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Für Bregenzer Festspiele hat in der Saison 2013 "alles gestimmt"

"Die Zauberflöte" mit bestbesuchter Oper "Aida" gleichauf.
"Die Zauberflöte" mit bestbesuchter Oper "Aida" gleichauf. ©VOL.AT/Philipp Steurer
Wetterglück und ein ausverkauftes Spiel auf dem See - die Verantwortlichen der Bregenzer Festspiele waren am Freitag mit der vorläufigen Bilanz für die Saison 2013 naturgemäß höchst zufrieden.
Sänger fielen ins Wasser
Eröffnung der Festspiele 2013
Die spektakuläre Seebühne

“In Wahrheit hat alles gestimmt”, fasste Festspielpräsident Hans-Peter Metzler den “magischen Sommer” zusammen. Am Sonntagabend werden die 68. Bregenzer Festspiele mit voraussichtlich rund 257.000 Besuchern zu Ende gehen. Mit zu erwartenden insgesamt 200.157 Zuschauern liegt die Seebühnenoper “Die Zauberflöte” als bestbesuchte Oper gleichauf mit “Aida” im Jahr 2009, nur das Musical “West Side Story” 2003 sahen mehr Besucher.

Noch keine Regenabsage

Eine Regenabsage gab es bei Mozarts Zaubermärchen bisher nicht, bis Sonntagabend stehen noch drei Vorstellungen auf dem Programm. Die Oper im Festspielhaus, die Uraufführung von Andre Tchaikowskys “Der Kaufmann von Venedig”, erreichte mit 3.795 Besuchern eine Auslastung von 95 Prozent. Die drei “Kunst aus der Zeit”-Produktionen – am Freitagabend findet mit Olga Neuwirths “American Lulu” die letzte Premiere der Saison statt – sind mit 1.226 Gästen ebenfalls ausverkauft. Großen Anklang fanden die Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker und des Symphonieorchesters Vorarlberg mit 5.924 Besuchern und einer Auslastung von 90 Prozent. Über die Jugendschiene “crossculture” wurden 2.240 Personen erreicht, eine Auslastung von 88 Prozent.

Pountney warnt vor Euphorie

Auf die Frage, ob dank der vollen Kassen 2014 wieder Schauspiel gezeigt wird, gaben sich die Verantwortlichen zurückhaltend. “Wir werden mindestens zwei Zauberflöten-Jahre brauchen, damit die Kassen wieder so voll sind wie bei meinem Eintritt”, sagte Intendant Pountney. Zu berücksichtigen sei etwa, dass die Subventionen trotz Kostensteigerungen auf gleichem Niveau blieben. Um diese Schere zu schließen, müssten die Festspiele mehr Geld selbst aufbringen. Er warnte daher vor Euphorie und verwies bezüglich des Spielplans für die kommende Saison auf die alljährliche Programmpressekonferenz im November. Fest stehen bereits die Reprise der “Zauberflöte” und die Hausoper “Geschichten aus dem Wiener Wald” von HK Gruber, erneut eine Uraufführung.

Neue Oper “immer ein großes Wagnis”

Persönlicher Höhepunkt 2013 sei für ihn “Der Kaufmann von Venedig” gewesen, die Inszenierung war “besser, als ich es mir träumen konnte”, so Pountney. Eine neue Oper zu bringen, sei immer ein großes Wagnis. Er hoffe, dass der “Kaufmann” auch an anderen Häusern eine Zukunft haben werde. Festspielpräsident Metzler sprach von “einem Sommer, wie er früher einmal war – jeden Abend schönes Wetter und glückliche Menschen”. “Wir haben ein rundes, homogenes Team auf und hinter der Bühne, das ist ein großes Glück für uns alle”, lobte Metzler. Weiter ein roter Faden für das Festival werde das Thema Qualität bleiben, “da werden wir weiter investieren müssen”. So kündigte er für die nächsten Jahre “schrittweise Verbesserungen” im Bereich der Tribüne an.

“Bereits vor der Eröffnung stand der wirtschaftliche Erfolg so gut wie fest”, so der kaufmännische Direktor in seiner Bilanz. Im Laufe der Saison habe sich dazu noch der künstlerische Erfolg gesellt. Die Seebühnenaufführungen hatten eine Auslastung von 100 Prozent, die Gesamtauslastung des Festivals liege bei 99 Prozent. “Daher bin ich sehr positiv gestimmt für den kommenden Sommer”, so Diem. Der Vorverkauf für die von 23. Juli bis 24. August dauernde Festspielsaison 2014 beginne am Sonntagabend. Derzeit seien 26 “Zauberflöten”-Vorstellungen geplant, “aber wir werden wohl aufstocken”. Ob es wie heuer 28 oder gar 29 Vorstellungen geben wird, hänge vom Verlauf des Vorverkaufs ab.

(APA)

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