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Götzner Meeting: Nur 500 Fans dürfen ins Möslestadion

©Luggi Knobel
Das Mehrkampfmeeting in Götzis muss bei seiner Neuauflage nach einjähriger Coronapause mit zahlreichen Neuerungen vorlieb nehmen
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Auch Zehnkämpfer Dominik Distelberger wird beim heimischen Traditionsevent diesmal nicht am Start sein. Sehr wohl aber etliche internationale Asse, die am 29. und 30. Mai einen Olympiahärtetest absolvieren oder sich noch für die Sommerspiele qualifizieren wollen.

Hypomeeting Götzis/Vorarlberg steht mit neuen Konzepten und hohem

Starterfeld-Niveau in den Startlöchern

Das Hypomeeting Götzis/Vorarlberg 2021 wird in diesem Jahr in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes Mehrkampfmeeting werden. Ein hochkarätiges Starterfeld, ein detailliertes Covid-Konzept, die Verleihung der World Athletics Heritage Plaque sowie die Vertragsverlängerung mit dem Haupt- und Namenssponsor lassen auf ein vielversprechendes, lang ersehntes und ganz besonderes 46. Hypomeeting schließen.

Die Corona-Pandemie hat nicht nur die meisten Pläne im vergangenen Jahr über den Haufen geworfen, sondern auch einige positive Veränderungen wie Innovation und Digitalisierung in traditionelle Konzepte gebracht. Beim 46. Hypomeeting Götzis 2021 wird sich das in vielerlei Hinsicht bemerkbar machen. Angefangen von virtuellen OK-Sitzungen oder der Neuinterpretation des Mösle Kids‘ Athletics Rahmenprogramms als virtuelle Challenge mit einem Video-Bewerb, über einen virtuellen Athletenempfang bis hin zu einem neuen Akkreditierungssystem zur Sicherstellung des Contact Tracing: das sind nur einige Beispiele für organisatorische, technologische und innovative Entwicklungen, die in den vergangenen Monaten konzipiert, organisiert und umgesetzt wurden.

Im sportlichen Bereich darf man auch heuer wieder auf ein hochkarätiges, internationales Starterfeld gespannt sein. Eine Veränderung zum Hypomeeting 2019 spiegelt sich in der Reduzierung des Zielstarterfeldes von 36 auf 30 Teilnehmer/innen wider. Neben dem Götzis-Sieger im Zehnkampf von 2019, dem Kanadier Damian Warner (PB 8.795), wird auch der amtierende Weltmeister und vierte von Götzis 2019 Niklas Kaul (PB 8.691) aus dem starken deutschen Team in Götzis am Start sein. Aber auch der Este Maicel Uibo (PB 8.604) aus einem vielversprechend aufgestellten estnischen Team, sowie ein starkes Aufgebot aus den Niederlanden werden für Spannung und Höchstleistungen sorgen. Mit Simon Ehammer (PB 8.231) und Gaio Finley (PB 7.668) sowie Annik Kälin (PB 6.170) und Géraldine Ruckstuhl (PB 6.391) aus der Schweiz darf man gespannt sein, wie sich die jungen Schweizer Athletinnen und Athleten in der Weltelite präsentieren. Zuletzt haben diese 2020 mit starken neuen persönlichen Bestleistungen aufgezeigt. Im Siebenkampf der Damen wird das Starterfeld von den Amerikanerinnen Erica Bougard (PB 6.725) und Kendell Williams (PB 6.610) angeführt. Das starke deutsche Siebenkampf-Team mit Carolin Schäfer (PB 6.836) als bekanntes Gesicht in Götzis an der Spitze, sowie auch die Lettin Laura Ikauniece (PB 6.815) und die Ungarin Xénia Krizsan (PB 6.619) sollte man ebenfalls auf der Rechnung haben.

Nebst dem vielversprechenden Starterfeld ist zu berichten, dass es in den Wettkampfregeln der World Athletics Challenge - Combined Events Änderungen geben wird. Seit Einführung des Weltranglistensystems hat sich das Hypomeeting Götzis rund um den Sport-Ausschuss bestehend aus Hans Aberer, Arno Ritter und Walter Weber in die Diskussion um die problematische Bonuspunkteregelung eingebracht. Schlussendlich wurden der World Athletics Commission von dieser Gruppe konkrete Änderungsvorschläge unterbreitet, die hoffentlich größtenteils mit Juli dieses Jahres und mit Gültigkeit ab 2022 in Kraft gesetzt werden. Wesentlichstes Merkmal sollte sein, dass die Veranstaltungen analog zur World Continental Tour in drei Kategorien eingeteilt werden.

Die wahrscheinlich zweitwichtigste Frage in diesem Jahr ist, wie das Covid-Schutzkonzept der Veranstaltung aussieht und welche Vorkehrungen getroffen werden, um einen sicheren und reibungslosen Ablauf für alle involvierten Personengruppen sicherzustellen. Das Organisationskomitee hat bei der Planung des 46. Hypomeetings alle erdenklichen Szenarien und Möglichkeiten mit einbezogen. Unter Berücksichtigung aller Eventualitäten wurde als oberste Priorität festgelegt, dass nur negativ getesteten Personen bzw. Personen mit Antikörper-Nachweis das Stadion betreten dürfen. Natürlich besteht außerdem im gesamten Stadion in allen Bereichen eine durchgehende FFP2-Maskenpflicht. Das Hygiene- und Sicherheitskonzept sieht zudem vor, dass alle Personengruppen in verschiedene Zonen ("Bubbles") eingeteilt werden und sich dann auch nur in den ihnen zugeordneten Bereichen des Stadions aufhalten und bewegen können. Für die Einhaltung des Covid-Schutzkonzeptes ist ein speziell dafür aufgestelltes Covid-Team verantwortlich. Engmaschiges und wiederholtes Testen aller Personengruppen rundet das Konzept ab. So sehr sich alle Beteiligten ein Publikum im Stadion wünschen würden – das Möslestadion in seiner normalen Konfiguration lässt in der diesjährigen Situation einfach nicht viele Zuschauer zu, sodass eine maximale Anzahl von ca. 500 Zuschauern im Stadion möglich sein wird.

Wir erleben heuer die Durchführung eines Hypomeetings unter besonderen Voraussetzungen, aber mit altbekannter Regionalität durch großzügige Unterstützung unserer Sponsoren, Internationalität durch das hochkarätige Starterfeld, innovative Neuerungen in der Veranstaltungsorganisation und ein Covid-Konzept, das für alle beteiligten Personen sowie auch für die Götzner und Vorarlberger Bevölkerung größtmögliche Sicherheit garantiert“, führt Alexandra Giesinger, OK-Präsidentin des Hypomeetings weiter aus.

Besonders in einer so außergewöhnlichen Zeit ist der Veranstalter stolz und sehr dankbar, dass zudem der Vertrag mit dem Haupt- und Namenssponsor des Hypomeeting Götzis, der Hypo Vorarlberg Bank AG, erfolgreich verlängert wurde. Nur die fortlaufende Unterstützung auch in schwierigen Zeiten macht es möglich, das Hypomeeting heuer sowie auch in den kommenden Jahren in gewohnter Manier durchzuführen.

„Als Hauptsponsor haben wir trotz der derzeit schwierigen Situation auch für dieses Jahr unsere volle Unterstützung zugesagt. Wir wollen nicht nur unsere Kundinnen und Kunden, sondern auch unsere Partner langfristig begleiten und sind auch für sie da, wenn es einmal nicht so gut läuft. Da ist es nur konsequent, dass die Bank dem Hypomeeting auch in der Corona-Pandemie verbunden bleibt“, sagt Mag. Michel      Haller, Vorstandsvorsitzender der Hypo Vorarlberg.

Ein weiteres Highlight bei der diesjährigen Veranstaltung wird die langersehnte Verleihung der wohl bedeutendsten Auszeichnung für das Hypomeeting sein: die Übergabe der World Athletics Heritage Plaque in der Kategorie „Veranstaltung“. Damit wird das Hypomeeting Götzis zum „Welt-Leichtathletik-Kulturerbe“ ernannt und mit Weltklasse Zürich, dem Boston Marathon, den Oslo Bislett Games oder der ISTAF Berlin auf eine Stufe gestellt. Ursprünglich hätte der vor einem Jahr verstorbene European Athletics Präsident und Council Member der World Athletics Svein Arne Hansen die Plaque an den Veranstalter übergeben. In Memoriam an ihn wird die Plaque am Samstag, 29. Mai nun durch Erich Teigamägi, Council Member der European Athletics und langjähriger Freund des verstorbenen EA-Präsidenten, an das Hypomeeting Götzis übergeben werden.

Auch ein Teil des Rahmenprogramms wird dieses Jahr virtuell abgehalten: Kinder werden durch den Mösle Kids‘ Athletics Cup mit einer Mehrkampf-Challenge in Form eines Videowettbewerbs motiviert, ihr sportliches Können im Ballwurf, Dreisprung und Frequenzlauf unter Beweis zu stellen.

Der Athletenempfang, der immer ein großes Highlight für die Götzner Bevölkerung darstellt, wird heuer erstmals in Form eines Live-Videos mit Athletenvorstellung und einem Gewinnspiel stattfinden. Das Video wird am Freitagabend, 28. Mai auf der Facebook-Seite des Hypomeetings ausgestrahlt.

Mit all den Neuerungen wird das Hypomeeting Götzis nach einer einjährigen Pause mit Sicherheit eines nicht verlieren: die familiäre Atmosphäre – wenn auch mit weniger Publikum im Stadion als üblicherweise – und das hochkarätige, internationale Starterfeld im Zehn- und Siebenkampf. Zwei Tage voller aufregender Momente und packender Wettkämpfe im Götzner Möslestadion sind garantiert.Presse/Sophie Hotz

Angeführt wird das Feld von der US-Amerikanerin Erica Bougard und dem deutschen Weltmeister Niklas Kaul. "Ich freue mich sehr, in Götzis meinen ersten Zehnkampf nach 19 Monaten machen zu können", betonte Kaul bei einem Medientermin am Mittwoch. Sein Formaufbau in Richtung erhoffter Olympiamedaille sei vielversprechend. In Tokio will Kaul seine Bestleistung möglichst auf über 8.700 Punkte steigern, in Götzis hofft er auf 8.500.

Noch einige Corona-Fragezeichen

Das Teilnehmerfeld ist aufgrund einiger Corona-Fragezeichen noch nicht fix, es wird kurzfristig noch Änderungen geben. Probleme bereiten beispielsweise weiterhin geltende internationale Flugverbote und Quarantänebestimmungen.

Wie das ÖLV-Frauentrio werden auch Olympiasiegerin Nafissatou Thiam und Katarina Johnson-Thompson im Möslestadion fehlen. Die Belgierin bestreitet wie Dadic vor Tokio keinen Mehrkampf mehr, die britische Weltmeisterin ist auf dem Weg zurück von einer schweren Verletzung nicht weit genug.

Die WM-Dritte Preiner tritt nach einer überstandenen Knöchelblessur erst Ende Juni in Ratingen zu ihrem einzigen Mehrkampf vor Olympia an. Die ebenfalls bereits für das Großereignis qualifizierte Dadic beschränkt sich vorher auf Einzelwettkämpfe. Lagger will es Mitte Juni über das Meeting im spanischen Arona noch nach Tokio schaffen. Distelberger ist nach einer weiteren Verletzung für Götzis noch nicht fit genug, auch er plant ein Antreten in Arona.

500 Zuschauer zugelassen

Das Meeting in Vorarlberg wird mit einer eingeschränkten Zuschauerzahl von maximal 500 auf zugewiesenen Sitzplätzen und den mittlerweile üblichen Corona-Sicherheitsvorkehrungen samt Tests und der Einteilung in abgetrennte Zonen für bestimmte Personenkreise über die Bühne gehen. Trotz der fehlenden 120.000 Euro an sonstigen Zuschauereinnahmen könne man dank anhaltender Unterstützung der Sponsoren sowie Förderungen und Bundeszuschüssen ausgeglichen budgetieren, so die Veranstalter.

(APA)

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