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Geyer wird nicht Intendant der Bregenzer Festspiele

Roland Geyer (rechts) wird doch nicht Intendant der Bregenzer Festspiele
Roland Geyer (rechts) wird doch nicht Intendant der Bregenzer Festspiele ©VOL.at/ Hofmeister
Bregenz - Roland Geyer wird nicht neuer Intendant der Bregenzer Festspiele.
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Geyer, Leiter des Theaters an der Wien, wurde noch im Mai letzten Jahres als Nachfolger von David Pountney vorgestellt. Vor einigen Wochen kam es bereits zu Unstimmigkeiten als Roland Geyer der Festspielleitung quasi ein Ultimatum stellte. Er machte seinen Antritt in Bregenz von Ausbauarbeiten auf der Seebühne abhängig.

Intendanz wird neu ausgeschrieben

Im Zuge der Planung des Programms von Roland Geyer ist die Festspielleitung nun zu dem Schluss gekommen, dass man sich von Roland Geyer trennt. Die Intendanz wird neu ausgeschrieben.

Großes Bedauern bei den Bregenzer Festspielen

Der designierte Präsident der Bregenzer Festspiele, Hans-Peter Metzler, äußerte angesichts der Trennung von Geyer großes Bedauern. “Es tut uns sehr leid, dass die anvisierte, sehr erfolgversprechende Zusammenarbeit nicht zustande kommt”, sagte Metzler auf APA-Anfrage. Beide Seiten hätten in den vergangenen Monaten bei der detaillierten Konzeptarbeit festgestellt, “dass sich völlig verschiedene Auffassungen ergeben”. Obwohl man persönlich sehr zusammengewachsen sei, habe dies dazu geführt, “dass wir nicht mehr zusammenkommen”, so Metzler, der den Festspielen de facto bereits vorsteht.

Wunschsituation sei dies natürlich keine, dennoch habe man schnell und professionell reagieren wollen, um den Schaden möglichst gering zu halten. Bei der Suche nach einem neuen Intendanten, der die Bregenzer Festspiele ab 2015 führt, werde man eine Findungskommission einrichten, die die Auswahl unterstützt. Bis spätestens Herbst soll der neue Intendant gefunden sein. “Wir sind in einer soliden Position und sicher nicht zu spät”, sagte Metzler. Dass mit einem neuen Intendanten eine “dritte Pionierphase” nach 1950 und 1980 angegangen werden soll, bekräftige Metzler.Darüber, dass David Pountney auch 2014 “künstlerischer Verantwortlicher” der Festspiele bleibt, zeigte sich Metzler sehr glücklich. “Damit haben wir eine stabile Lösung”.

“Sah mich nicht im notwendigen Ausmaß unterstützt”

“Sie kennen mich als Musiktheatermann aus Leidenschaft und Überzeugung. Ich habe ein halbes Jahr mit großer Freude und Spaß das Konzept für die Festspiele ab 2015 entwickelt. Diese Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, denn ich hätte gerne dieses Konzept für Bregenz umgesetzt”, sagte Roland Geyer am Dienstagnachmittag in einem Statement gegenüber der APA.

“Da ich mich von den Bregenzer Festspielen für die Umsetzung meiner künstlerischen Konzepte nicht im notwendigen Ausmaß unterstützt sah, habe ich entschlossen, mich mit dem Stiftungsvorstand auf eine einvernehmliche Auflösung meines Intendantenvertrags zu einigen.”

Aufgrund von “nicht überbrückbaren Auffassungsunterschieden über die künstlerische Gestaltung und Umsetzung des Programms” haben die Bregenzer Festspiele und ihr designierter Intendant, Theater an der Wien-Chef Roland Geyer, die Zusammenarbeit einvernehmlich gelöst.

Roland Geyer: “Künstlerische und budgetäre Gründe”

Die “unüberbrückbaren Auffassungsunterschiede” über seine geplante Bregenzer Festspielintendanz seien nicht nur künstlerischer, sondern auch budgetärer Natur gewesen. Das sagt Roland Geyer, der seinen Posten am Bodensee doch nicht antreten wird, im Gespräch mit der morgen erscheinenden Ausgabe des Magazins “News”: “Es ist wahr, dass ich bei Unterzeichnung des Vertrags im vergangenen Mai von anderen finanziellen Prämissen ausgegangen bin.”

“Unüberbrückbare Auffassungsunterschiede”

“Es hat mir große Freude und riesigen Spaß gemacht, für die Festspiele 2015 bis 2020 ein völlig neues Konzept zu entwerfen. Es war schließlich der Auftrag des Stiftungsvorstands, Pionierschritte zu setzen. Also habe ich ein großes Opernfestival geplant, das im Wettbewerbskanon der Großen mitspielen sollte, mit Aix-en-Provence, Bayreuth oder Glyndebourne”, so Geyer, der bestätigt, dass seine Planungen u.a. 2015/16 ein Fest mit Shakespeare-Opern und 2017 bis 2019 ein dreiteiliges Nibelungenprojekt umfasst hätten. “Leider haben sich in den letzten Wochen unüberbrückbare Auffassungsunterschiede betreffend die künstlerische Umsetzung ergeben, sodass wir die Beendigung als beste Lösung erachteten.”Statt bisher zwei habe er drei bis vier Opernproduktionen pro Saison herausbringen wollen und dabei statt im Zweijahresrhythmus jedes Jahr eine neue Seebühnenpremiere vorgesehen. Es sei ihm allerdings nicht bewusst gewesen, “dass die Seeproduktion praktisch das gesamte Budget für alle weiteren Produktionen verdienen muss. Mit dem riskanten Wetterfaktor und dem daher immer kurzfristiger werdenden Kaufverhalten des Publikums war da eine langfristige, große Planung nicht mehr möglich. Und eine halbe Sache hat mich künstlerisch nicht interessiert.”

Von harschen Reaktionen auf seine Überlegungen, die Seebühne umzubauen, sei er “selber überrascht” gewesen, sagt Geyer im “News”-Interview: “Ich habe damit weder gedroht noch jemanden unter Druck gesetzt – schon gar nicht die Politik, die sich offenbar angesprochen gefühlt hat. Ich habe nur gemeint, dass man eine demnächst anstehende größere Restaurierung gleich für eine Neukonzeption nützen soll. Das ist doch nichts Außergewöhnliches! Wenn ich vertragsgemäß einen Pionierschritt setzen soll, muss ich doch in jede Richtung überlegen dürfen.”(VN; Christa Dietrich/ APA)

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