Hymnen-Debatte: Gabalier will Volksabstimmung

Posse über fehlende Töchter geht im Social Web weiter.
Posse über fehlende Töchter geht im Social Web weiter. ©EPA
Könnte der "Hymnen"-Streit nun von der Bevölkerung entschieden werden? Geht es nach Andreas Gabalier, soll eine Volksabstimmung über den Hymnen-Text her. Sekundiert wird er dabei von der FPÖ.
Hymne ohne "Töchter" gesungen
Musiker Gabalier rechtfertigt sich
Kritik auch von Seiten der SPÖ
Ihre Meinung zum Hymnen-Wirbel

Die Frage, ob unsere Bundeshymne nur in der neuen “Töchter-Söhne”-Version gesungen werden soll, sorgt derzeit für reichlich Wirbel. Gabalier lässt jedenfalls wissen, dass darüber das Volk entscheiden soll. Via Ö3-Wecker richtet er aus: “Ja! Ich bin dafür.” FP-Chef Strache schließt sich im Gespräch mit “Österreich” der Forderung an: “Eine Volksabstimmung würde das ganze Kasperl­theater um die neue Hymne sofort beenden!” Auch Gabalier gibt gegenüber “Österreich” zu verstehen: “Die Original­version hat uns jahrzehntelang glücklich gemacht, man kann sie nicht ändern. Das hat nichts mit Frauenfeindlichkeit zu tun.”

Diskussion verlagert sich ins Netz

Die Posse um den Text der Bundeshymne, ausgelöst durch das Beharren von Schlagersänger Andreas Gabalier auf dem veralteten töchterlosen Text, hat sich am Freitag immer mehr ins Social Web verlagert. Inhaltlich kamen keine neuen Argumente aufs Tapet, doch Befürworter und Kritiker des 2011 beschlossenen “neuen” Textes gaben einander auf Facebook und Twitter Saures.

So wurde auf Twitter der Hashtag #wirsinddietöchter kreiert, unter dem sich nicht nur Frauen für die “Töchter-Söhne”-Version aussprachen. Auf Facebook erntete Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) reichlich Schelte, aber auch Lob, weil sie am Donnerstag auf einem Foto Gabalier die strittige Textzeile “als kleine Lernhilfe” ans Herz gelegt hatte.

(APA/Red.)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Politik
  • Hymnen-Debatte: Gabalier will Volksabstimmung
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen