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IKEA-Aus: So reagiert Lustenaus Bürgermeister Fischer

Kurt Fischer nimmt Stellung.
Kurt Fischer nimmt Stellung. ©VOL.AT/Stiplovsek
Paukenschlag in Lustenau: IKEA legt das Projekt komplett auf Eis. Bürgermeister Kurt Fischer nimmt im VOL.AT-Talk zur "komplett neuen Situation" Stellung.
IKEA legt Lustenau-Projekt auf Eis
Das steht im Grundstücks-Kaufvertrag
Volksabstimmung am 27. Mai
IKEA wendet sich an Lustenauer

Bürgermeister Kurt Fischer in einer ersten Stellungnahme: “Durch entsprechende Medienberichte und persönliche Kontakte mit deutschen Medien haben wir letzte Woche erfahren, dass IKEA in Deutschland die Konzernstrategie neu ausrichten will, neue Standortkonzepte entwickelt, geplante Projekte wie zB Memmingen völlig neu aufrollt und andere wie in Botropp überhaupt cancelt. Wir haben IKEA Österreich unverzüglich kontaktiert und wurden informiert, dass am Freitag, den 6. April eine entscheidende Aufsichtsratssitzung in Wien stattfinden werde. Soeben wurde mir seitens der Konzernleitung bestätigt, dass im Zuge einer Neuausrichtung der Konzernstrategie die Expansionspläne für Vorarlberg mit dem Projekt Lustenau gestoppt werden”.

Fischer: “Volksabstimmung kam zu früh”

Für Lustenau, wo ja am 27. Mai eine Volksabstimmung anberaumt wurde, bedeute dies “eine völlig neue Situation”. Fischer weiter: “Nun bewahrheitet sich, dass die Volkstabstimmung ohne vorliegendes Projekt zu früh gekommen ist. Sie wurde gut zwei Wochen nach Erlass des geänderten Landesraumplans beantragt. Es liegt ja bis dato keine konkrete Projektentwicklung vor, unsere Grundlage ist erst der Kaufvertrag mit aufschiebenden Bedingungen. Nun haben die konzerninternen Entwicklungen die Diskussion und die Projektvorentwicklung überholt. Umso wichtiger ist es, dass wir es in Lustenau bis dato geschaffft haben, das durchaus polarisierende Thema äußerst fair und konstruktiv zu behandeln. Mit der Bürgerinitiative haben wir unverzüglich Kontakt aufgenommen und werden gemeinsam die weiteren Schritte in Sachen Volkstabstimmung abstimmen.”

“Erfolgreiche Gemeindeentwicklung fortsetzen”

Unabhängig von der Entscheidung IKEAs gelte es nun, an Lustenaus “erfolgreicher Gemeindeentwicklung” weiterzuarbeiten. Fischer nennt hierbei das neue große Betriebsgebiet Heitere, Investitionen im Hochwasser- und Katastrophenschutz sowie Maßnahmen gegen den grenzüberschreitenden Verkehr. “Im Ortszentrum setzen wir neben dem Bau neuer Gebäude wie in der Raiffeisenstraße von Baumschlager/Eberle auf die Belebung des Bestandes durch neue Gastronomie, Handel und Startups”, so Bürgermeister Kurt Fischer in seiner ersten Stellungnahme.

Verantwortliche werden Stellung nehmen

Bereits am Dienstagnachmittag tagt im Lustenauer Rathaus das Projektteam mit Rechtsanwalt Ekkehard Bechtold zum weiteren Procedere mit IKEA. Am Mittwoch um 10.00 Uhr wird ein Pressegespräch im Rathaus Lustenau stattfinden. Dort wird über die weiteren Schritte informiert.

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