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Februar 2020 geht in die Messgeschichte ein

Der Februar 2020 war der zweitwärmste der Messgeschichte.
Der Februar 2020 war der zweitwärmste der Messgeschichte. ©Lerch
Die Monatsbilanz der ZAMG zeigt, dass der vergangene Februar der zweitwärmste der Messgeschichte war. An einigen Orten in Österreich gab es neue Temperaturrekorde.
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Mit 4,1 Grad über dem Mittel liegt der vergangene Februar gleichauf mit dem Februar 2002 in der 253-jährigen Messgeschichte. An der Spitze liegt weiterhin der Februar 1966 mit 4,5 Grad über dem Mittel. In den Gipfelregionen Österreichs war der Februar durchschnittlich um 3,1 Grad wärmer.

Mild und ungewöhnlich stürmisch

"Die Ursache für diesen extrem milden Februar war ein lange Serie von Tiefdruckgebieten, die vom Atlantik nach Europa zogen und mit dieser Westströmung ständig milde Luft nach Österreich brachten", sagte ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik. Die Folge dieser Tiefdruckgebiete waren zahlreiche Stürme, die auch über Vorarlberg zogen. An vielen Orten Österreichs stieg die Zahl der stürmischen Tagen stark an. Am Feuerkogel in Oberösterreich wurden anstatt durchschnittlich sechs solchen Tagen 17 gemessen.

Österreichweite Temperaturrekorde

Wie die ZAMG berichtete, gab es an einigen ihrer Wetterstationen sogar den wärmsten Februar der Messgeschichte. In Vorarlberg gab es in Feldkirch mit +6,1 Grad und in Bregenz mit +6,6 Grad zwei neue Rekorde des Monatsmittels. Die bisherigen Höchstwerte stammen aus den Jahren 1966 sowie 1990. Die höchsten Abweichungen zum Klimamittel, das zwischen 1981 bis 2010 gemessen wurde, gab es in Oberösterreich, Niederösterreich, Wien, dem Burgenland und dem Rheintal. In diesen Regionen war der Februar 2020 um 4,5 bis 5,5 Grad wärmer. Unter anderem gab es in dieser Kategorie in weiteren Teilen Vorarlbergs weitere Abweichungen von +3,5 bis +4,5 Grad.

Mehr Sonne und Niederschlag

Im Durchschnitt gab es etwas mehr Sonne als im Durchschnitt. Einzig in Nordtirol, Salzburg und in Teilen Oberösterreich gab es weniger Sonnenstunden. Im Gegensatz dazu schien die Sonne entlang der Donau etwas länger. Positiv war die Niederschlagsbilanz von Vorarlberg bis ins Weinviertel. Von Osttirol bis ins Burgenland gab es ein Defizit von bis zu 50 Prozent. Anders gestaltete sich die Situation bei den Schneemassen. In den inneralpinen Regionen gab es nur geringe Abweichungen. Im Flachland wie dem Rheintal oder den Niederungen im Norden und Osten gab es um 80 bis 100 Prozent weniger Neuschnee.

Der Februar 2020 im Überblick:

  • Niederschlagsabweichung: 80%
  • Temperaturabweichung: +4,1 Grad
  • Abweichung der Sonnenscheindauer: -6%
  • Temperaturhöchstwert: Feldkirch mit 18,6 Grad (24.2)
  • Temperaturtiefstwert: Lech mit -15,9 Grad (6.2)
  • Temperaturtiefstwert unter 1000 Meter: Schoppernau mit -12,0 Grad (6.2)
  • höchstes Monatsmittel der Lufttemperatur: Bregenz mit 6,6 Grad mit einer Abweichung von +5,5 Grad
  • Höchste Sonnenscheindauer: Rohrspitz mit 117 Stunden

(ZAMG/ Red.)

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