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Einfluss von Social Media verzeichnet starken Anstieg

©Canva
Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) hat die neuen Zahlen ihrer Statistik vorgestellt. Die DGÄPC Statistik gibt einen deutlichen Anstoß zum Schutz der jungen Zielgruppe.
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Seit 14 Jahren gilt diese Patientenerhebung als wichtiger Indikator für die Erkennung von Trends und Tendenzen im Bereich der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie und dient als objektive Grundlage für einen öffentlichen Diskurs, der häufig über die ästhetische Behandlung hinaus geht.

Kennzeichnungspflicht gefordert

Dr. med. Alexander P. Hilpert, Präsident der DGÄPC, sieht diesen Trend mehr als kritisch: "Diese Entwicklung ist für uns Fachärzte besorgniserregend. Die Perfektion, die von Filtern und spezieller Software auf den sozialen Medien suggeriert wird, ist häufig realitätsfern. Filter strecken die Silhouette, idealisieren Proportionen, befreien die Haut von Makeln, vergrößern Augen und Lippen - teilweise auf eine groteske Art und Weise. Eine Kennzeichnungspflicht, wie bereits in Norwegen und Frankreich, von kommerziell genutzten und durch Software optimierte Bilder, wäre ein wichtiger Schritt. So wird erkennbar: Dieser Körper oder dieses Gesicht ist digital bearbeitet! Ziel sollte sein, jungen Menschen den Druck zu nehmen, einer vermeintlichen Perfektion nachzueifern."

Stärkste Beeinflussung bei der jungen Zielgruppe

Bei der Zielgruppe unter 30 fand eine Steigerung von 2021 mit 9,0 % auf 20,9 % statt. Immerhin machen sich 40,4 % der jüngeren Patienten auf den Weg zu einem Facharzt. Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, dass Promis und Influencer ihnen das Gefühl vermitteln, der Gang zum "Beautydoc" sei ganz normal und mehr als 50 % begrüßen dabei, dass diese öffentlich zu ihren Eingriffen stehen.

(VOL.AT)

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