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EU-Finanzminister: Luxemburg urgiert weltweiten Informationsaustausch

Frieden: Auch bisher keine Steuerhinterziehung zugelassen.
Frieden: Auch bisher keine Steuerhinterziehung zugelassen. ©AP
Luxemburgs Finanzminister Luc Frieden hat auf eine weltweite Umsetzung des automatischen Informationsaustausch in Steuersachen gedrängt und noch einmal Vorwürfe gegen sein Land zurückgewiesen. "Luxemburg war nicht ein Hafen für Steuerflüchtlinge", sagte er am Freitag im rbb Inforadio kurz vor den Beratungen der Euro-Finanzminister in Dublin. Die Minister wollen auch über den Kampf gegen die Steuerflucht sprechen.
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“Wir haben dem Informationsaustausch auf Anfrage seit 2009 nach OECD-Standard zugestimmt, also gibt es keine Steuerhinterziehung”, sagte Frieden. Wenn nun der internationale Trend in Richtung automatischer Informationsaustausch gehe, werde Luxemburg dem aber folgen.

Informationsaustausch muss globaler Standard werden

“Daher sagen wir jetzt: Dieser automatische Informationsaustausch muss dann aber auch wirklich globaler Standard werden”, unterstrich er. “Ich bin noch erstaunt, dass weder G-20 noch OECD bisher diesen Standard international durchgesetzt haben”. In der G-20 sind die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer zusammengeschlossen – die OECD umfasst vor allem die Industrieländer.

Berufsgeheimnis der Banker bleibt bestehen

Klar ist nach Friedens Worten, Luxemburg werde ab 2015 diesem Standard folgen. “Die Bankvertraulichkeit wird dadurch nicht angetastet, das Berufsgeheimnis der Banker bleibt bestehen”, argumentierte er. Aber die Steuerverwaltungen seines Landes würden Informationen über Zinserträge von EU-Bürgern an das Heimatland weitergeben.

Kampf gegen Steuerflucht und -oasen

Die Debatte über eine engere internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Steuerflucht und Steueroasen hatte durch die jüngsten Enthüllungen über dubiose Kapitaltransfers in Steueroasen erheblichen Auftrieb erhalten. (APA)

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