Arbeiten an dritter Ausbauetappe seit Oktober 2021.
Arbeiten an dritter Ausbauetappe seit Oktober 2021. ©VN/Paulitsch

Dritte Etappe: Über sechs Millionen Euro für Bregenzer Pipeline-Ausbau

Für die Bodenseeufer-Neugestaltung in der Landeshauptstadt werden im Zuge der dritten Ausbauetappe auf der rund 500 Meter langen Strecke ab dem Nostalgiebad "Mili" in Richtung Lochau in Summe mehr als sechs Millionen Euro investiert.
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Knapp 70 Prozent davon stemmen Land und Bund. Seitens der Stadt Bregenz werden rund 2,1 Millionen Euro aufgewendet. Von einer "gemeinsamen Investition in die örtliche Lebensraumqualität" spricht Wasserwirtschaftsreferent Landesrat Christian Gantner: "Mit der umfassenden Neugestaltung entstehen insbesondere attraktive Bereiche der Naherholung und Freizeitnutzung. Zudem erfährt das Bodenseeufer unter Berücksichtigung der Hochwassersicherheit eine ökologische Aufwertung“. Von Landesseite sind kürzlich Fördermittel der Wasserwirtschaft genehmigt worden.

Sitzbänke und neuer Badesteg

Angelaufen sind die Arbeiten zur weiteren Pipeline-Neugestaltung im Oktober 2021. Das Bauprojekt schließt nahtlos an die beiden Uferabschnitte an, die bereits in den Jahren 2011 und 2014 realisiert worden sind. Demnach werden der fünf Meter breite Rad- und drei Meter breite Fußweg über das gesamte Teilstück verlängert. Analog zu den früheren Ausbauschritten ist vorgesehen, den Fußweg seeseitig mit einer entsprechenden Möblierung mit Sitzbänken auszustatten. Errichtet wird ebenso ein weiterer Badesteg beim Bahnübergang auf Höhe der Eisdiele "Melanie". Außerdem soll es eine zweite öffentliche WC-Anlage geben.

Von der Landesregierung genehmigt wurde vor kurzem der Förderbeitrag der Wasserwirtschaft in Höhe von mehr als 145.000 Euro für wasserbaulich förderfähige Maßnahmen, teilt Gantner als zuständiger Wasserbaureferent in der Landesregierung mit. Wo es möglich ist, soll die Uferneigung abgeflacht werden, um die auflaufende Grundwelle einzubremsen. „Dazu ist es nötig, die Wellen- und Strömungsenergie wirksam zu verringern“, erläutert der Landesrat.

Kein durchgängiges Flachufer möglich

Weil nach dem Brückenbauwerk über den Klausmühlbach das Gelände deutlich steiler abfällt, und es sich, wie eingehende geologische Untersuchungen gezeigt haben, laufend geringfügig in Richtung Seegrund bewegt, kann – anders als in den vorangegangenen Bauetappen I und II – kein durchgängiges Flachufer realisiert werden. Stattdessen wird in diesem Bereich eine neue Ufermauer errichtet. „Das Renaturierungspotenzial ist geringer als in den bereits realisierten Projektabschnitten. Eine ökologische Aufwertung lässt sich dennoch erreichen“, verdeutlicht Gantner. Ein zusätzlicher Badesteg und neue Treppen an den Ufermauern werden einen Einstieg in den See ermöglichen. Zudem soll es eine barrierefreie Möglichkeit mittels Rampe geben.

Täglich bis zu 4.000 Radfahrer

An diesem Teil des Bodenseeufers sind neben vielen anderen Nutzerinnen und Nutzern wie z.B. Badegästen täglich auch bis zu 4.000 Fahrradfahrende unterwegs. "Die Attraktivität dieses stark frequentierten Aufenthalts- und Begegnungsraumes wird beträchtlich gesteigert", fasst Landesrat Gantner die Bedeutung der Bodenseeufer-Neugestaltung abschließend zusammen.

(VLK)

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