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Erstes Gehirnimplantat bei einem Patienten erfolgreich eingesetzt

Elon Musk lässt Chip in menschliches Gehirn einsetzen
Elon Musk lässt Chip in menschliches Gehirn einsetzen ©AP
Elon Musks Unternehmen Neuralink hat einen Meilenstein erreicht: Das erste Gehirnimplantat wurde einem Patienten eingesetzt, mit dem Ziel, neurologische Erkrankungen zu behandeln und die Interaktion zwischen Gehirn und künstlicher Intelligenz zu verbessern.

Neuralinks Gehirnimplantat, ein winziges Gerät, etwa so groß wie fünf aufeinander gestapelte Münzen, stellt eine revolutionäre Verbindung zwischen dem menschlichen Gehirn und Computertechnologie dar. Es wird operativ in das Gehirn eingesetzt und ermöglicht es, neuronale Signale direkt zu erfassen und zu interpretieren. Diese Signale können dann zur Steuerung externer Geräte oder zur Überwachung von Gehirnaktivitäten genutzt werden.

Die Hauptziele des Neuralink-Implantats umfassen

  • Hilfe bei neurologischen Erkrankungen: Personen mit Erkrankungen wie Parkinson, ALS oder Querschnittlähmung könnten von einer verbesserten motorischen Kontrolle oder Kommunikationsfähigkeit profitieren. Das Implantat könnte Nervensignale so umleiten oder verstärken, dass eingeschränkte oder verlorene Funktionen teilweise wiederhergestellt werden.
  • Direkte Mensch-Maschine-Interaktion: Musk hebt hervor, dass das Implantat es Benutzern ermöglicht, Geräte wie Computer oder Smartphones allein durch Gedanken zu steuern. Diese Technologie könnte in Zukunft weitreichende Anwendungen in der digitalen Interaktion und in der Steuerung von Geräten finden.
  • Forschungszwecke: Das Implantat bietet Wissenschaftlern neue Einblicke in die Funktionsweise des Gehirns. Dies könnte zu einem besseren Verständnis neurologischer Erkrankungen und deren Behandlung beitragen.
Das Neuralink-Logo und das Foto von Elon Musk sind in dieser Abbildung vom 19. Dezember 2022 zu sehen.
Das Neuralink-Logo und das Foto von Elon Musk sind in dieser Abbildung vom 19. Dezember 2022 zu sehen. ©Reuters

Sicherheits- und ethische Überlegungen

Während die Technologie vielversprechend ist, wirft sie auch Fragen hinsichtlich der Sicherheit, des Datenschutzes und der ethischen Implikationen auf. Die Sicherheit des Implantats bei langfristiger Nutzung im menschlichen Gehirn muss umfassend untersucht werden. Ebenso bedarf es klarer Richtlinien, um den Datenschutz und die Autonomie der Nutzer zu gewährleisten.

Blick in die Zukunft

Die Bemühungen von Unternehmen wie Neuralink und Synchron weisen auf eine Zukunft hin, in der die Grenzen zwischen Mensch und Maschine weiter verschwimmen. Diese technologischen Fortschritte könnten den Weg für bahnbrechende Behandlungen neurologischer Erkrankungen ebnen und neue Formen der Interaktion zwischen dem menschlichen Geist und künstlicher Intelligenz ermöglichen.

Synchrons Beitrag zur Neurotechnologie

Synchron, ein weiterer wichtiger Akteur in diesem Bereich, hatte bereits im Juli 2022 einen signifikanten Fortschritt gemeldet. Das Unternehmen informierte über die erfolgreiche Implantation eines Gehirnchips bei einem Patienten in den USA, was Neuralinks Errungenschaften in einen breiteren, internationalen Kontext setzt.

(VOL.AT)

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