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Gantner: Schlachtlösung hat großes Zukunftspotential

Landesrat Gantner sieht in der Schlachtlösung mit regionalem Partner großes Zukunftspotential.
Landesrat Gantner sieht in der Schlachtlösung mit regionalem Partner großes Zukunftspotential. ©VOL.AT; Stiplovsek
Landesrat Christian Gantner erläutert in der Beantwortung von Landtagsanfragen die Vorteile des Schlachthof-Nachfolgemodels.
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In seinen Beantwortungen von zwei Landtagsanfragen erläutert Landesrat Christian Gantner die Vorteile des als Nachfolgelösung nach der Schließung des Schlachthofs Dornbirn beabsichtigten Kooperationsmodells mit der Firma Walser in Meiningen. Es gehe darum, auch weiterhin eine regionale Schlacht- und Vermarktungsstruktur sicherzustellen. "Aus der durchgeführten Machbarkeitsstudie geht hervor, dass eine Umsetzung am Walser-Standort durch entsprechende Synergien großes Zukunftspotential hat", so Gantner. Daher werde angestrebt, das Kooperationsmodell so rasch wie möglich umzusetzen. Die Gespräche für die Zusammenarbeit seien auf gutem Weg, mit der Klärung von Detailfragen könne in den nächsten Wochen gerechnet werden.

Die ursprünglich angedachte Variante mit Neubau eines Schlachthofes und dessen Verpachtung durch das Land sei aus Gründen der wirtschaftlichen Rentabilität nur sehr schwer und beihilfenrechtlich nicht möglich. Einen Betreiber in dieser Form zu unterstützen, würde eine widerrechtliche Wettbewerbsverzerrung darstellen, erklärt Gantner: "Weder wäre sie anderen Mitbewerbern am Markt gegenüber zu erklären noch wäre sie erlaubt. Wir haben uns deshalb intensiv nach verlässlichen regionalen Kooperationspartnern umgeschaut."

Pläne für Erweiterungs- und Modernisierungsinvestitionen

Die Firma Walser in Meiningen ist laut Gantner "bereits bisher ein starker Partner unserer Landwirtschaft, welcher der Regionalität eine hohe Bedeutung beimisst." Die Firma zeige großes Interesse an einer möglichen Kooperation im Betrieb eines Schlachthofes. Einen großen Vorteil sieht Gantner darin, dass es dort eine bereits bestehende Infrastruktur gibt, die noch besser genützt und ergänzt werden kann. Walser verfügt über eine Schlachteinrichtung, die derzeit nur wenige Stunden pro Woche genutzt wird, zugleich bestehen Pläne für Erweiterungs- und Modernisierungsinvestitionen mit vorhandenen Flächenreserven. Für die Erweiterung der Schlachtung müsse in eine leistungsfähigere und den aktuellen Tierwohlstandards entsprechende Schlachtanlage, in ausreichend große Kühlmöglichkeiten und in ergänzende Räumlichkeiten samt Wartestallungen investiert werden.

Schlachtkapazitäten sicherstellen

All das ist Gegenstand der laufenden Gespräche zwischen der Firma in Meiningen und der VBG Vorarlberg Fleisch GmbH. Eine wesentliche Bedingung für einen gemeinsamen Standort sei jedenfalls, "dass der Schlachtbetrieb unabhängig vom Betrieb Walser als eigenes Unternehmen geführt wird", betont Landesrat Gantner. Zugleich gehe es darum, Klarheit über die jeweiligen Geschäftsfelder zu schaffen. Hierbei gebe es auch ein klares Bekenntnis zur verstärkten eigenen Vermarktung. "Alle weiteren Kooperationen mit Spezialisten in der Vermarktung und Qualitätssicherung sind wichtig und mit Sicherheit von Vorteil. Ich werde jedenfalls darauf hinwirken, dass alle Akteure, die zu einer stabilen guten Vermarktungssituation für Qualitätsfleisch in Vorarlberg beitragen können, zusammenarbeiten", so Landesrat Gantner.

Mit der von der Landwirtschaftskammer Vorarlberg gegründeten VBG Vorarlberg Fleisch GmbH werde ein wichtiger Beitrag geleistet, die Schlachtkapazitäten im Land sicherzustellen. Gantner verweist auf mehreren Entschließungen des Landtags, wonach im Interesse des Tierschutzes und für eine gesicherte regionale Versorgung eine möglichst hohe Zahl an Schlachtungen in Vorarlberg erfolgen sollen. Vereinbart sei, dass die Gesellschaft dem Land bis Ende Mai einen Zwischenbericht über den Geschäftsgang und die wirtschaftlichen Verhältnisse vorzulegen hat.

(VOL.AT)

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