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Fohrenburg-Übernahme: So reagieren die anderen Ländle-Brauereien

Heinz Huber (Mohrenbrauerei), Kurt Michelini (Brauerei Frastanz) und Hubert Berkmann (Brauerei Egg – v.l.).
Heinz Huber (Mohrenbrauerei), Kurt Michelini (Brauerei Frastanz) und Hubert Berkmann (Brauerei Egg – v.l.). ©Mohrenbrauerei, Egger Brauerei, Frastanzer
Mohrenbrauerei, Brauerei Frastanz und Brauerei Egg wappnen sich mit einer Bündelung der Kräfte für den neuen Player am Vorarlberger Biermarkt.
Das sagt Fohrenburg-Chef Wolfgang Sila
Brau Union übernimmt Fohrenburg

Die zum niederländischen Heineken-Konzern gehörende Brau Union AG aus Linz wird die Mehrheit der Anteile an der Brauerei Fohrenburg in Bludenz übernehmen.

Ein Umstand, den die Eigentümer beziehungsweise Geschäftsführer der drei verbliebenen Vorarlberger Familien- und Genossenschaftsbrauereien – die Mohrenbrauerei, die Brauerei Frastanz und die Brauerei Egg – veranlasst, stärker zusammenzurücken und Kräfte zu bündeln. "Die drei Vorarlberger Brauereien stehen felsenfest für eine Bewahrung der Vorarlberger Bierkultur", betonen Heinz Huber (Mohrenbrauerei), Kurt Michelini (GF Brauerei Frastanz) und Hubert Berkmann (GF Brauerei Egg) unisono. In den nächsten Wochen und Monaten werde man daher intensive Gespräche mit dem Ziel, Kooperationsmöglichkeiten zu finden und Synergienutzungen zu ermöglichen, führen.

Übernahme wenig überraschend

Die Globalisierung des Getränkemarktes sei eine große Herausforderung. Die Heineken-Gruppe – zu der die österreichische Brau Union zählt – ist ein vermeintlich übermächtiger Mitbewerber. Die Übernahme der Mehrheitsanteile der Brauerei Fohrenburg durch Heineken kommt für Huber, Michelini und Berkmann daher wenig überraschend. "Der Großkonzern hält bereits seit beinahe 20 Jahren zehn Prozent der Anteile an der Bludenzer Brauerei. Dass sich die Holländer damit nicht auf Dauer zufriedengeben, war absehbar", erklärt Huber, der den Familienbetrieb Mohrenbrauerei in sechster Generation führt. "Es bleibt abzuwarten, wie sich die vergleichsweise kleine Brauerei Fohrenburg in den Konzern, zu dem unter anderem auch die österreichischen Biermarken Zipfer, Gösser oder Puntigamer gehören, einfügen wird und wie sich der neue Player am Vorarlberger Biermarkt verhält", ergänzt Berkmann von der Brauerei Egg, die im Eigentum von drei Familien steht.

Synergienutzung vorantreiben

Die drei verbliebenen Brauereien mit Vorarlberger Eigentümerschaft eint ein klares Ziel. "Wir möchten diese einzigartigen Vorarlberger Strukturen auch in Zukunft erhalten. Das können wir nur gemeinsam. Die Bündelung der Kräfte, dort wo es Sinn macht, wird daher eine wichtige Zukunftsaufgabe werden", betonen die Eigentümer bzw. Geschäftsführer der Mohrenbrauerei, der Brauerei Frastanz und der Brauerei Egg abschließend.

Das sagt Fohrenburg-Chef Sila

(red.)

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