Ergebnis der EU-Wahl 2014: Österreich hat gewählt

Die ÖVP mit Spitzenkandidat Othmar Karas vertedigt Platz eins
Die ÖVP mit Spitzenkandidat Othmar Karas vertedigt Platz eins ©APA
Wien - Nach Schließung der letzten Wahllokale in Europa konnte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Sonntag um 23.00 Uhr offiziell das vorläufige Endergebnis der EU-Wahl in Österreich bekanntgeben. Es entspricht dem von der APA errechneten inoffiziellen Endergebnis. Dieses enthält allerdings noch keine Briefwahlstimmen und keine Wahlkarten, die in "fremden" Wahlkreisen abgegeben wurden.
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Für die EU-Wahl 2014 liegt das vorläufige Endergebnis vor. Wahlberechtigt waren 6,410.526 Österreicher und EU-Bürger. Abgegeben wurden (ohne Briefwahl und Wahlkarten aus “fremden” Wahlkreisen) 2,550.145 Stimmen, 2,470.218 waren gültig. Demnach kommt die ÖVP auf 27,26 Prozent, was nach 2009 ein leichtes Minus von rund 2,7 Prozentpunkten bedeutet. Die SPÖ liegt bei 24,22 Prozent. Gegenüber der letzten EU-Wahl (23,74) bleibt die Sozialdemokratie damit stabil.

Große Zugewinne erzielt die FPÖ. Die Freiheitlichen kommen auf 20,5 Prozent. Gegenüber 2009 bedeutet dies ein Plus von rund 7,8 Prozentpunkten. Ebenfalls deutlich zulegen können die Grünen, die auf 13,92 Prozent kommen (2009: 9,93) – ein Plus von rund 4 Prozentpunkten. Damit verbessern sich die Grünen auf den vierten Platz und liegen vor den erstmals angetretenen NEOS. Die pinke Partei erreicht bei ihrem erstmaligen Antreten auf EU-Ebene 7,61 Prozent.

Allerdings ist davon auszugehen, dass die Anteile von ÖVP, Grünen und NEOS noch wachsen, wenn am Montag die Briefwahlstimmen ausgezählt sind.

Kleinparteien nicht im EU-Parlament

Die vier Kleinparteien BZÖ, Europa Anders, REKOS und EU-STOP verpassen den Einzug in das Europäische Parlament deutlich. Die Liste EU-STOP erreicht mit 2,7 Prozent das beste Ergebnis unter den kleinen Listen. Auch die Listen Europa Anders mit 2,1 Prozent sowie REKOS mit 1,2 Prozent und das bisher im EU-Parlament vertreten gewesene BZÖ mit 0,5 Prozent (2009: 4,58) scheiterten am Einzug.

Die Wahlbeteiligung ist leicht gesunken. 44,9 Prozent der Wahlberechtigten gingen zu den Urnen oder wählten per Brief. Im Jahr 2009 lag die Beteiligung bei 46 Prozent. Die vorliegenden Zahlen beinhalten bereits eine Wahlkarten-Schätzung der ARGE Wahlen. Im vorläufigen Endergebnis am Sonntagabend waren diese Stimmen noch nicht enthalten. Das endgültige Endergebnis wird am Montagabend vorgelegt.

An Mandaten würde dies nach derzeitigem Stand für die österreichischen Parteien folgendes bedeuten:

ÖVP: 5 Mandate (-1)
SPÖ: 5 Mandate (+0)
FPÖ: 4 Mandate (+2)
Grüne: 3 Mandate (+1)
NEOS: 1 Mandat (+1)

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Zahl der Abgeordneten im EU-Parlament

Österreich war bislang durch 19 von insgesamt 766 Mitgliedern im Europäischen Parlament vertreten. Aufgrund des Beitritts Kroatiens zur Europäischen Union wurde für die Wahlperiode 2014-2019 die Anzahl der den einzelnen Mitgliedstaaten zustehenden Sitze neu festgelegt. Bei der EU-Wahl können nur noch 751 Abgeordnete gewählt werden, davon entfallen 18 Sitze auf Österreich. Nach dem alle Ergebnisse bekannt sind, schließen sich die frisch gewählten Abgeordneten zu Fraktionen zusammen und wählen einen Parlamentspräsidenten. Auch ein Kommissionspräsident wird gewählt.

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