Gemeinderatswahlen 2015: Ritsch greift in Bregenz nach dem Bürgermeistersessel

Bürgermeister-Kandidat Michael Ritsch greift in Bregenz nach den Sternen.
Bürgermeister-Kandidat Michael Ritsch greift in Bregenz nach den Sternen. ©Fotos: P. Steurer / Montage: VOL.AT
Bregenz - Herbe Niederlagen musste SPÖ Landesparteichef Michael Ritsch bei den letzten Wahlen einstecken. Bei der Gemeindevertretungswahl 2015 greift er in seiner Heimatgemeinde Bregenz dennoch wieder nach dem Bürgermeistersessel. Wenn nötig auch mit Unterstützung der FPÖ.
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2005 lag Ritsch bei der Bürgermeisterdirektwahl im ersten Wahlgang nur mit knapp drei Prozent hinter Markus Linhart zurück und erzwang somit eine Stichwahl. 2010 fiel Ritsch von 37 Prozent auf 26 Prozent zurück und Linhart schaffte die Wiederwahl auf Anhieb. 2015 will der langjährige SPÖ Stadtrat nun einen neuen Anlauf starten und das Rathaus erobern.

Schwierig aber nicht unmöglich

Zwar seien die Vorzeichen nicht die Besten für einen sozialdemokratischen Bürgermeister, aber die Bevölkerung unterscheide sehr wohl zwischen Bundes-, Landes- und Gemeindepolitik. Wichtig für die SPÖ sei es vor allem die Stammwähler zu den Wahlurnen zu bringen. “Während bei den bürgerlichen die Wähler eigentlich immer wählen gehen, haben wir das Problem, dass die Unzufriedenheit mit der Bundespolitik und Politikverdrossenheit unsere Stammwähler von den Wahlurnen fern halten”, sieht Ritsch die größte Herausforderung in der Mobilisierung. Auch die Tatsache, dass man mit einem Stimmenzuwachs bei den Freiheitlichen rechne und mit den NEOS eine weitere Liste im bürgerlichen Lager Wähler findet, sollte helfen die absolute Mehrheit der ÖVP zu brechen. “Mein Ziel ist es jedenfalls Bürgermeister zu werden, wir werden alles versuchen das Ziel zu erreichen,” gibt sich Ritsch kämpferisch.

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Rot-Blaue Koalition?

Aufhorchen lässt Ritsch auch mit möglichen Koalitionspartnern im Falle eines Wahlerfolgs. So könnte sich ein Bürgermeister Michael Ritsch durchaus die FPÖ-Kandidatin Andrea Kinz als Vizebürgermeisterin vorstellen. “Ich schätze Andrea Kinz sehr und kann hier sehr wohl zwischen der Bundespolitik der Strache FPÖ und ihrer sachlichen Art unterscheiden”, so Ritsch. Auch sei dies ja kein Novum, wurde doch der letzte SPÖ Bürgermeister, Fritz Mayer, 1970 nur mit Hilfe der FPÖ Bürgermeister. Der damalige Vizebürgermeister hieß Hubert Kinz, der Schwiegevater von der aktuellen Spitzenkandidatin der Bregenzer Freiheitlichen.

Eislaufplatz bleibt Kernthema

Ein großes Thema im sozialdemokratischen Wahlkampf wird erneut der fehlende Eislaufplatz in Bregenz sein. Für Ritsch ein Unding: “Wir sind die einzige Landeshauptstadt in Österreich, die sich keinen Eislaufplatz leisten kann.” Das Thema sei alles andere als banal, biete ein Eislaufplatz gerade auch finanziell schwächeren Familien eine kostengünstige Möglichkeit sportlich aktiv zu sein. “Viele können sich Schifahren einfach nicht mehr leisten und Rodeln ist bei uns aufgrund der Witterung leider auch nicht immer möglich”, erklärt der Parteichef. Um auf das Thema aufmerksam zu machen, will man während des Intensivwahlkampfs täglich einen kostenlosen Shuttle Service von Bregenz zum Eislaufplatz nach Hard und retour anbieten.

Was Michael Ritsch neben dem Eislaufplatz noch in Bregenz voranbringen will, wie er zum Projekt Seestadt steht und ob es auch im Gemeindewahlkampf wieder Zwerge geben wird, erklärt er im ausführlichen VOL.AT Interview.
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