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Flexenarena in Zürs: Rauch will Rückzahlung

Baurechtliche Verstöße bei der Flexenarena.
Baurechtliche Verstöße bei der Flexenarena. ©VN/Steurer, Paulitsch
Weiter Wirbel um Flexenarena in Zürs: Derzeit laufen wegen baurechtlicher Verstöße mehrere Strafverfahren gegen die Betreiber. Umweltlandesrat Rauch fordert nun eine Rückzahlung der Förderungen.
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Die Betreiber der "Flexenarena" in Lech-Zürs haben im Zuge der Errichtung der Weltcup- und Trainingsstrecke offenbar eine ganze Reihe an Gesetzesübertretungen begangen. Insgesamt gibt es fünf Anzeigen. So wurden das Schneedepot, die Geländeveränderungen, ein vermuteter Zugangsweg sowie Teile der Flutlichtanlage ohne Bewilligung ausgeführt, wie aus der Anfragebeantwortung von Landesrat Johannes Rauch (Grüne) und Landesrätin Martina Rüscher (ÖVP) an die Grünen hervorgeht.

Rauch will Rückzahlung der Förderung

Bewilligt wurde der Bau der Strecke von der Landesregierung ohne die Stimmen der Grünen und mit 1,3 Millionen Förderung. Nach den aktuellen Vorwürfen gegen die Betreiber erklärt Umweltlandesrat Johannes Rauch (Grüne) gegenüber Vorarlberg Heute, diese Mittel zurückfordern zu wollen. "Wer bei der Wohnbauförderung oder bei der Sozialhilfe falsche Angaben macht, der muss das Geld zurückzahlen und so würde ich es auch in diesem Fall halten. Wer also wissentlich gesetzliche Vorgaben nicht erfüllt hat, hat in meinen Augen das Recht auf Förderung verwirkt", so Rauch im Interview.

Wallner: Gefördert wird, was genehmigt ist

Wie Landeshauptmann Wallner am Dienstag am Rande des Pressefoyers ausführte, stehe er bezüglich der Förderungen für die Flexenarena zu seinem Wort. Gefördert werde aber nur, was genehmigt ist. Die Förderung sei ab 2020/21 in Vier-Jahres-Tranchen abgesprochen. Wenn alle Genehmigungen vorliegen, könne Geld fließen - davor nicht. Als positive Aspekte hebt Wallner die Rückkehr der Weltcup-Rennen nach Vorarlberg und eine dauerhafte Trainingsstrecke für den Nachwuchs hervor.

Erste Rennen wegen Schneemangel verschoben

Die Flexenarena hätte am 13. und 14. November mit der Durchführung alpiner Weltcup-Bewerbe ihre Feuertaufe erfahren sollen. Aufgrund von Schneemangel mussten die angesetzten Parallel-Bewerbe der Damen und Herren aber auf den 26. und 27. November verschoben werden. Ob die Rennen stattfinden können, hängt mehr vom Schnee als von den Strafverfahren ab - mit dem ersten Strafbescheid wird erst in einem Vierteljahr gerechnet.

Keine Baugenehmigungen

Beim Bau der Anlage hat die Ski-Zürs-AG als Projektwerber das Pferd sozusagen von hinten aufgezäumt, denn es dürfte für keine der Maßnahmen zu Baustart eine Genehmigung gegeben haben. Ende August 2020 wurde die Behörde laut der Anfragebeantwortung über Grabungen informiert. Fotos davon "haben darauf schließen lassen, dass es sich bei den vorgenommenen Geländeveränderungen bereits um Maßnahmen für die Realisierung der Flexenarena handelte". Am 26. August erfolgte nach einer Überprüfung ein behördlicher Baustopp. Zwei Tage später ergingen die naturschutz-, wasser- und forstrechtlichen Bewilligungen für die Anlage, der Baueinstellungsbescheid wurde aufgehoben.

VN/Steurer

Am 16. September zeigte sich die Agrargemeinschaft Alpe Zürs für den bisher nicht genehmigten Bau eines "Viehtriebwegs" an - Kritiker sehen darin die Zufahrt zur Liftstation. Der Weg war zu dem Zeitpunkt bereits fertig. Bis dato liege dafür keine Bewilligung vor. Für die Flutlichtanlage fehlt eine Baubewilligung ebenso, denn der Bau der Fundamente für die Masten setzte eine Flächenwidmung der Gemeinde Lech voraus, die bisher nicht vorliege. Zudem beantragten die Betreiber im April ein Schneedepot, bei einem Lokalaugenschein Mitte August fand die Behörde dieses Schneelager bereits vor. Weiters wurde bereits vor dem 1. November bescheidswidrig mit einer Beschneiung der Strecke begonnen.

(APA, Red.)

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