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Hohenems lehnt Steinbruch-Erweiterung ab

Hohenems spricht sich gegen Steinbrucherweiterung aus
Hohenems spricht sich gegen Steinbrucherweiterung aus ©Stadt Hohenems
Im Zuge einer Pressekonferenz erklärt Bürgermeister Dieter Egger, dass sich die Stadt gegen die Steinbrucherweiterung ausspricht.
Steinbruch sorgt für Diskussionen

Am Freitag lud die Stadt Hohenems zu einer Pressekonferenz: „Erweiterung Steinbruch Hohenems – die Stadt Hohenems bezieht Stellung.“

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Die Stadt Hohenems sieht eine Steinbrucherweiterung sehr kritisch und lehnt diese ab, verkündet Bürgermeister Dieter Egger.

  • Seitens der Stadt sieht man die Sicherheit der Bürger in den Stadtteilen Unterklien und Emsreute nicht mehr zu 100 Prozent garantiert, sollte der Steinbruch erweitert werden.
  • Zudem wird eine negative Beeinträchtigung der Trinkwasserquellen Unterklien und Emsreute befürchtet.
  • Kritisch sieht die Stadt auch den Abbau in einem geschützten Landschaftsteil, da Natur und Tierwelt negativ beeinflusst würden.

Die Absage hat allerdings keine unmittelbare Auswirkung. Denn es ist eine Stellungnahme, die – ob negativ oder positiv – ins Verfahren einfließt, und vorerst nicht mehr. Derzeit läuft ein UVP-Feststellungsverfahren. Das bedeutet, dass festgestellt werden muss, ob das Projekt überhaupt einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden muss. Die Stadt Hohenems ist dort Partei wie viele andere auch. Das Verfahren läuft noch bis Ende Jänner.

Stimmen

  • Bürgermeister Dieter Egger: "Wir wissen um die Rohstoffsituation im Lande und verstehen das wirtschaftliche Interesse, aber die Sicherheit unserer Bevölkerung und der Schutz der Trinkwasserversorgung vieler tausender Menschen in Hohenems und Dornbirn stehen für uns über wirtschaftlichen Interessen. Deshalb lehnen wir als Stadt Hohenems eine Steinbrucherweiterung wie geplant ab. Wir werden uns in den kommenden Verfahren deshalb intensiv einbringen und unsere Bedenken fachlich untermauern, zum Schutze unserer Bevölkerung und der wichtigen Trinkwasserressourcen“
  • Umweltstadtrat Gerhard Stoppel: „Für mich als Umweltstadtrat ist klar, dass es einen Grund gibt, wieso diese Schutzzone errichtet wurde. Der Schutz des Trinkwassers und des Naturraumes ‚Klien‘ hat für mich oberste Priorität – gleich wie die Sicherheit der direkt betroffenen Anrainer der Stadtteile. Derzeit sprechen die Gutachten hier eine recht deutliche Sprache und deshalb sehe ich das Vorhaben sehr kritisch. Es liegt an der Firma Rhomberg darzulegen, wie sie sich die geplante Erweiterung in dieser Zone vorstellt“.
  • Planungsstadtrat Markus Klien: „Die geplante Steinbruch-Erweiterungsfläche liegt in einem weitgehend naturnahen Waldbestand, der eine Verbindungsfunktion zwischen dem Talboden des Rheintals und der Mittelgebirgslandschaft einnimmt. Er ist durch einen Kalkbuchenwald charakterisiert. Für die Bevölkerung des angrenzenden Stadtteils ‚Klien‘ ist dieser Naturraum eine wichtiger Naherholungsbereich und prägt das Landschaftsbild im Norden von Hohenems. Er ist aus stadtplanerischer Sicht sowohl als Naturraum als auch in seiner Funktion im Großbiotop zu erhalten“.
  • Wirtschaftsstadtrat Arno Gächter: „Die Firma Rhomberg als Antragstellerin hat nach wie vor das Recht auf ein ordentliches und faires Verfahren. Die uns vorliegenden Expertenmeinungen veranlassen uns jedoch, die Erweiterungspläne kritisch zu sehen. Sollten während des Verfahrens bzw. in den darin verwendeten Gutachten andere, klar abgesicherte Sichtweisen hervortreten, werden wir uns auch mit diesen selbstverständlich kritisch auseinandersetzen und unsere Position nochmals prüfen. Bis dahin sehen wir die Pläne aufgrund der aktuellen Gutachten jedoch skeptisch“.

FPÖ-Dornbirn unterstützt Haltung der Stadt Hohenems

Die Entscheidung der Stadt Hohenems, sich gegen eine Erweiterung des Steinbruchs auszusprechen, wird auch von den Dornbirner Freiheitlichen unterstützt;

  • Stadtrat Christoph Waibel (FPÖ): „Es darf keine Erweiterung geben, da das Risiko für jene Quelle, aus der Dornbirn einen größeren Teil des Trinkwassers bezieht, viel zu groß ist. Es gibt keinen neutralen Experten, der negative Auswirkungen für die Quelle zu 100 Prozent ausschließen kann. Sowohl die Sicherheit, die Vermeidung einer Gesundheitsgefährdung durch Feinstaub als auch die Versorgung der Dornbirner Bevölkerung mit bestem Wasser hat für uns Priorität“.

(red)

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