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Frastanz: "Waren Sie in einem Blutrausch?"

Schwurgerichtssaal Feldkirch: Eine ganze Riege von Rechtsanwälten vertrat eine halbes Dutzend Angeklagte.
Schwurgerichtssaal Feldkirch: Eine ganze Riege von Rechtsanwälten vertrat eine halbes Dutzend Angeklagte. ©D. Mathis
Feldkirch - Haftstrafen für drei Jugendliche nach brutalem Überfall in Frastanz: Schwer verletzter 16-Jähriger wurde bei Minustemperaturen liegengelassen.
Neue Details zur brutalen Tat in Frastanz
Jugendliche nach Brutalo-Tat vor Anklage
Schwerverletzter nach Raub in Frastanz
"Die wussten genau, was sie vorhatten"

Von Seff Dünser (NEUE)

"Waren Sie da in einem Blutrausch?“, fragte Richterin Sabrina Tagwercher den geständigen Haupttäter. Der 17-jährige Erst­angeklagte hat am 22. Jänner in Frastanz-Amerlügen im Frust nach einem gescheiterten bewaffneten Drogenraub einem 16-Jährigen mit einem Korkenzieher gegen den Kopf und den Rücken gestochen. Das zuvor mit Schlägen von drei Angreifern eingedeckte Opfer ging zu Boden und erhielt vom 17-Jährigen auch noch einen Tritt ins Gesicht verpasst.

Glück gehabt

Der Schwerverletzte wurde vom Rädelsführer und den jugendlichen Mittätern in einem Waldstück bei Minustemperaturen im Schnee liegengelassen. Er schleppte sich mehrere hundert Meter weit zu einem Haus und holte so Hilfe. Sein Mandant habe Glück ge­habt, dass er überlebt habe, sagte Opferanwalt Sanjay Doshi.

Nach dem brutalen Überfall „waren wir alle schockiert“, sagte der 17-jährige Hauptangeklagte gestern beim Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch. Über den Vorbestraften wurde gestern gegen 22.30 Uhr am Landesgericht Feldkirch eine Zusatzstrafe von zwei Jahren Gefängnis verhängt. Der Arbeitslose befindet sich derzeit sieben Monate lang in Strafhaft, wegen eines Straßenraubs vom September 2018 in Feldkirch. Das gestrige Urteil ist nicht rechtskräftig.

Versuchten schweren Raubes

Der Schuldspruch erfolgte wegen versuchten schweren Raubes, absichtlich schwerer Körperverletzung sowie, nach einem ebenfalls missglückten Drogenraub am 14. Jänner in Frastanz, auch wegen versuchten Raubes. Demnach hat der Erstangeklagte am 22. Jänner dem 16-Jährigen zuerst bei der Kirche in Fras­tanz mit einem vorgehaltenen Korkenzieher und Schlägen, an denen auch Mittäter beteiligt waren, 50 Gramm Marihuana zu rauben versucht. Aber der für einen Drogendeal herbestellte 16-Jährige hatte gar kein Rauschgift mit dabei. Dafür rächten sich die jugendlichen Täter: Sie fuhren mit ihm in einem Auto nach Frastanz-Amerlügen und verletzten ihn dort schwer. Als Mittäter wurde ein vorbestrafter 16-Jähriger zu 18 Monaten Haft verurteilt, davon sechs Monate unbedingt, ein unbescholtener 17-Jähriger zu 15 Monaten Gefängnis, davon fünf Monate unbedingt.

Der unbescholtene 18-jährige Autofahrer, der Täter und Opfer transportiert hatte, kam mit einer teilbedingten Geldstrafe von 480 Euro (120 Tagessätze zu je vier Euro) davon, 240 Euro hat er zu bezahlen. Sein unbescholtener 17-jähriger Beifahrer, dem aus Sicht der Richter nichts vorzuwerfen war, wurde freigesprochen.

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