Für NEOS könnten 8.000 Stimmen reichen

Sabine Scheffknecht (re.) und Martina Pointner von den Ländle-NEOS
Sabine Scheffknecht (re.) und Martina Pointner von den Ländle-NEOS ©VOL.AT/Paulitsch
Bregenz - Sollten bei der Landtagswahl nur rund 60 Prozent der Wähler (wie 2004) zu den Urnen gehen, würden den NEOS bereits um die 8.000 Stimmen reichen, um in den Landtag einzuziehen.
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Mit rund 9.100 Stimmen würden die NEOS den Einzug ins Landesparlament schaffen, wenn die Wahlbeteiligung gleich hoch wäre, wie bei der Landtagaswahl vor fünf Jahren. Die Wahlbeteiligung lag 2009 bei 68 Prozent. Für ein Grundmandat in einem der vier Wahlbezirke bräuchten sie in diesem Fall zwischen 4.400 und 4.700 Stimmen.

Allerdings war die Wahlbeteiligung 2009 aufgrund der Polarisierung zwischen ÖVP und FPÖ wegen des “Judensagers” von Freiheitlichen-Chef Dieter Egger im Vergleich zu den Landtagswahlen zuvor ungewöhnlich hoch. 2014 erwarten Experten eher wieder eine geringere Wahlbeteiligung. Sollten demnach nur rund 60 Prozent der Wähler (wie 2004) zu den Urnen gehen, würden den NEOS bereits um die 8.000 Stimmen reichen, um in den Landtag einzuziehen. Für ein Grundmandat in einem der vier Bezirke bräuchten sie aber immer noch zwischen rund 3.800 und 4.100 Stimmen.

90.000 Stimmen für die Absolute

Für die ÖVP läge die Hürde für die absolute Mehrheit bei einer Wahlbeteiligung von 68 Prozent bei 90.781 Stimmen bzw. 80.001 Stimmen bei 60 Prozent. Die jüngsten Umfragen (Institut Berndt in den “Vorarlberger Nachrichten” Samstagsausgabe) bescheinigen der Volkspartei für den 21. September jedoch nur noch einen Wähleranteil von 39 Prozent. Demnach würden 70.808 Vorarlberger (68 Prozent Wahlbeteiligung) bzw. 62.478 (60 Prozent) für die ÖVP stimmen. Die NEOS, die laut Umfrage 9,5 Prozent erreichen, erhielten 17.248 Stimmen (68 Prozent) bzw. 15.219 (60 Prozent) und wären damit fix im Landtag.

Die etwa 267.000 Wahlberechtigten entscheiden am 21. September, welche Parteien in der kommenden Legislaturperiode wie viele Sitze im 36-köpfigen Landtag einnehmen werden. Dabei werden die Mandate in einem zweistufigen Verfahren verteilt: In den vier Wahlbezirken, die in Vorarlberg mit den politischen Bezirken übereinstimmen, werden die Grundmandate vergeben, im zweiten Ermittlungsverfahren auf Landesebene die Restmandate. Restmandate können nur jene Listen bekommen, die entweder ein Grundmandat erreicht oder landesweit mindestens fünf Prozent der gültigen Stimmen erhalten haben.

Mandatsverteilung

Seit 2004 werden im Bezirk Bludenz sechs Mandate vergeben, im Bezirk Dornbirn acht. In den bevölkerungsreichsten Bezirken Feldkirch und Bregenz bewerben sich die Parteien um zehn bzw. zwölf Mandate.

Die Anzahl der für ein Mandat notwendigen Stimmen hängt von der Wahlbeteiligung ab: Je mehr Leute wählen gehen, desto mehr Stimmen sind erforderlich. Bei der Landtagswahl 2009 lag die Fünf-Prozent-Hürde bei einer Wahlbeteiligung von 68,44 Prozent bei 8.871 Stimmen. Die erforderliche Stimmenanzahl für die Grundmandate lag zwischen 4.395 im Bezirk Bludenz und 4.749 im Bezirk Bregenz.

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