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Wahl-Schlacht um Dornbirn: Prominente Herausforderer für Andrea Kaufmann

Dornbirn - Für die amtierende Bürgermeisterin Andrea Kaufmann wird der 15. März ein besonders spannender Tag. Erstmals muss sich die Stadtchefin von Vorarlbergs größter Gemeinde den Wählern stellen und sich  mit namhafter Konkurrenz messen, wie kaum ein Gemeindeoberhaupt sonst.

Zwar treten auch in anderen Städten wie Hohenems oder Bregenz prominente Gegenkandidaten mit den amtierenden ÖVP-Bürgermeistern in den politischen Ring, doch besonders in Dornbirn scheinen die Oppositionsparteien auf bekannte Namen zu setzen.

NEOS wollen Einzug schaffen

Für die Neos wird es der erste Gemeindevertretungswahlkampf in Vorarlberg werden und gerade in der Messestadt will man hier nichts dem Zufall überlassen. Mit Gerald Loacker stellt sich der neben Matthias Strolz wohl bekanntestes Liberale der Wahl. Man scheint aus den Fehlern der Landtagswahl gelernt zu haben und baut nun in Voralbergs größter Stadt auf ein bekanntes Zugpferd. Im Gespräch zeigt sich Loacker aber noch zurückhaltend, was die Ziele für den 15. März angehen. “Für uns ist es ein Erfolg, wenn wir das Ergebnis der Landtagswahl wiederholen können und den Einzug in die Stadtvertretung schaffen”, zeigt sich der Nationalratsabgeordnete zurückhalten. Immerhin seien Gemeindevertretungswahlen in Vorarlberg noch mehr als die Landtagswahlen ein Heimspiel für die ÖVP. Themenschwerpunkte für die Gemeindearbeit sieht Loacker vor allem in der Konsolidierung der Finanzen und im Bereich Bildung. Hier wollen die Neos künftig frische Impulse setzen und den viel zitierten “frischen Wind” in das Rathaus bringen. Eine mögliche Doppelbelastung durch sein Nationalratsmandat und die Arbeit in der Stadtvertretung sieht Loacker gelassen.

FPÖ will Absolute brechen

Auch bei den Freiheitlichen finden sich prominente Namen auf der Liste. Neben dem langjährigen Stadtrat Walter Schönbeck und dem Nationalratsabgeordneten Reinhard Bösch, findet sich nun auch der ehemalige ORF-Moderator und Landtagsabgeordnete Christoph Waibel auf der Liste. Vor allem die Bestellung von Waibel auf Platz zwei hat bereits für einige Unruhe bei den konkurrierenden Parteien gesorgt. Dies vor allem deshalb, weil Waibel zuletzt nicht in Dornbirn wohnhaft war und nun scheinbar extra für die Wahl seinen Wohnsitz von Hohenems nach Dornbirn verlegt hat. Ein Vorwurf, den Waibel nicht nachvollziehen kann: “Ich habe fast mein ganzes Leben in Dornbirn verbracht, bin hier zur Schule gegangen, habe über 15 Jahre einen Verein in Dornbirn geführt und viele Jahre auch in Dornbirn gearbeitet.”

Waibel: “Allmacht der ÖVP brechen”

Mit dem prominenten Team wollen die Freiheitlichen in erster Linie versuchen, das schwache Ergebnis von 2010 zu verbessern und ein gewichtiges Wörtchen beim Angriff auf die absolute Mehrheit der ÖVP mitreden. “Es ist wie überall, zuviel Macht ist nie gut, deshalb wollen wir natürlich die Allmacht der ÖVP auch in Dornbirn aufbrechen”, so Waibel. Zwar werde in Dornbirn in vielen Bereiche gute Arbeit geleistet, aber es gebe auch etliche Punkte, die man anpacken müsse: “Auf der einen Seite werden Millionen in ein Messeareal investiert, auf der anderen Seite fehlt es an Geld für die Schulen.” Auch brauche Dornbirn mehr Kontrolle bei Widmungen und Genehmigungsverfahren, wo  die Stadt in der Vergangenheit nicht immer so gehandelt habe, wie es sich gehört.

Grün und SPÖ setzen auf Bewährtes

Die SPÖ Dornbirn  hat mit der Landtagsabgeordneten Gabi-Sprickler-Falschlunger ebenso langjährige landespolitische Kompetenz im Team wie auch die Grünen mit Abgeordneten Vahide Aydin. Zwar treten die beiden Damen in ihren Fraktionen nicht als Spitzenkandidatinnen an, der Bekanntheitsgrad sollte aber auch hier für zusätzliche Stimmen sorgen. Als Spitzenkandidat wird bei der SPÖ wieder Stadtrat Gebhard Greber in den politischen Ring steigen. Für Greber und sein Team gilt es, Platz Zwei  der letzten Gemeindevertretungswahl 2010 zu verteidigen. Die Grünen treten hingegen mit der neuen Spitzenkandidatin Juliane Alton an und hoffen natürlich, den Rückenwind der letzten Wahlen mitnehmen zu können.

ÖVP im Wahlkampf gefordert

Kaum eine Wahl wird so sehr durch den Persönlichkeitswahlkampf entschieden wie die Gemeindevertretungswahl. Bei der Vielzahl prominenter Gesichter in Dornbirn verspricht der kurze Wahlkampf deshalb ein heißer Ritt zu werden. Die ÖVP mit Bürgermeisterin Andrea Kaufmann startet mit 71 Kandidaten, darunter ebenfalls viele bekannte Gesichter, in diese Herausforderung.

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