarz-Weiß Bregenz direkt neben dem Stadion. Eine Fläche von rund 10.000 Quadratmetern, wo es laut Ritsch, sehr viele Wünsche für eine andere Nutzung gebe, beispielsweise eine Mehrzweckhalle. Die Stadt brauche dringend mehr Bettenkapazität, ein Hotel der gehobenen Klasse wäre ein Projekt, das vor allem für Festspiele und Kongresshaus wichtig wäre. Ziel sei es große Kongresse nach Bregenz zu bekommen, so Ritsch.

Für die Bauprojekte Seestadt, Seequartier und Bahnhof will Ritsch bis Ende des Jahres noch mit allen beteiligten Parteien Gespräche führen. Er wolle alle an einen Tisch zu holen und gemeinsam an einer großen gemeinsamen Lösung arbeiten. Jetzt für 80 Millionen Euro einen Bahnhof zu bauen, ohne dass man weiß, was links und rechts davon passieren soll, hält der neue Bürgermeister nicht für die beste Idee. Ob er die laufenden Projekte noch soweit bremsen könne, werde man sehen, er versuche aber noch die große Lösung auf den Tisch zu bringen.

Stadtführung wird umgebaut

Die neuen Stadtteilvertreter, VOL.AT hat berichtet, sollen Ansprechpartner für die Bürger sein, wenn es darum geht in ihrem Ortsteil etwas zu tun. Das Ziel sei eine bessere Verbindung von Bürgern und Politik, meint Ritsch.

Seinen Stadträten will der neue Bürgermeister größtmögliche Gestaltungsfreiheit geben. Die Stadträte sollen ihre Ressorts im Sinne der Bürgerinnen und Bürger führen, entscheiden dürfen welche Ressourcen und Personal sie brauchen, und mit voller Kompetenz arbeiten können. Ob das so auch funktionieren werde, könne er jetzt noch nicht beurteilen. Er wolle das Spiel der freien Kräfte aber versuchen, so Ritsch.

Bewegung im Rathaus

Personalentscheidungen solle man nie über die Öffentlichkeit diskutieren, meint Ritsch zu den Gerüchten, dass die Leiterin der Kulturabteilung, Jutta Dieing, oder Stadtamtsdirektor Klaus Feuerstein ausgetauscht werden sollen.

Er sei angetreten, in der Stadt etwas zu verändern. Das heiße natürlich auch, dass er in einigen Bereichen personelle Veränderung vornehmen werde, so Ritsch. Es werde eine ganz neue Struktur in der Stadt geben. Es werde beispielsweise in Zukunft kein Kulturamt mehr geben. In Zukunft gebe es ein Kulturservice. Die Leitung einer neuen Abteilung "Mobilitätsservice und Stadtentwicklung" ist gerade ausgeschrieben, getrennt von "Bauservice und Infrastruktur". Es wird zudem eine eigene Abteilung "Personalservice" geben, in der auch eine Dienststelle für Digitalisierung eingebunden sein wird, und Personalentwicklung angesiedelt sein soll.

Entscheidung noch diese Woche

Konkret zu den Personalrochaden sagt Ritsch, dass es noch diese Woche Lösungen geben wird. Sobald mit allen Betroffenen gesprochen worden sei, werde man damit an die Öffentlichkeit gehen. Davor wolle er öffentlich nicht darüber diskutieren. Aber natürlich suche sich jeder Vorgesetzte Mitarbeiter auf der Führungsebene aus, denen er zu tausend Prozent vertrauen könne.

(VOL.AT)

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