AA

Corona-Pandemie pushte Digitalisierung der ÖGK

Jürgen Kessler übernimmt zum zweiten Mal Vorarlberger ÖGK-Vorsitz
Jürgen Kessler übernimmt zum zweiten Mal Vorarlberger ÖGK-Vorsitz ©ÖGK
ÖGK Vorarlberg Chef Jürgen Kessler verweist auf Erfolge der Gesundheitskasse im Jahr 2020 und preist digitale Fortschritte an.
ÖGK statt VGKK

Die Corona-Pandemie hat der ÖGK 2020 ein herausforderndes erstes Jahr beschert. „Trotz der größten Gesundheitskrise in der Zweiten Republik ist es gelungen, die Reform der Sozialversicherung weiter umzusetzen. Mit Harmonisierungen, effizienteren Strukturen und großen Zielen starten wir in das neue Jahr,“ kündigt Jürgen Kessler vor Beginn seines zweiten Vorsitzes an. „Es war ein schwieriges erstes Jahr für die ÖGK. Die Bewältigung der Coronakrise war für eine so junge Organisation wie die ÖGK eine Herausforderung.“

Dennoch könne die ÖGK auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken, so Kessler: "Zahlreiche Verbesserungen für Versicherte wurden erreicht, aber auch Erleichterungen für Dienstgeberinnen und Dienstgeber sowie Vertragspartnerinnen und Vertragspartner geschaffen. Gleiche Leistung für den gleichen Beitrag lautete von Anfang an die Devise der ÖGK: Das wurde versprochen und umgesetzt, wie etwa bei Krankentransporten oder zuletzt im Bereich der Orthopädietechnik."

Ausbau der elektronischen Services

Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Arbeitssituation der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Viele Menschen scheuten sich zu Beginn der Pandemie, Arztpraxen aufzusuchen. Die ÖGK reagierte schnell und forcierte bereits im März das Angebot der Telemedizin. Diese war bereits zuvor in einigen Gesamtverträgen zugelassen. Das Feedback der Versicherten, Vertragspartnerinnen und Vertragspartner war so positiv, dass die ÖGK gemeinsam mit der ITSV und den Sonderversicherungsträgern mit visit-e ein eigenes Programm entwickelt hat.

visit-e für Vertragsärzte

Mit visit-e können Vertragsärztinnen und Vertragsärzte der ÖGK Patiententermine per Video online durchführen. Bis Juni 2021 wird visit-e in einem österreichweiten Probebetrieb eingesetzt. Das Service ist maßgeschneidert, die Nutzung ist für beide Seiten einfach und sicher – und kann über Computer oder Smartphone erfolgen. Es muss keine zusätzliche Software installiert werden. Der Probebetrieb läuft seit 1. Dezember, das Feedback ist sehr positiv. Die Ärztinnen und Ärzte entscheiden, welche Behandlungsform für ihre Patientinnen und Patienten als Videokonsultation geeignet ist – sie muss genauso erfolgsversprechend sein, wie eine persönliche Untersuchung. Vielversprechend ist visit-e etwa bei der Versorgung chronisch kranker Menschen.

Die Teilnahme an visit-e ist für Ärztinnen und Ärzte sowie für Patientinnen und Patienten freiwillig. Die ÖGK stellt visit-e allen Teilnehmenden gratis zur Verfügung. In Vorarlberg laufen derzeit die Verhandlungen mit der Ärztekammer über die vertragliche Umsetzung der Telemedizin. Ziel ist ein Abschluss noch in der ersten Jahreshälfte 2021.

e-Medikation

Die e-Medikation ist eine Erfolgsgeschichte. Die elektronische Übermittlung von Medikamentenverordnungen ist mittlerweile kaum mehr aus dem Alltag von Patientinnen und Patienten, aber auch von Ärztinnen und Ärzten wegzudenken. Es spart Zeit und schränkt Kontakte ein. Gerade für chronisch Kranke ist es eine unbürokratische Möglichkeit auch während der Pandemie die verordneten Medikamente zu bekommen. 

Telemedizin

Der erste Lockdown im März 2020 veranlasste die ÖGK zu raschem Handeln. Es war wichtig, dass Patientinnen und Patienten weiterhin Kontakt nicht nur zu ihren Ärztinnen und Ärzten haben. Deshalb hat die ÖGK für weitere Vertragspartnerinnen und Vertragspartner die Möglichkeit geschaffen, Patientinnen und Patienten telemedizinisch zu beraten und zu behandeln. Das gilt insbesondere für Psychotherapie, Logopädie und Physiotherapie.

Online-Services

Mit dem Service-Portal „MeineSV“ können Versicherte sicher und bequem ihre SV-Anliegen von zu Hause aus erledigen. Weite Anfahrtswege und Papierkram fallen weg. Ein Beispiel dafür ist die Möglichkeit Wahlartrechnungen online einzureichen.

Dienstgeberinnen und Dienstgeber können im Dienstgeber-Portal der ÖGK-Homepage zahlreiche Online-Services nutzen (z. B. Beitragskonten abfragen oder Beitragszahlungen via SEPA-Lastschrift-Mandat veranlassen). 

"Die online-Services der ÖGK sind eine moderne, schnelle und rund um die Uhr zur Verfügung stehende Möglichkeit, mit der Gesundheitskasse in Kontakt zu treten bzw. Anliegen zu erledigen“ beschreibt Jürgen Kessler die Vorteile der Digitalisierung.  

(Red.)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Gesundheit Vorarlberg
  • Corona-Pandemie pushte Digitalisierung der ÖGK
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen