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Impfkoordinator: Impftempo noch "viel zu langsam"

Dr. Robert Spiegel
Dr. Robert Spiegel ©VOL.AT
Impfkoordinator Rober Spiegel über das derzeitige Impftempo, die Nebenwirkungen bei AstraZeneca und die Impfbereitschaft der Vorarlberger.

Dr. Robert Spiegel ist Impfkoordinator der Vorarlberger Ärztekammer. Bei "Vorarlberg LIVE" sprach er mit Moderator Pascal Pletsch unter anderem über den derzeitigen Impfstand und die Problematik rund um den "AstraZeneca"-Impfstoff.

Thema geimpfte Lehrer

Angesprochen auf die Diskussion rund um die Ausfälle von Lehrern nach der Impfung am Ostermontag erklärt Spiegel, dass die dafür vorgesehenen Impfstoffe erst am Samstag eingetroffen seien. Die derzeitige Situation mache es notwendig, dass vorhandene Impfstoffe rasch verimpft werden müssen. Deshalb sei der umstrittene Impftermin an Ostermontag zustande gekommen.

Thema Impfstoffmangel

Bislang wurden in Vorarlberg rund 68.000 Personen geimpft. Für die nächsten Wochen werden in Vorarlberg laut Spiegel wöchentlich rund 15.000 Impfdosen erwartet. Um die gewünschte Durchimpfungsrate von 70 Prozent zu erreichen, würden allerdings noch immer 200.000 Vorarlberger fehlen. Beim derzeitigen Impftempo würde es somit noch rund 10 Wochen dauern, bis 70 Prozent der Vorarlberger geimpft sind, für Spiegel eindeutig zu langsam.

Wenn eine europäische Zulassung vorliegt, ist der Impfkoordinator deshalb dafür, dass auch der russische Impfstoff Sputnik V ins Impfprogramm aufgenommen wird.

Thema AstraZeneca

Rund um die Diskussion der Nebenwirkungen des Impfstoffs AstraZeneca gibt es derzeit in der Bevölkerung eine große Verunsicherung. Auch in Vorarlberg gebe es viele Menschen, die sich mit diesem Impfstoff nicht impfen lassen wollen, berichtet Spiegel. Allerdings müsse man die Verhältnismäßigkeiten im Auge behalten, so der Impfkoordinator. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach der Impfung Blutgerinnsel in Hirnvenen auftreten, liege bei etwa zu eins zu einer Million. Der Nutzen des Wirkstoffes bei der Bekämpfung von Covid-19 sei deutlich höher zu bewerten als die Risiken.

Impfbereitschaft

Für Robert Spiegel ist klar, dass wir die Pandemie nur in den Griff bekommen, wenn sich ausreichend Personen impfen lassen. Er appelliert deshalb auch an alle Vorarlberger, sich auf der Impfplattform für eine Impfung vormerken zu lassen.

Spiegel hofft in diesem Zusammenhang, dass in zwei Monaten alle Impfwilligen die Möglichkeit einer Immunisierung erhalten. Die angekündigten 100 Tage von Kanzler Kurz findet Spiegel "zu lange".

Was Impfung im niedergelassen Bereich betrifft, sei das Land in Vorbereitung, so Spiegel. In der derzeitigen Lage sei es jedoch aus logistischen Gründen notwendig, dass noch möglichst viel über die Impfstraßen verimpft wird.

(VOL.AT)

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