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Geschäftsöffnung: Durchwachsenes Bild in Vorarlberg

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Am ersten Tag, an dem wieder alle Geschäfte offen halten dürfen, war in Vorarlberg am Samstagvormittag durchwegs relativ entspanntes Einkaufen möglich.

Nach fast sieben Wochen Corona-Shutdown haben heute auch Einkaufszentren, Friseure sowie alle Geschäfte mit über 400 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder aufgemacht.

Durchwachsenes Bild in Vorarlberg

In Vorarlberg war am Samstagvormittag durchwegs relativ entspanntes Einkaufen möglich: Die Parkplätze waren gut, aber nicht zur Gänze gefüllt, in den Geschäften selbst bot sich ein unterschiedliches Bild.

Nur kurzzeitig, wie etwa rund um das zweitgrößte Einkaufszentrum Vorarlbergs, dem Zimbapark bei Bludenz, kam es zu kleineren Staus. Für den Messepark in Dornbirn, dem größten Einkaufszentrum des Landes, verglich Geschäftsführer Burkhard Dünser den Besucherstrom "mit einem eher schwächeren Samstag".

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Dass die gesamte Gastronomie noch geschlossen hat, sei in der Frequenz zu spüren, vor allem aber das Ausbleiben der Konsumenten aus der benachbarten Schweiz. Dürften diese über der Grenze, könnte von einem normalen Samstag gesprochen werden.

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Auch vor den großen Möbelhäusern in Vorarlberg bot sich anhand der Parkplatzsituation ein unterdurchschnittliches Bild.

Andrang auf Friseure und Elektromärkte

Voll - jedoch mit der Einschränkung, dass meistens nur jeder zweite Stuhl besetzt wird - waren die Friseursalons: Jedenfalls war es praktisch unmöglich, spontan einen Termin zu erhalten, wie ein Bludenzer Friseur erklärte.

Den größten Andrang erlebten in den Einkaufszentren die Elektromärkte. Dünser: "Schon um 9 Uhr waren vor dem Mediamarkt, aber auch vor Nespresso die längsten Schlangen." Die Geschäfte der Modeketten seien am ersten Tag nach Aufhebung der Sperre gut frequentiert gewesen.

Alle Geschäfte haben wieder offen

Regeln werden eingehalten

Die Überwachung der Mindestfläche pro Person und damit die Zutrittskontrolle wurde unterschiedlich gehandhabt. Während vor allem größere Geschäfte auf Zählung durch Einkaufswagen oder persönlich durch Security-Mitarbeiter setzten, gaben die Parfümeriekette Douglas eine begrenzte Anzahl Einkaufskörbe und die Schuhkette Deichmann Schuhlöffel aus, die dann nach dem Verlassen wieder dem nächsten Kunden zur Verfügung standen.

Den Konsumenten stellten die Unternehmen durch die Bank ein gutes Zeugnis aus, was das Einhalten der Schutzmaßnahmen angeht. "Sie halten sich an die Abstandsregelung, es funktioniert tadellos. Wir geben Masken aus, können das aber bald wieder einstellen, denn die meisten kommen bereits heute mit einer eigenen Maske", berichtet der Messepark-Chef.

Umsatzverluste uneinholbar

Die Umsatzverluste durch die coronabedingte Zwangspause sind für die meisten Händler und Geschäfte wohl uneinholbar. Finanziell werde es für zahlreiche Handelsbetriebe "sehr knapp", heißt es seitens der Wirtschaftskammer Österreich.

Gastro-Öffnung Mitte Mai

Mehr Frequenz für die Geschäfte wird es auch mit der Wiedereröffnung der Gastronomie Mitte Mai und der Hotellerie Ende Mai gegeben. Unklar ist, wann wieder Touristen aus dem Ausland nach Österreich kommen dürfen.

Sicherheitsvorkehrungen

Geshoppt werden muss weiterhin mit Maske und entsprechendem Abstand. Die Kundenzahl ist limitiert: In allen Geschäften und Einkaufszentren darf pro 10 Quadratmetern nur eine Person sein.

Eine Neuerung gibt es für die Beschäftigten, sie können nun alternativ zur Maske Gesichtsvisiere tragen.

(red.)

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