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Bregenzer Festspiele: Nächste Runde in der Intendantensuche

Geyer bleibt doch in Wien Geyer bleibt doch in Wien - © VOL.at/ Hofmeister
Bregenz – Das Engagement von Theater-an-der-Wien-Direktor Roland Geyer als Intendant der Bregenzer Festspiele kommt nun doch nicht zustande.

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Sollte mit der Bestellung Geyers im Mai 2011 endlich Ruhe bei den Festspielen einkehren, so beginnt die Suche nach einem Nachfolger für David Pountney nun aufs Neue. Bereits die Wochen und Monate vor der Bestellung von Geyer waren durch Differenzen und Verwirrung gekennzeichnet gewesen. Der aktuelle Festivalleiter David Pountney sollte zunächst nach 2013 abtreten, dann bis 2014 bleiben, am Ende wollte Pountney selbst nach 2013 Schluss machen. Nun wird er auch 2014 die künstlerische Leitung der Festspiele übernehmen.

Im Nachfolgenden ein kurzer Abriss der Ereignisse:

Bregenz. 4. August 2010: Der Stiftungsvorstand der Bregenzer Festspiele gibt bekannt, im Frühjahr 2011 die Entscheidung über die Zukunft von David Pountney als Festivalintendant treffen zu wollen. Man werde in den kommenden Monaten darüber befinden, ob Pountneys bis zur Saison 2013 laufender Vertrag verlängert werde oder nicht.

24. November 2010: Die Bregenzer Festspiele Privatstiftung schreibt die Stelle des Intendanten aus. Die Bewerbungsfrist läuft von 4. Dezember bis 10. Jänner 2011.

12. Jänner 2011: David Pountney erklärt gegenüber Vorarlberger Medien, dass er sich erneut um die Stelle des Intendanten beworben habe und gerne Leiter des Musikfestivals in Bregenz bleiben möchte.

13. Jänner 2011: Festspiel-Präsident Günter Rhomberg erklärt in einer Aussendung gegenüber der APA, dass der Vertrag mit Pountney nicht verlängert werde. Er sei überrascht, dass sich dieser erneut beworben habe, obwohl er seitens des Stiftungsvorstands “schon mehrfach persönlich” davon unterrichtet worden sei, dass sein Kontrakt nicht erneuert werden soll. Pountney zeigt sich überrascht: “Dass ich mich praktisch nicht mehr hätte bewerben dürfen, das verblüfft mich total”, sagt der Brite.

22. Jänner 2011: Die Festspiele und Pountney einigen sich auf eine Verlängerung seines Intendantenvertrags für die Saison 2014. Danach sei für Pountney aber Schluss, “damit ist er einverstanden”, so Festspiel-Präsident Rhomberg.

16. März 2011: In einem Interview mit “News” erzählt Theater-an-der-Wien-Direktor Roland Geyer (58) von einer “konkreten Anfrage” der Festspiele, ab 2015 die Intendanz in Bregenz zu übernehmen. Festspiel-Präsident Rhomberg bleibt in seiner Stellungnahme kurz: “Wir sind im Prozess der Besetzung, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.” Darüber hinaus kündigt Rhomberg die Neuausschreibung der Intendantenstelle an.

18. März 2011: Die Bregenzer Festspiele Privatstiftung schreibt die Intendantenstelle neu aus. Die Bewerbungsfrist läuft bis 23. April, als Antrittsdatum ist der 1. Jänner 2015 angegeben.

1. April 2011: Pountney und das Festspielpräsidium geben in einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt, dass Pountney die Intendanz auf eigenen Wunsch doch bereits nach der Saison 2013 abgibt. Der Brite begründet seine Entscheidung mit einem Angebot der Walisischen Nationaloper. Es handle sich “um eine sehr gute Lösung im Einvernehmen mit allen Beteiligten”, wird betont. Wie die Intendanten-Regelung 2014 aussehen soll, bleibt offen.

23. Mai 2011: Es sickert durch, dass Geyer am 24. Mai als neuer Intendant der Bregenzer Festspiele vorgestellt werden soll. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht.

24. Mai 2011: Die Festspiele präsentieren Roland Geyer als künftigen Intendanten ab 2015. Für 2014 soll es eine Interimslösung geben.

25. November 2011: Der 52-jährige Unternehmer Hans-Peter Metzler wird als Nachfolger von Günter Rhomberg zum Festspiel-Präsidenten designiert. Metzlers Wahl soll im Frühjahr 2012 erfolgen, de facto hat Metzler die Führung der Festspiele bereits übernommen.

Dezember 2011: Unstimmigkeiten zwischen Geyer und den Festspielen dringen nach außen. “Es geht darum, dass die Seebühne bis 2015 neu konzipiert wird. Sonst sind meine Pläne obsolet”, wird Geyer in “News” zitiert. Die Festspielverantwortlichen zeigen sich verschnupft.

24. Jänner 2012: Die Bregenzer Festspiele Privatstiftung gibt bekannt, dass es keine Zusammenarbeit mit Roland Geyer geben wird. Es habe sich in den zurückliegenden Monaten gezeigt, dass völlig verschiedene Auffassungen bestünden. Gleichzeitig teilen die Festspiele mit, dass David Pountney auch 2014 die künstlerische Leitung des Festivals innehaben wird – als Kurator.

(APA)

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