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Handke und Co.: Das plant das Theater Kosmos 2020

Das Programm des Theater Kosmos im Jahr 2020
Das Programm des Theater Kosmos im Jahr 2020 ©VN_roland paulitsch
Das Bregenzer Theater Kosmos zeigt 2020 neben drei Uraufführungen auch ein älteres Stück von Peter Handke.
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Trotz der finanziell "angespannten" Lage des Theaters wurde neben dem bestehenden Standort ein Raum angemietet, gaben die künstlerischen Leiter Hubert Dragaschnig und Augustin Jagg bekannt. Dieser soll als "Kosmos-Atelier" jungen Künstlern als Arbeits- und Präsentationsraum dienen.

Das Theater Kosmos selbst hat dieses Jahr vier Stücke auf dem Spielplan, die unter der Fragestellung "Was ist ein gutes Leben?" und unter der daraus abgeleiteten Frage "Was ist eine gute Welt?" stehen. Den Anfang macht am 20. Februar die Uraufführung von "Warten auf Tränengas" von Bernhard Studlar und Andreas Sauter, das nach Studlars Beschreibung "die große gesellschaftliche Frage nach Umbrüchen mit kleiner Besetzung untersucht".

Handke-Erzählung wird inszeniert

Im April folgt aus Anlass der Nobelpreisverleihung an Peter Handke eine Bühnenfassung seiner Erzählung "Wunschloses Unglück" von 1972, inszeniert von Augustin Jagg. Man habe sich bewusst für diesen älteren Text entschieden, weil er so gut zum Jahresthema passe, erklärte Jagg. Geplant ist auch ein Abend, der der umstrittenen Haltung Handkes zum Jugoslawien-Krieg nachgeht. In Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Wien wird im September "Live and let die" von Simon Dworaczek uraufgeführt, ein Stück über zwei Schauspielerinnen und einen Musiker, die sich mit dem Umbruch beschäftigen, in dem sich die Welt befindet.

Wettbewerb für Autoren unter 30

Die letzte Uraufführung des Jahres ist im November "Limbus" von Florentina Hofbauer. Das Stück ging als Sieger aus dem Stückewettbewerb "Wer Gewalt sät" hervor, den das Theater Kosmos und das Land Vorarlberg 2019 zum Thema "Gewaltverbot in der Erziehung" gemeinsam ausgeschrieben hatten. Aufgrund der guten Erfahrungen gibt es heuer erneut einen Wettbewerb für Autoren unter 30, diesmal unter dem Titel "Life in 2050". Im Rahmen der Theaterallianz sind auch 2020 wieder Gastspiele geplant.

Szene junger Künstler erhofft

Im neuen, zweistöckigen "Kosmos-Atelier" wolle man jungen Künstlern die Möglichkeit geben, zu arbeiten und ihre Werke zu präsentieren, erklärten Jagg und Dragaschnig. Im oberen Stockwerk werde der Künstler Lorenz Helfer sein Atelier einrichten, im unteren Stock sei eine "große Bandbreite" an künstlerischer Tätigkeit von der bildenden bis zur darstellenden Kunst mit jeweils kürzerer Laufzeit geplant. Die Hoffnung sei, dass sich dadurch im Bregenzer Schöller-Areal auch eine kleine Szene junger Künstler entwickle. Das sei auch im Interesse der Firma Rhomberg Bau, die dem Theater als Vermieter finanziell sehr entgegenkomme.

Finanzielle Lage angespannt

Die finanzielle Lage des Theater Kosmos sei "angespannt", so Jagg und Dragaschnig. Erstmals hätten sich nun die darstellenden Künstler im Land geschlossen zusammengefunden, um vom Land zu fordern, dass der Subventionsbetrag für die freie Szene von rund 900.000 Euro - 0,05 Prozent des Landesbudgets - verdoppelt wird. Es werde dazu Gespräche mit der neuen Kulturlandesrätin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) geben.

Rückblickend freuten sich Dragaschnig und Jagg, sei 2019 für das Theater Kosmos ein "sehr erfolgreiches Jahr" gewesen, sowohl in künstlerischer Hinsicht als auch im Hinblick auf die Auslastung von durchschnittlich 95 Prozent. Die zwei "paradoxen Interventionen" zeigten unterschiedlichen Erfolg: Das Angebot, das Theater gegen Vorlage eines FPÖ-Mitgliedsausweises gratis besuchen zu können, wurde kein einziges Mal angenommen.

Eine Aktion gegen die "zunehmende Ökonomisierung aller Facetten unseres Lebens", bei der die Besucher nach der Aufführung zehn Euro erhielten, stieß auf mehr Gegenliebe: Die Gratis-Vorstellungen seien schnellstens ausverkauft gewesen, erklärten die künstlerischen Leiter. Allerdings habe mindestens die Hälfte der Besucher das Geld nicht angenommen oder gespendet. Das Ziel, zum Nachdenken und Diskutieren anzuregen, sei erreicht worden.

(APA)

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